Autark Invest AG Liechtenstein

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Autark Invest AG Liechtenstein

Autark Invest AG – Die Autark Gruppe gerät immer mehr in negative Schlagzeilen. Die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner informieren über aktuelle Entwicklungen.

Autark Invest AG – das fragwürdige Geschäft mit Nachrangdarlehen

Die Autark Invest AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Liechtenstein, das nach eigenen Angaben im weltweiten Börsen-, OTC- und Brokerhandel tätig ist. Die Autark Invest AG gehört zur Autark Holding AG mit Büro in Dortmund. In diesem Unternehmensgeflecht ist noch ein weiterer Name von Bedeutung: die Autark Vertrieb- und Beteiligung GmbH, mittlerweile verschmolzen mit der Autark Invest AG. Die heutige Autark Invest AG vergab bis zum 31.12.2015 Nachrangdarlehen, die von Experten als äußerst riskant eingestuft werden. Die Stiftung Warentest rät Anlegern mittlerweile sogar, die Ratenzahlungen für die Nachrangdarlehen der Autark Invest AG einzustellen.

Autark Gruppe: Staatsanwaltschaften ermitteln wegen Betrugs

Bis zu 7,5% jährliche Zinsen und eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren – dieser Deal in Form von Nachrangdarlehen erschien etwa 3.600 Anlegern vielversprechend. Laut der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest seien die bisher eingezahlten Anlagegelder sowie ausstehende monatliche Raten in Gefahr. Insgesamt handele es sich um eine Summe von fast 135 Millionen Euro in einer überaus riskanten Anlageform. Nachrangdarlehen stehen im Falle einer Liquidation oder einer Insolvenz stets hinter den anderen Forderungen gegen das schuldende Unternehmen. Die Anleger der Autark-Nachrangdarlehen würden demnach bei einer Pleite zuletzt bedient. Unterdessen ermitteln gleich drei Staatsanwaltschaften wegen des ungeklärten Verbleibs von Anlegergeldern in zweistelliger Millionenhöhe. Bereits im Oktober 2016 hatten deshalb über 150 Einsatzkräfte mehrere Objekte in Deutschland und Österreich durchsucht. Wegen der fortlaufenden Ermittlungen gegen die Autark Invest AG hielten sich die Staatsanwaltschaften jedoch bedeckt.

Beratung durch Rechtsanwalt

Am 24.09.2016 hatte die Autark Invest AG den Anlegern ein Angebot unterbreitet: die Nachrangkredite sollten sich 1:1 in Vorzugsaktien umtauschen lassen. Die Investoren hätten dann am vermeintlichen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben können. Doch bereits im Herbst 2016 zog man dieses Angebot nach Einschreiten der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) wieder zurück. In einer Meldung wies die FMA auf die widersprüchlichen Angaben bezüglich dieses Angebots und vor allem auf das fehlende Prospekt hin – letzteres ist nach dem liechtensteinischen Wertpapierprospektgesetz Pflicht. Potenziellen Investoren wird nahegelegt, sich zuerst von ihrer Hausbank oder einem Anwalt beraten zu lassen.

Weitere Ungereimtheiten

Die Autark Invest AG kündigte später an, den Tausch der nachrangigen Darlehen nicht mehr in Liechtenstein vollziehen zu wollen und eine Verlegung des Firmensitzes nach Deutschland anzustreben. Nach Auskunft der FMA Liechtenstein vom 07.12.2016 sei hierfür jedoch eine ordentliche Eintragung im Handelsregister nötig und rechtsverbindlich, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgt war. Am 9. Januar 2017 informierte der Geschäftsführer der Autark Holding, Jörg Schneider, dass die Autark Invest AG erfolgreich nach Deutschland verlegt worden sei und nun mit der Autark Group AG zusammengelegt werde. Der Umtausch der Nachrangdarlehen stünde für Anleger nach wie vor zur Verfügung. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hatte jedoch keinerlei Kenntnisse von der angeblichen Verschmelzung.

Anlegerschutz durch Anwaltskanzlei nötig?

Der wirtschaftliche Erfolg der Autark Gruppe erscheint fragwürdig. Im Juli 2016 warb das Unternehmen noch mit den Erfolgen der Autark Digital GmbH, die am Ausbau der Breitbandnetze beteiligt war. Doch bereits am 19. Dezember 2016 musste das Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen. Zum Immobilien-Portfolio der Autark Gruppe gehört neben mehreren Biogasanlagen auch das Vorzeigeobjekt „Theater am Marientor in Duisburg“. Wie von den meisten deutschen Theater seien hier keine großen Gewinne zu erwarten. Gleichzeitig plante die Autark Invest AG eine Kapitalerhöhung auf 420 Millionen Euro, während der Börsenwert der Autark Group AG weniger als 3 Millionen Euro beträgt. Die wirtschaftlichen Diskrepanzen scheinen somit nicht nur für Finanzexperten offenkundig zu sein.

Fragliche Rücknahme der Nachrangdarlehen

Viele Anleger der Autark Invest AG fragen sich nun, ob es Liquiditätsprobleme gibt und wie wahrscheinlich die Rückzahlung ihrer Nachrangdarlehen ist. Zahlreiche Anleger hatten den Kredit fristgerecht zum Jahresende gekündigt. Mehrere Anleger mussten wohl eine Verzögerung der Rückzahlung bis Ende März 2017 hinnehmen.

Rechtliche Möglichkeiten und Einschalten von Anwälten

Wer sich als Investor oder Anleger von Nachrangkredite mit Problemen konfrontiert sieht, sollte eine umfassende rechtliche Beratung in Anspruch nehmen, um alle Möglichkeiten des geltenden Rechts auszuschöpfen – ganz gleich, ob die Autark Invest AG nun von Deutschland oder Liechtenstein aus operiert. Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner betreuen Geschädigte der Autark Gruppe in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten. Unsere Anwaltskanzlei vertritt Mandanten unter anderem in Bereichen wie Schiffsfonds, Schadensersatz, binäre Optionen und Anlagebetrug.

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