Honorar

Honorar, Vergütung Rechtsanwalt

Das Honorar für die rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt ist ein wesentlicher Aspekt für den Mandanten. Die Vergütung für die Rechtsberatung setzt sich aus verschiedenen Beratungsphasen zusammen und kann auf unterschiedliche Art vereinbart werden. Die Rechtsanwaltskanzlei trifft mit Ihnen eine angemessene, leistungsgerechte und transparente Vergütungsregelung.

Maßgeblich für die Höhe der Anwaltsvergütung ist zum einen das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Hier finden sich die allgemeinen gebührenrechtlichen Vorschriften, außerdem das Vergütungsverzeichnis sowie die einzelnen Gebührentatbestände. Zum anderen gibt es die Vergütungsvereinbarung zwischen Rechtsanwalt und Mandant. Für gerichtliche Verfahren gilt, dass die Vereinbarung die gesetzlichen Gebühren nicht unterschreiten darf.

Honorar für die Erstberatung

Bestandsaufnahme
Die Erstberatung (§ 34 RVG) dient der Bestandsaufnahme, die schriftlich, telefonisch oder im Rahmen eines persönlichen Gesprächs erfolgt. Hierbei klären der Anwalt und seine Mandantschaft die Hintergründe sowie die Rechtslage. Anhand der rechtlichen Problemstellung lässt sich der Aufwand für die weitere rechtliche Beratung identifizieren. In Ausnahmefällen – bei einem einfach gelagerten Sachverhalt – kann die Erstberatung bereits zur Klärung des Anliegens führen.

Abrechnung per Zeithonorar

Transparent nach Aufwand
In der Regel berechnen die Anwälte der Kanzlei Herfurtner ihren Aufwand anhand des in Anspruch genommenen Zeitbudgets. Dieses wird dem Mandanten vor Beginn der Tätigkeiten anhand einer fallbezogenen Prognose mitgeteilt. Die gesetzliche Grundlage für die Abrechnung nach Zeitaufwand ist § 4 RVG.

Für Mandanten ist diese Form des Honorars in vielen Fällen die wirtschaftlichste Alternative. Denn nur der tatsächlich angefallene Zeitaufwand wird in Rechnung gestellt. Anhand einer detaillierten Aufstellung von Dauer und Inhalt der einzelnen Bearbeitungsschritte lässt sich die Zusammensetzung des Honorars zudem transparent nachvollziehen.

Abrechnung per Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Gebührentabelle
Bei gerichtlicher Vertretung ist die Abrechnung gemäß RVG anzuwenden, falls das Zeithonorar die gesetzlichen Gebühren unterschreiten sollte. Im Gesetzestext des RVG finden sich die allgemeinen gebührenrechtlichen Vorschriften, im Vergütungsverzeichnis sind die einzelnen Gebührentatbestände festgehalten. Bei zivil- und verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten berechnen sich die Gebühren nach dem Gegenstandswert.

Mit Streitwert oder Gegenstandswert bezeichnet man den Wert, um den es in der Angelegenheit geht. Handelt es sich beispielsweise um eine Forderung von 5.000 Euro, ist der Gegenstandswert eindeutig. Geht es bei der Auseinandersetzung nicht konkret um Geld, sondern um einen Gegenstand, der sich nicht beziffern lässt, greift zunächst ein sogenannter Regelstreitwert in Höhe von 4.000 Euro.

Abrechnung per Pauschale

Fallbezogen
Es ist ebenfalls möglich, dass sich der Mandant mit seinem Rechtsanwalt auf eine pauschale Vergütung einigt. Dies bringt den Vorteil eines festen Kostenrahmens, da man sowohl die Tätigkeit des Anwalts als auch die Höhe des Honorars bereits im Vorfeld verbindlich vereinbart.

Erfolgshonorar für Rechtsanwälte

Nur in Ausnahmefällen möglich
Aus Sicht des Mandanten kann ein Honorar attraktiv sein, dass sich nach dem Erfolg bemisst, den der Rechtsanwalt erzielt. Laut BRAO (§ 49 b) ist es jedoch nicht zulässig, das Honorar erfolgsbasiert zu berechnen. Bis zum Jahr 2008 war diese Form der Vergütung gar nicht erlaubt, seitdem kann ein Erfolgshonorar unter bestimmten Bedingungen vereinbart werden.

Dies gilt jedoch nur für den Einzelfall und unter strengen Bedingungen. Voraussetzung ist, dass ein Auftraggeber aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse ohne anwältliches Erfolgshonorar keine Möglichkeit hätte, seine Rechte zu verfolgen (§ 4a RVG). Mit anderen Worten: Reicht das eigene Budget für die Anwaltskosten nicht aus und würde man allein aus diesem Grund von einer Beratung Abstand nehmen, darf das Erfolgshonorar herangezogen werden.

Übernahme durch die Gegenseite oder Ihre Rechtsschutzversicherung

Eigene Kosten reduzieren
Sollte es zu einem Rechtsstreit kommen, fallen Kosten an, die gegebenenfalls von der Gegenseite zu tragen sind. Wir informieren Sie zu diesen Details ebenso wie zu den Möglichkeiten einer steuerlichen Berücksichtigung. Besitzen Sie eine Rechtsschutzversicherung, kann Ihre Versicherung für die Prozesskosten oder die Anwaltskosten anteilig oder in Gänze aufkommen. Hierfür ist eine Deckungszusage des Versicherers nötig.

Haben Sie Fragen zum Honorar und zur Rechtsanwaltsvergütung? Dann sprechen Sie uns auf dieses Thema an. Wir stehen Ihnen für diesbezügliche Auskünfte bereits vor der Übertragung des Mandats zur Verfügung.

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