Widerruf Verbraucherdarlehen – neue BGH-Entscheidungen

Widerruf Verbraucherdarlehen – lukrative Möglichkeit für Verbraucher In den letzten Jahren wurde viel über den Widerruf von Verbraucherdarlehen diskutiert. Dank niedrigen Zinsen ist der Widerruf von alten Darlehensverträgen sehr lukrativ geworden – während alte Verträge oft bis zu 6 Prozent Zinsen pro Jahr vorsahen, sind derzeit sogar Zinsen unter 1 Prozent möglich. Wird ein alter Darlehensvertrag erfolgreich widerrufen und stattdessen ein neuer Vertrag mit einer längeren Zinsbindung abgeschlossen können die Verbraucher oft Ersparnisse im oberen sechsstelligen Bereich erreichen. Diesen Vorteil sollten sich die Verbraucher nicht entgehen lassen. Zahlreiche Verbraucher haben ihre Verbraucherdarlehen widerrufen, jedoch dann keine entgegenkommende Reaktion seitens der Banken oder Sparkassen erfahren. Dann bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen. Viele Verbraucher haben sich jedoch gegen die Erhebung einer Klage entschieden, da sie zuerst ein positives BGH-Urteil abwarten wollten. Widerruf Verbraucherdarlehen – Verbraucher können jetzt klagen Jahrelang haben die Verbraucher auf eine verbindliche und wegweisende [...]

Verbraucherrechte durch BGH gestärkt

Verbraucherrechte in Sachen Darlehen und Vorfälligkeitsentschädigung werden durch Entscheidung des Bundesgerichtshofs gestärkt Bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung müssen eingeräumte Sondertilgungsrechte berücksichtigt werden (Az. XI ZR 388/14). Die Sparkasse oder Bank darf, wenn sie den Darlehensvertrag wegen Zahlungsverzug kündigt, nicht auch noch eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen (Az. XI ZR 103/15). Der für das Bankrecht zuständige Zivilsenat entschied, dass folgende Klausel unwirksam sei. „Zukünftige Sondertilgungsrechte werden im Rahmen vorzeitiger Darlehensvollrückzahlung bei der Berechnung von Vorfälligkeitszinsen nicht berücksichtigt.“

Widerrufsbelehrungen ab 2010 fehlerhaft

Widerrufsbelehrungen ab 2010 fehlerhaft - Urteil des OLG München Das Thema „fehlerhafte Widerrufsbelehrung“ wird Darlehensnehmer, Banken und Gerichte auch in Zukunft weiter beschäftigen. Noch immer ist die Gelegenheit für Verbraucher aufgrund der momentan niedrigen Zinsen günstig, jetzt über einen Widerruf aus Ihrem laufenden Darlehensvertrag auszusteigen. Mit einer Anschlussfinanzierung zu den gegenwärtigen Konditionen können oftmals viele tausende Euro eingespart werden. Bisher standen vor allem Widerrufsbelehrungen aus den Jahren 2002 bis 2009 im Fokus. In diesen Belehrungen fanden sich besonders häufig fehlerhafte Formulierungen. Insbesondere nach verbraucherfreundlichen Urteilen des BGH haben viele Banken ab 2010 deutlich mehr Sorgfalt bei der Erstellung Ihrer Widerrufsbelehrungen walten lassen. Belehrungen ab diesem Zeitpunkt galten bisher nur in Ausnahmefällen als fehlerhaft und somit als unwirksam. Widerrufsbelehrungen ab 2010 fehlerhaft - Nicht jede Bank hat aus ihren Fehlern gelernt Das OLG München musste nun jüngst über die Wirksamkeit einer Widerrufsbelehrung entscheiden, welche von den Sparkassen des ganzen Landes tausendfach [...]

Negativer Marktwert – BGH bestätigt Aufklärungspflicht

Negativer Marktwert - Kunden  müssen über anfänglich negativen Marktwert von Sparkassen und Banken informiert werden. Ist das nicht geschehen, bestehen deshalb grundsätzlich Schadensersatzansprüche. In seinem Swap-Urteil, Az. XI ZR 378/13 vom 28. April 2015, hatte der BGH klargestellt, dass Kreditinstitute, die selbst Vertragspartner eines von Ihnen empfohlenen Swap-Geschäftes sind, über einen anfänglich negativen Marktwert aufklären müssen. Die Aufklärungspflicht des Kreditinstituts über den anfänglichen negativen Marktwert umfasst dabei auch die Information über seine Höhe. Nur bei Kenntnis auch der Höhe des anfänglichen negativen Marktwertes können Bankkunden das eigene wirtschaftliche Interesse der Bank an der Empfehlung des Swap-Vertrages richtig einschätzen. Die Entscheidungsgründe setzen die bisherige BGH-Rechtsprechung zum Thema Swaps und negativer Marktwert stringent fort. BGH, Urteil vom 9. März 2010 – XI ZR 93/09 BGH, Urteil vom 22.Januar 2013 – XI ZR 471/11 BGH, Urteil vom 28. April 2015 - XI ZR 378/13 Negativer Marktwert Aufklärungspflicht - Entscheidungsgründe Swap-Urteil Seit 26.06.2015 liegen [...]