Widerruf Verbraucherdarlehen – neue BGH-Entscheidungen

Widerruf Verbraucherdarlehen – lukrative Möglichkeit für Verbraucher

In den letzten Jahren wurde viel über den Widerruf von Verbraucherdarlehen diskutiert. Dank niedrigen Zinsen ist der Widerruf von alten Darlehensverträgen sehr lukrativ geworden – während alte Verträge oft bis zu 6 Prozent Zinsen pro Jahr vorsahen, sind derzeit sogar Zinsen unter 1 Prozent möglich. Wird ein alter Darlehensvertrag erfolgreich widerrufen und stattdessen ein neuer Vertrag mit einer längeren Zinsbindung abgeschlossen können die Verbraucher oft Ersparnisse im oberen sechsstelligen Bereich erreichen. Diesen Vorteil sollten sich die Verbraucher nicht entgehen lassen.

Zahlreiche Verbraucher haben ihre Verbraucherdarlehen widerrufen, jedoch dann keine entgegenkommende Reaktion seitens der Banken oder Sparkassen erfahren. Dann bleibt ihnen nur noch die Möglichkeit ihre Ansprüche gerichtlich durchzusetzen. Viele Verbraucher haben sich jedoch gegen die Erhebung einer Klage entschieden, da sie zuerst ein positives BGH-Urteil abwarten wollten.

Widerruf Verbraucherdarlehen – Verbraucher können jetzt klagen

Jahrelang haben die Verbraucher auf eine verbindliche und wegweisende Entscheidung des Bundesgerichtshofs gewartet. Doch meistens haben es die Banken und Sparkassen geschafft eine verbraucherfreundliche Entscheidung des BGH zu verhindern, indem sie bei ungünstigem Verfahrensgang einen Vergleich mit den Verbrauchern abschlossen. Nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) in zwei Fällen über Verbraucherdarlehen geurteilt und dabei sehr wichtige Fragen geklärt. In den Urteilen XI ZR 564/15 und  XI ZR 501/15 vom 12. Juli 2016 hat der BGH klargestellt, dass im Falle einer unwirksamen Widerrufsbelehrung der Widerruf auch nach Jahren erfolgen kann. Die Ansprüche der Verbraucher seien nicht wegen Verwirkung oder unzulässiger Rechtsausübung ausgeschlossen.

Widerruf Verbraucherdarlehen – Diese Grundsatzentscheidungen bringen erhebliche Vorteile für betroffene Kreditnehmer. Viele Banken und Sparkassen haben sich nämlich mit der Behauptung verteidigt, die erklärten Widerrufe seien aufgrund Verwirkung und unzulässiger Rechtsausübung ausgeschlossen. Nunmehr können sie diesen Einwand nicht erfolgsversprechend bringen, so dass die Darlehensnehmer sehr gute Erfolgsaussichten vor Gericht haben.

Widerruf Verbraucherkredit – wie hoch sind die Gerichtskosten wirklich?

Viele Darlehensnehmer meiden den Weg zum Gericht, weil sie zu hohe Gerichts- und Anwaltskosten befürchten. In der Tat können im Rahmen von Klagen im Zusammenhang mit dem Widerruf von Verbraucherdarlehen sehr hohe Kosten für Gericht und Rechtsanwalt anfallen. Widerruf Verbraucherdarlehen – Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 12. Januar 2016, XI ZR 366/15, klargestellt, dass für die Berechnung des Streitwerts die gezahlten Tilgungsraten und Zinsen zu addieren sind. In vielen Fällen wird auch die Grundschuld in voller Höhe streitwerterhöhend berücksichtigt. Dadurch kommt ein erheblicher Streitwert zusammen.

Doch die Kosten für Gericht und Anwalt müssen nicht immer hoch sein. Durch die Wahl der richtigen gerichtlichen Vorgehensweise lassen sich die für Gericht und Anwälte anfallenden Kosten oft erheblich reduzieren sowie die Risiken minimieren. Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner haben bereits in hunderten Fällen die Rechte der Kreditnehmer gegenüber Banken erfolgreich durchgesetzt. Besonderes Augenmerk wird auf die schnelle und kostengünstige Durchsetzung der Ansprüche gelegt. Wenden Sie sich bei Fragen rund um Ihren Verbraucherkredit unverbindlich an die Kanzlei Herfurtner. Wir vertreten deutschlandweit Mandanten auf dem Gebiet des Bank- und Kapitalanlagerechts.

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