Kapitalanlagebetrug

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Kapitalanlagebetrug 2017-09-19T12:58:27+00:00

Kapitalanlagebetrug

Kapitalanlagebetrug

Kapitalanlagebetrug ist eine Variante des Betruges, bei der die Anlagebetrüger vermeintlich lukrative Kapitalmarktprodukte anbieten. Ziel ist es, sich an den Investitionen der Anleger rechtswidrig zu bereichern.

Kapitalanlagebetrug erfolgt im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Wertpapieren, Bezugsrechten oder von Anteilen. Diese offerieren eine Beteiligung an dem Gewinn eines Unternehmens oder bieten an, die Einlage auf solche Anteile zu erhöhen.

Der jährliche Schaden durch Kapitalanlagebetrug beträgt laut Bundeskriminalamt ca. 25 Milliarden EURO.

Kapitalanlagebetrug – Schneeballsystem

Beim Betrugsmodell des Schneeballsystems werden die Ausschüttungen aus den Einzahlungen neuer Investoren bezahlt, die man als Anleger selbst angeworben hat.

Der typische Anreiz beim Schneeballsystem liegt in einem hohen Profit, der durch ein einmaliges Investment erzielt werden soll. Im Anschluss soll das Produkt durch die Anleger selbst vertrieben werden. In vielen Fällen steckt hinter dem Produkt kein wirtschaftlich relevantes Produkt.

Schneeballsysteme kollabieren oft sehr rasch Ziemlich rasch, da zur Aufrechterhaltung des Systems auf jedem Level ein Mehrfaches an Neukunden gewonnen werden müssen.

Kapitalanlagebetrug – Ponzi-Schema

Hohe Gewinne mit keinem oder nur kleinem Risiko werden beim sog. Ponzi-Schema (ponzi scheme) versprochen. Dort muss man als Anleger nur Geld überweisen, und sonst nicht weiter tätig werden. Der Großteil wird meist nicht investiert. Die tatsächliche Quelle der Gewinnausschüttungen wird verschleiert. Der Kollaps des Betrugs-Systems findet relativ langsam statt, da die zunächst zufriedene Kunden die Gewinnausschüttungen reinvestieren.

Kapitalanlagebetrug am Grauen Kapitalmarkt

Auf dem grauen Kapitalmarkt, der nicht der staatlichen Finanzaufsicht unterliegt, verschwimmt oft die Grenze zwischen hohen „Nebenkosten“, die an die Initiatoren fließen und den Merkmalen des Betrugs. Oft werden Kapitalmarktprodukte mit für Anleger nachteiligen Regelungen und Provisionszahlungen auch unter dem Begriff „legaler Betrug“ subsumiert. Meist werden fragwürdige Strukturen beim Vertrieb der Produkte verwendet.

Prospekthaftung

Anleger haben die Möglichkeit von Anbietern einen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf Vollständigkeit, Kohärenz und Widerspruchsfreiheit geprüften Verkaufsprospekt zu verlangen. Der Prospekt muss alle Angaben enthalten, die für eine Beurteilung des Emittenten und des angebotenen Produktes nötig sind.

Der Anwendungsbereich der Prospekthaftung im engeren Sinn ist erst dann eröffnet, wenn der Prospekt, auf Grund dessen ein Kapitalanleger den Prospektverantwortlichen in Anspruch nimmt, Grundlage der Anlageentscheidung gewesen ist. (OLG Saarbrücken, Urteil vom 15.12.2005, Az: 8 U 330/04)

Kapitalanlagebetrug gem. § 264aStGB

Wer im Zusammenhang mit
1. dem Vertrieb von Wertpapieren, Bezugsrechten oder von Anteilen, die eine Beteiligung an dem Ergebnis eines Unternehmens gewähren sollen, oder
2. dem Angebot, die Einlage auf solche Anteile zu erhöhen,
in Prospekten oder in Darstellungen oder Übersichten über den Vermögensstand hinsichtlich der für die Entscheidung über den Erwerb oder die Erhöhung erheblichen Umstände gegenüber einem größeren Kreis von Personen unrichtige vorteilhafte Angaben macht oder nachteilige Tatsachen verschweigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Bei § 264a StGB handelt es sich um ein abstraktes Gefährdungsdelikt. Es ist nicht nötig, dass den Anlegern tatsächlich ein Vermögensschaden entstanden ist. Es reicht aus, dass unrichtige vorteilhafte Angaben gemacht oder nachteilige Tatsachen verschwiegen werden.
Täuscht ein Anbieter in einem persönlichen Beratungsgespräch über wesentliche Eigenschaften einer Anlage (z.B. die Rendite), dann ist dies ein „normaler“ Betrugsfall. Ein Kapitalanlagebetrug kann nur durch öffentliche Werbung in Prospekten oder Darstellungen verübt werden. Es also erforderlich,  dass die genannten Werbemittel den der Anlagegesellschaft und ihrer Vertriebsorganisation zuzurechnenden internen Bereich verlassen haben. Auch muss ein größerer potentieller Anleger angesprochen werden.

Produkte, Anlagen und Methoden beim Anlagebetrug

Steuerliche Aspekte beim Kapitalanlagebetrug

Laut Bundesfinanzhof kann der Zufluss von Kapitaleinnahmen nicht nur durch Gutschrift in den Büchern des Verpflichteten erfolgen, sondern auch durch gesonderte Vereinbarung zwischen Schuldner und Gläubiger, wonach der Betrag fortan aus einem anderen Rechtsgrund geschuldet sein soll.

Bei Kapitalbeteiligung an einem Schneeballsystem können damit auch Scheinrenditen zu versteuern sein. Lehnt allerdings der Betreiber des Schneeballsystems auf den Auszahlungswunsch des Anlegers hin die sofortige Auszahlung ab und verhandelt er stattdessen über anderweitige Zahlungsmodalitäten, ist darin wohl eine fehlende Leistungsbereitschaft zu sehen. Ein zu versteuernder Zufluss ist dann wohl zu verneinen. IWW Institut

Möglichkeiten für durch Kapitalanlagebetrug betroffene Anleger

Betroffene Anleger sollten ihre zivilrechtlichen Möglichkeiten gegenüber den Anlagebetrügern prüfen lassen. Im Falle einer Falschberatung bestehen Schadensersatzansprüche gegenüber Anlagevermittlern und Beratern. Verträge können oft wirksam angefochten oder widerrufen werden. Eine Haftung kann  auch die Initiatoren oder Hintermänner treffen.

Die Rechtsanwälte der Anwaltskanzlei Herfurtner bereiten die Daten für die zuständigen Strafverfolgungsbehörden im In- und Ausland auf und arbeiten mit Kanzleien in den jeweiligen Ländern zusammen, um die Gelder von Betrugsopfern zurückzuholen.

Wir vertreten Anleger gegen Anlagevermittler und Kapitalanlagebetrüger bundesweit. In einem ersten Schritt zeigen wir Ihnen die rechtlichen Möglichkeiten auf, ihre Investitionen zurückzuerhalten. Bei allen weiteren Schritten steht der vollständige Schadensausgleich im Vordergrund.

Ansprechpartner und Rechtsanwälte für Fälle im Kapitalanlagebetrug

Rechtsanwalt Wolfgang Herfurtner – Anwalt Wolfgang Herfurtner vertritt Mandanten vorwiegend in den Rechtsgebieten Bank- und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht und IT-Recht. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Unternehmensleitung als Vorstand und Geschäftsführer.

Rechtsanwalt Patrick Wilson – Anwalt Patrick Wilson vertritt geschädigte Privatanleger in sämtlichen Bereichen des Bank- und Kapitalmarktrechtes. Rechtsanwalt Patrick Wilson ist Mitglied im Münchner Anwaltverein, dem Deutschen Anwaltverein und der Arbeitsgemeinschaft für Bank- und Kapitalmarktrecht  des DAV.

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