Anlagebetrug Schweiz – die Schweiz genießt nach wie vor einen guten Ruf als internationales Finanzzentrum, also einem Ort, an dem die Finanzwirtschaft stark ausgeprägt ist und sich viele Marktteilnehmer versammeln.

Diese Seriosität wird zunehmend von Betrügern ausgenutzt, die vorgeben, ihren Sitz in der Schweiz zu haben. Falsche Schweizer Adressen und vermeintliche Schweizer Telefonnummern gaukeln ernsthafte Geschäftsbemühungen vor.

Tatsächlich sitzen viele Unternehmen, die sich einen „Schweizer Anstrich“ geben, jedoch mitnichten in der Schweiz. Viele Anleger mussten bereits die schmerzliche Erfahrung machen, dass sie einem „Anlagebetrug Schweiz“ aufgesessen sind, weil sie den falschen Angaben der Vertragspartner vertraut haben.

Unsere Kanzlei ist Anlaufstelle für geschädigte Investoren, die Anlegerschutz suchen. In den überwiegenden Fällen haben sie im Rahmen von Online Trading beträchtliche Summen verloren. Dabei geben sich die handelnden Akteure einen seriösen Anstrich mit ansprechenden Websites und einer Sprache, die Kompetenz in Sachen Finanzdienstleistung vermitteln soll.

Allerdings führt die Spur vieler Trading-Plattformen nach Osteuropa oder zu verschiedenen Staaten in der Karibik. Ihnen ist oftmals gemein, dass sie von keiner europäischen Aufsichtsbehörde kontrolliert werden und keine Genehmigung für ihre Aktivitäten in Europa besitzen.

Sind Sie durch einen Anlagebetrug aus der Schweiz geschädigt worden? Oder interessiert Sie das Vorgehen der Betrüger oder ganz generell das Online Trading? Dann reden Sie mit einem Rechtsanwalt.

Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner Rechtsanwälte ist mit Büros in Hamburg, Frankfurt am Main und München niedergelassen. Sie wird in Fragen zum Anlegerschutz konsultiert und ist darüber hinaus z. B. im IT-Recht, im Wettbewerbsrecht oder im Kapitalmarktrecht tätig.

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Anlagebetrug Schweiz – mehr Schein als sein

Eine Anschrift in Zürich, eine Telefonnummer mit der Vorwahl der Schweiz, Fotos beeindruckender Immobilien oder von Schweizer Landschaften – Betrüger kennen viele Tricks, um Besuchern ihrer Website eine vertrauensvolle Bühne zu bauen. So kommt es, dass immer mehr Anleger, aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland, Opfer eines Kapitalanlagebetrugs werden.

Ein Anlagebetrug Schweiz beginnt häufig mit einem Telefonanruf, bei dem sich die Anrufer als seriöse Berater ausgeben, die den Angerufenen eine vermeintlich lukrative Anlagechance zu bieten hätten. Die Namen der angeblichen Berater sind häufig frei erfunden.

Wurde diese Art von Telefonaten vor einiger Zeit vorwiegend in Englisch geführt, haben die Betrüger mittlerweile ihr Vorgehen verfeinert und sprechen häufig auch Deutsch bzw. führen die anschließende Korrespondenz auf Deutsch.

Um solide Angebote geht es dabei jedoch nicht. In den meisten Fällen wird dem potenziellen Anleger ein Paket von Aktien namhafter internationaler Unternehmen angeboten. Diese seien für eine kurze Zeit zu besonders günstigen Konditionen erhältlich. Und tatsächlich: Überweist man den Betrügern sein Geld, erhält man kurz darauf die Nachricht, dass sich das Kapital vermehrt habe.

Zu einer Auszahlung des vermeintlichen Gewinns lassen es die „Anlageberater aus der Schweiz“ jedoch nicht kommen. Vielmehr werden weitere, noch größere Gewinne in Aussicht gestellt, wenn man „seinen Einsatz stehen lasse“ und weitere Gelder nachschieße.

Hiermit nimmt ein Teufelskreis seinen Lauf, aus dem der unbedarfte Anleger nicht mehr ausbrechen kann. Denn eine Auszahlung von Gewinnen ist nie geplant, zudem geht meistens die gesamte Einlage verloren, kommt es zum Totalverlust.

Anlagebetrug Schweiz – Risiken identifizieren

Bei der Häufigkeit der Fälle, bei denen es um Anlagebetrug Schweiz geht, kann man sich fragen, weshalb vor allem Anleger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz betroffen sind. Hierfür gibt es zwei Gründe:

Zum einen sehen Betrüger das wirtschaftliche Potenzial und den Wohlstand, der in diesen Ländern anzutreffen ist. Dies führt dazu, dass insbesondere deutschsprachige Europäer ins Visier geraten. Zum anderen sind die Aussichten an den Kapitalmärkten für Investoren derzeit eher trübe.

Aufgrund der aktuellen Niedrigzinspolitik erscheint es vielen Anlegern wenig vorteilhaft, ihr Geld in klassische Finanzprodukte wie Sparpläne oder Festgeld anzulegen. Stattdessen suchen sie nach Möglichkeiten, die mehr Rendite versprechen und stoßen dabei oft auf die Websites von unseriösen Anbietern.

Dort stehen häufig sehr komplexe Produkte im Vordergrund, für die man eine hohe Risikoaffinität und/oder eine tief gehende Beratung benötigt. Meistens handelt es sich dabei um Kryptowährungen, Devisen oder Differenzkontrakte.

Präventive Maßnahmen zum Schutz vor Anlagebetrug

Im Vorfeld einer Investition sollte man bedacht agieren und eine umfassende Prüfung walten lassen. Wer die nachfolgenden Punkte berücksichtigt, kann das eigene Risiko bei einer Geldanlage signifikant mindern und sich vor Betrug schützen:

  • Wird man unaufgefordert von einem vermeintlichen Anlageberater angerufen, der einem Gutes tun will, sollte man aufhorchen. Kaltakquise am Telefon ist der gängige Weg, über den Betrüger mit ihren Opfern in Kontakt treten.
  • Sieht man sich zeitlichem Druck ausgesetzt, weil ein bestimmtes Angebot nur befristet gelte, sollte man davon Abstand nehmen. Auch wenn man auf eine vermeintliche Fabelrendite verzichten muss, sollte man jedes Angebot eingehend und mit der benötigten Zeit überprüfen.
  • In einer globalisierten Welt kann es zwangsläufig dazu kommen, dass der Geschäftspartner im Ausland sitzt. Das allein ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Allerdings sollte man sich dessen gewahr sein, dass die Klärung von Problemen unter diesen Umständen deutlich erschwert wird. Gründe hierfür sind die räumliche Distanz und potenzielle Verständigungsschwierigkeiten.
  • Ohne traumhafte Rendite würde sich kaum ein Anleger zu einem Vertragsabschluss bewegen lassen. Das wissen auch die Anlagebetrüger, weshalb sie oft von enormen Gewinnchancen sprechen, die allerdings jeder Grundlage entbehren. Prinzipiell gilt: Je höher der in Aussicht gestellte Profit, desto höher auch das Risiko.

Anlagebetrug Schweiz – behördliche Warnungen

Die eidgenössische Finanzaufsicht FINMA – das Schweizer Pendant zur BaFin in Deutschland oder zur FMA in Österreich – pflegt eine Warnliste, anhand derer sie interessierte Investoren über aktuelle Entwicklungen zum Thema „Anlagebetrug Schweiz“ informiert.

Auch der Anwaltskanzlei Herfurtner sind zahlreiche Fälle bekannt, bei denen Anleger einem Anlagebetrug aus der Schweiz aufgesessen sind. Einige davon sind Bestandteil der aktuellen Berichterstattung in unserem Blog.

Rechtsberatung im Bank- und Kapitalmarktrecht

Wer beim Trading auf einer Online-Plattform Geld verloren hat, sollte erst einmal weitere Einzahlungen stoppen. Im Weiteren sollte man mit dem Anbieter sprechen und aufklären, welche Ursachen es für den Verlust gab und welche Möglichkeiten zur Zurückerstattung bestehen.

Bleibt man Ihnen eine glaubhafte Auskunft schuldig, können Sie Anlegerschutz suchen und sich an einen Rechtsberater wenden. Bei der Anwaltskanzlei Herfurtner Rechtsanwaltsgesellschaft mbH überprüft man, ob Sie Ansprüche gegen die Trading Plattform geltend machen können und setzt diese auf Wunsch direkt beim Vertragspartner durch.

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