Lyoness – Ausstieg für Partner

Lyoness Europe AG ist ein im Jahre 2003 gegründetes Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das ein globales internationales Netzwerk aus Mitgliedern und Partnerunternehmen darstellt. Viele Kunden und Geschäftspartner wollen ihr Geld zurück. Zu Recht?

Lyoness – vielversprechendes Geschäftsmodell oder Schneeballsystem?

Mitglieder von Lyoness Europe AG sollen von besseren Bedingungen bei den Partnerunternehmen profitieren und die Unternehmen sollen loyale Kunden gewinnen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens klingt also erstmal vielversprechend und fair. Doch bekanntlich steckt der Teufel im Detail. Wie das Wirtschaftsblatt berichtet, hat das Handelsgericht in Wien 61 Klauseln der Geschäftsbedingungen der Grazer Einkaufsgemeinschaft für gesetzeswidrig erklärt. Selbst erfahrene Anwälte und Verbraucherschützer dürften selten derart fehlerhafte Geschäftsbedingungen erlebt haben. In der Schweiz ist bereits ein Urteil des Kantonsgerichts Zug ergangen, wonach die Verträge ungültig sind, berichtet K-Tipp. Die Premium Verträge der Firma sind demnach komplett widerrechtlich. Nach diesem Gerichtsurteil können viele Lyoness Kunden in der Schweiz ihr Geld zurückfordern.

Lyoness – Geld zurück auch in Deutschland?

Auch für deutsche Kunden und Businesspartner gibt es Möglichkeiten ihr Geld zurückzufordern. Da es sich bei den mit Lyoness abgeschlossenen Verträgen in der Regel um Fernabsatzverträge gem. §312c BGB handelt, besteht grundsätzlich ein Widerrufsrecht. In vielen Fällen sind die Widerrufsbelehrungen jedoch nicht wirksam erfolgt, so dass eine Rückabwicklung sogar Jahre nach  dem Vertragsabschluss erfolgen kann. Betroffene Kunden und Anleger sollten daher ihre Ansprüche von einem Anwalt überprüfen lassen.

Lyoness – Folgen des Widerrufs

Wird der Widerruf form- und fristgerecht ausgeübt wird das Vertragsverhältnis in ein sogenanntes Rückabwicklungsschuldverhältnis umgewandelt. Kunden und Geschäftspartner bekommen dann den gezahlten Kaufpreis zurück und müssen im Gegenzug den Warenwert der durch die Gutscheine bezogenen Waren zurückgewähren. In den meisten Fällen dürfte der gezahlte Kaufpreis erheblich höher sein als die dank des Unternehmens erlangten Vorteile.

Schadensersatz für Kunden und Businesspartner

Je nach Fallkonstellation kommen auch Schadensersatzansprüche in Betracht. Es empfiehlt sich daher die Vertragsunterlagen von einem Anwalt überprüfen zu lassen.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner helfen betroffenen Kunden und Businesspartnern von Lyoness. Die Beratung erfolgt in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

3 Kommentare

  1. Alfred Eilts 27. Oktober 2016 um 1:09 Uhr- Antworten

    Das klingt sehr vielversprechend.
    Für viele Mitglieder ist längst klar, dass Lyoness ein verbotenes Schneeballsystem betreibt und das investierte Geld zweckentfremdet wurde.
    Somit wollen sehr viele Mitglieder endlich ihr Geld wieder zurück!!!

  2. Anonymous 26. Januar 2017 um 20:47 Uhr- Antworten

    Finger weg vom Lyoness an alle!!!

  3. Müller 1. März 2017 um 18:36 Uhr- Antworten

    Habe insgesamt mehr als 10.000 € investiert – durch eine Haken beim Einloggen wurden die neuen AGBs akzeptiert und damit floss das gesamte Kapital an Lyoness – oder Lyconet – das habe ich aber erst danach erfahren!!!! Ich kann meine vorherigen Daten nicht aufrufen. Meine Investiotionen in andere Länder wie USA mit einem Businesspaket ist weg, Businesspaket Frankreich ist geschluckt und die kleineren Investitionen wie Indien oder Brasilien kommen auf meinem Konto niemals zu einer einzigen Auszahlung.
    Ich bin schwer geschädigt!! Mein Geld bekomme ich nicht zurück, es sei denn ich würde alle Positionen auslösen:
    z.B. eine Position von 1.200 € ist mit 1% bei OMV registriert – um diese Position auszulösen müsste ich füt 1,2 Millionen Gutscheine bei OMV kaufen. Ich meinem Leben werde ich niemals 1,2 Millionen haben. Das interessiert aber Lyoness nicht und interessiert auch sonst niemanden. Ich habe 3 Businesspakete – also sind das nur dafür 3,6 Millionen Euro nur für die größten Posten.
    So ist klar, dass ein Herr Freidl bei einem Spendenmarathon von RTL eine Sprende von 500.000 € machen konnte – es waren alles nicht seine Gelder. Er hat mein Geld veruntreut.
    Egal, was ich bisher unternommen habe, ich bekomme das Geld nicht zurück.
    Ganz schlimm ist, dass ich auch noch weitere Businesspartner gewonnen habe, denen es jetzt genauso geht.
    Das diese Firma überhaupt noch existieren darrf, dass sie weiter geschäftsfähig ist, finde ich schlimm.
    Allerdings finde ich es gut, dass sie Schulen bauen, aber wer weiß, ob das wahr ist…ein paar Steine, ein paar Jugentliche mit billigen China-T-Shirts mit Lyoness drauf und lächelnde Gesichter…..das zieht.
    Es wäre ein gutes System gewesen, aber da gibt es wieder Gesetzte, die das verhindern. Leider gibt es kein Gesetz, das Investoren schützt.
    10.000 € in den Wind geschossen, keine Hilfe …..das ist einfach unmöglich.

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