MS Hammonia Berolina – Insolvenz

MS Hammonia Berolina Insolvenz – Anleger sollten Ihre Ansprüche prüfen lassen. Am 06.12.2016 hat das Amtsgericht Reinbek das vorläufige Insolvenzverfahren über die MS “Hammonia Berolina” Schiffahrts GmbH & Co. KG eröffnet (Az.: 8 IN 235/16).

Das Emissionshaus HCI Capital AG hat die Schiffsbeteiligung MS Hammonia Berolina ab dem Jahr 2006 angeboten. Anlegern des Schiffsfonds drohen nun zehn Jahre später enorme Verluste und ein möglicher Totalverlust Ihrer Investition.

Die MS „Hammonia Berolina“ ist ein Containerschiff, welches im Jahr 2007 fertiggestellt wurde. Die Tragfähigkeit beträgt 34.035 tdw. Die Stellplatzkapazität liegt bei 2.546 T€. Als Investitionsvolumen wurde von der HCI Capital AG € 36.091.000,00 angepeilt. Als Fremdkapital sollten EURO 23.816.000,00 aufgenommen werden.

Die Insolvenz der MS Hammonia Berolina ist kein Einzelfall. Die gesamte Schifffahrtsbranche steckt seit dem Jahr 2008 in einer Dauerkrise. Die Ausschüttungen liegen weit unterhalb der Erwartungen der Fonds-Anbieter und Investoren. Neben den hohen Verlusten müssen Anleger auch damit rechnen, dass Insolvenzverwalter bereits geleistete Ausschüttungen wieder zurück verlangen.

MS Hammonia Berolina – drohende Verjährung von Schadensersatzansprüchen

Grundsätzlich haben Anleger bei Schiffsfonds die Möglichkeit Ansprüche wegen Falschberatung geltend zu machen. Allerdings droht im Falle der MS Hammonia Berolina die zehnjährige Verjährungsfrist. Allen Anlegern kann deshalb nur empfohlen werden, Ihre Ansprüche rechtzeitig vor Ablauf der Verjährungsfrist zu sichern.

HCI MS Hammonia Berolina – Schadensersatz bei Falschberatung

Häufig wurden Anlegern die finanziellen Risiken von Schiffsfonds nicht in der notwendigen Art und Weise dargestellt. Eine anlegergerechte Beratung muss auf die wesentlichen Risiken der Anlage hinweisen. Alle wesentlichen Eigenschaften des empfohlenen Produktes müssen dargestellt werden, wenn sie die Entscheidung des Kunden beeinflussen können. Die Haftung bei einer Falschberatung kann sich aus dem Gesetz, aus vertraglichen Regelungen oder der Rechtsprechung ergeben.

In vielen Fällen wurden Schiffsfonds als sichere Altersvorsorge verkauft. Dies ist im Hinblick auf das Totalverlustrisiko einer Schiffsbeteiligung problematisch. Schiffsfonds sind spekulative Geldanlagen mit einem erheblichen Risikopotenzial. Anlageberater müssen Kunden anleger- und anlagegerecht beraten, d.h. es muss geprüft werden, ob der empfohlene HCI Schiffsfonds MS Hammonia Berolina den wirtschaftlichen Bedürfnissen des beratenen Kunden entspricht. Zu den Risiken zählt neben einer langen Laufzeit auch das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung.

Anleger mussten darüber aufgeklärt worden sein, dass es sich bei Ihrem Investment in die MS Hammonia Berolina um eine unternehmerische Beteiligung handelt. Es hätte darauf hingewiesen werden müssen, dass die Einnahmen des Schiffes nicht sicher vorhersehbar sind. Die gezahlten Charterraten (Mieten) für Containerschiffe sind starken Schwankungen des Marktes ausgesetzt. Das kann erhebliche Folgen für die Rentabilität des Fonds haben.

Herfurtner Rechtsanwälte mit Standorten in Hamburg und München vertreten eine Vielzahl geschädigter Anleger, die ihr Geld in geschlossene Schiffsbeteiligungen investiert haben. Insbesondere bei Schiffsfonds wurde mit vielversprechenden Flyern und Rendite-Versprechungen gearbeitet. In diesen Fällen lässt sich eine Falschberatung und daraus folgende Schadensersatzansprüche oft gut belegen.

Kick-Back-Rechtsprechung bei Schiffsfonds

Die sog. Kick-Back-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) ermöglicht für viele betroffene Anleger Schadensersatzansprüche. In vielen Fällen haben Banken, Sparkassen und Anlageberater über Kick-Backs / Rückvergütungen nach der Zeichnung eines geschlossenen Fonds nicht aufgeklärt.

Der Bundesgerichtshof verlangt seitens der Banken und Sparkassen im Beratungsgespräch eine Aufklärung des Kunden. Diese muss ungefragt erfolgen. Bankberater sind zunächst Verkäufer von Finanzprodukten und haben oft Umsatzvorgaben. Diese Tatsache war vielen Anlegern nicht bewusst.

Wenn Provisionsrückvergütungen nicht offen gelegt werden, kann das beratende Kreditinstitut auf Schadensersatz haften. Gerade bei Beteiligungen an Schiffsfonds bestehen für die Anleger häufig gute Aussichten, Ansprüche auf Schadensersatz geltend machen zu können.

Prospekthaftung bei der MS „Hammonia Berolina“ Schiffahrts GmbH & Co. KG

Die Anwälte der Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner beraten Mandaten auch im Hinblick auf die sog. Prospekthaftung. Diese kann sich aus Fehlern aus dem bei der Beratung übergebenen Prospektes ergeben.

Die Rechtsanwälte der Anwaltskanzlei Herfurtner beraten betroffene Anleger des Schiffsfonds MS Hammonia Berolina. Wir sind insbesondere in den Bereichen Wirtschaftsrecht, Bank– und Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht, Anlegerschutz und Fonds für Mandanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten tätig.

Die Erstanfrage ist kostenfrei.

Links

Prospekt der HCI Hammonia Berolina
Beteiligungsübersicht HCI Capital

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