Ayondo ist eine Internetplattform, die Anlegern das Online Trading ermöglicht. Hierfür stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Social Trading und Trading mit CFDs auf der ayondo Markets-Plattform.

Auf der deutschen Website, zu erreichen unter https://www.ayondo.com/de, kann sich der Leser per Klick für die eine oder die andere Variante entscheiden.

Social Trading soll in erster Linie weniger erfahrenen Anlegern eine Möglichkeit bieten, in verschiedene Finanzinstrumente zu investieren. Die Idee: Erfahrene Trader (bei ayondo Social Trading: „Top Trader“) stellen ihre Strategien und ihre Portfolien für jedermann sichtbar zur Verfügung.

Durch Hinzufügen eines „Top Traders“ zum eigenen Konto können Privatanleger (bei ayondo auch „Follower“) dessen Handelssignale automatisch ausführen lassen.

Beim CFD-Handel geht es darum, auf Kursschwankungen von zugrundeliegenden Basiswerten zu setzen. Die Absicht ist es, entweder bei steigenden oder bei fallenden Kursen von eben diesen Schwankungen zu profitieren.

Wegen der charakteristischen Hebelwirkung ist CFD Trading nicht uneingeschränkt zu empfehlen und eignet sich eher für den erfahrenen und/oder risikoaffinen Anleger. Denn Verluste sind nicht selten und sie können sehr hoch ausfallen – bis zum Totalverlust der Einlage.

Beim Anbieter ayondo verlieren 72,5 % der Kleinanlegerkonten Geld beim CFD-Handel (Eigenauskunft, Stand November 2018). Welche Erfahrungen mit ayondo haben Sie gemacht?

Falls Sie beim Trading auf ayondo Geld verloren haben, können Sie sich mit einem Rechtsanwalt austauschen. Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner in München und Hamburg steht Ihnen für ein Erstgespräch zur Verfügung – hier können Sie Kontakt aufnehmen.

Ayondo Erfahrungen

Ayondo wurde im Jahr 2009 gegründet und sieht sich als Spezialist für Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen. Das Unternehmen bezeichnet sich als „FinTech-Holding“ der drei Unternehmen ayondo GmbH, ayondo portfolio management GmbH und ayondo markets Ltd.

Während die ersten beiden in Deutschland niedergelassen sind, befindet sich der Sitz der letztgenannten Gesellschaft in England. Seit März 2018 ist die ayondo Aktie an der Börse in Singapur notiert.

Regulierung, Aufsicht, Unternehmenssitz

Dem Impressum und den FAQ der Website ist zu entnehmen, dass die Social Trading-Dienstleistungen ausschließlich von der ayondo portfolio management GmbH angeboten werden. Sie verfügt über eine BaFin-Erlaubnis zur Erbringung der Finanzportfolioverwaltung.

Die ayondo GmbH ist im Vermittlerregister der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) als vertraglich verbundener Vermittler der ayondo markets Limited eingetragen.

Die ayondo markets Limited wiederum erbringt Trades und Orderausführungen. Sie ist in England und Wales registriert; die Regulierung erfolgt durch die britische FCA (Financial Conduct Authority), von der auch die Zulassung stammt.

Ayondo unterhält Niederlassungen in Deutschland (Frankfurt am Main), Großbritannien (London), Singapur, Schweiz (Zug) und Spanien (Madrid und Barcelona).

Für die Kontaktaufnahme mit dem Anbieter gibt es die Möglichkeit, den Kundenservice telefonisch über eine deutsche Telefonnummer (ayondo Frankfurt) anzusprechen. Schriftliche Anfragen können per E-Mail gestellt werden.

Darüber hinaus kann man den Trading Desk telefonisch erreichen; hierzu werden im Kontaktbereich eine deutsche und eine britische Telefonnummer bereitgestellt. Ayondo News findet man im Bereich „Über uns“ unter „Presse“.

Wie funktioniert ayondo?

Nach erfolgtem ayondo Login gibt es die Möglichkeit, am Social Trading teilzunehmen oder über die eigene Handelsplattform zu traden. Bei beiden Alternativen steht der CFD Handel im Vordergrund. Zu den hier gehandelten Werten zählen Devisen, Rohstoffe, ETFs, Zinssätze/Anleihen und Aktienindizes.

Auf der Homepage der Website kann der User im oberen Bereich entscheiden, ob er mehr über das Social Trading-Angebot oder über die Handelsplattform ayondo markets erfahren will. Direkt darunter zeigt das Unternehmen einen Imagefilm.

Dieser bewirbt das Angebot mit der Entwicklung eigener Technologien, der Implementierung der Social Trading-Funktion sowie diversen Auszeichnungen. Die vermittelte Botschaft: Mit ayondo Geld verdienen ist machbar. Das Video findet sich auch auf Youtube, wo ayondo einen eigenen Channel unterhält, dem ca. 2.000 Abonnenten folgen.

Social Trading

Klickt man auf den Reiter „Social Trading“, gelangt man auf eine neue Seite, welche diese Funktion in drei kurzen Schritten erklärt. Möchte man mit dem Social Trading starten, gelangt man über einen gleichnamigen Button auf die nächste Seite.

Hier hat man die Wahl, ob man als „Follower“ oder als „Top Trader“ agieren möchte bzw. ob man sich für CFD / Spread Betting (nur für Kunden aus Großbritannien und Irland) interessiert. Klickt man auf eine der drei Optionen, wird man zu einem Formular weitergeleitet und kann seine ayondo Anmeldung durchführen.

Man kann sich auf der Social Trading-Seite auch direkt ein eigenes Portfolio zusammenstellen. Klickt man auf diesen Button, gelangt man zu einer neuen Seite, auf der sich mittels „Drag&Drop“ verschiedene Top-Trader ins eigene Portfolio ziehen lassen.

Sobald ein oder mehrere Trader hinzugefügt wurden, kann man sich deren Performance über einen bestimmten Zeitraum darstellen lassen. Zur Auswahl stehen eine Woche, ein Monat, drei Monate, sechs Monate, ein Jahr oder drei Jahre. Die ausgewählte Performance wird anhand eines Graphen nachgezeichnet.

Unterhalb des Graphen befinden sich zwei Buttons. Hier wählt man, ob man das zusammengestellte Portfolio über ein Demokonto bei ayondo oder über ein Livekonto ausführen möchte.

ayondo markets

Über den Menüpunkt „Trading“ gelangt man auf die Unterseite von ayondo markets, der CFD Handelsplattform des Anbieters. Diese wird damit beworben, dass es keine Nachschusspflicht gibt, dass eine – bestimmten Bedingungen unterliegende – kostenlose Zusatzversicherung für Kundengelder existiert und dass umfangreiche grafische Darstellungen in Form von Charts zur Verfügung gestellt werden.

Für die Durchführung des Tradings hat das Unternehmen eine eigene technologische Plattform entwickelt. Diese nennt sich TradeHub® und ist einerseits für Desktop-Trading, andererseits, als ayondo Android App bzw. als Alternative für iOS-Smartphones, für mobiles Trading erhältlich.

Gehandelt werden kann 24 Stunden am Tag, und neben der Nutzung der Trading-Plattform können Orders auch telefonisch erteilt werden. An den Standorten Frankfurt und London wird zudem ein persönlicher Kundenservice angeboten.

Kontoeröffnung

Der Anbieter unterscheidet zwischen einem Demokonto und einem Livekonto. Das Demokonto lässt sich 21 Tage lang nutzen, danach muss man auf ein Livekonto wechseln, wenn man das Angebot weiterhin nutzen möchte.

Die Mindesteinlage für ein Social Trading-Konto beträgt 2.000 EUR. Mit diesem Konto kann man bis zu fünf Top Tradern folgen.

Möchte man auf das Livekonto Geld einzahlen, stehen verschiedene Transfer-Möglichkeiten zur Verfügung. Hierzu gehören Kreditkarte, Banküberweisung und SOFORT Überweisung. Auszahlungen können ebenfalls über das Kreditkartenkonto oder das Bankkonto beantragt werden.

Was kostet ayondo?

Die Konten auf der Plattform sind kostenlos, es gibt keine Kontoführungs- oder Inaktivitätsgebühren. Dennoch entstehen beim Trading auf ayondo Kosten: Der Kunde bezahlt Spreads, Finanzierungskosten, wenn Positionen über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus gehalten werden und Rollover-Kosten.

Ayondo Pro

Neben der Basisversion für Privatanleger werden unter der Bezeichnung „ayondoPRO“ professionelle Anleger angesprochen. Hierfür steht unter https://www.ayondopro.com/de eine separate Website zur Verfügung.

Die kommunizierten Vorteile sind eine teilweise Erstattung der Spreads, hohe Hebel sowie ein persönlicher Kontakt zum Unternehmen.

Zu den im Rahmen des CFD Tradings handelbaren Basiswerten auf ayondoPRO gehören Devisen und Kryptowährungen, Aktien, ETF, Zinssätze und Anleihen, Rohstoffe sowie Indizes.

Um als professioneller Trader zu gelten, muss man zwei von drei Anforderungen erfüllen:

  • Der Wert des eigenen Portfolios beträgt mindestens 500.000 EUR.
  • Man ist/war mindestens ein Jahr beruflich im Finanzsektor tätig und hat dabei Kenntnisse über Hebel-Produkte erlangt.
  • Über einen Zeitraum der letzten 12 Monate wurden je Quartal im Schnitt zehn bedeutende gehebelte Transaktionen durchgeführt.

Für professionelle Trader gilt eine Mindesteinlage von 7.500 EUR.

Fortbildung, Weiterbildung

Ein Themenbereich auf der Website des Anbieters ist mit „Wissen“ überschrieben. In diesem Abschnitt werden verschiedene Services angeboten. Zunächst wird erklärt, was CFDs sind und wie der Handel mit diesem Instrument funktioniert.

Im Bereich „Webinare“ kann man sich über die demnächst anstehenden Kurse informieren und sich zur Teilnahme anmelden. Ebenfalls steht ein Archiv bereit, wo vergangene Webinare in Form von Youtube-Filmen abrufbar sind.

Des Weiteren gibt es ein Glossar – als ayondo Wiki für verschiedene Begriffe aus der Finanzwelt, einen FAQ-Bereich, Benutzerhandbücher für die PC- und die mobile Version der Trading-Software TradeHub® sowie eine Übersicht über wichtige Termine. Im Download-Bereich können eine Broschüre zum CFD Trading und eine Broschüre zum Social Trading heruntergeladen werden.

Werbung, Kundengewinnung

Unter den Online Brokern herrscht große Konkurrenz, weshalb es für die Gewinnung von Neukunden wichtig ist, den eigenen Bekanntheitsgrad bestmöglich zu steigern. Um dies zu erreichen, hat ayondo im Jahr 2015 einen Sponsoringvertrag mit dem damaligen Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt geschlossen.

Darüber hinaus wurde im Jahr 2014 eine Medienpartnerschaft mit SevenVentures begründet, um unter anderem für Fernsehpräsenz auf den Kanälen Sat1 und Pro7 zu sorgen.

Das Unternehmen betreibt darüber hinaus im Rahmen des Affiliate Marketing ein sogenanntes Partnerprogramm. Den angeschlossenen Affiliates (meist spezifische Websites oder Seiten mit großer Reichweite) werden Werbemittel zur Verfügung gestellt, die in den eigenen Internetauftritt eingebunden werden.

Führt diese Werbung dazu, dass ein Neukunde gewonnen wird, erhält der Affiliate für seine Vermittlungsleistung eine Provision.

Ein weiteres von ayondo angebotenes Programm nennt sich „Introducing Broker“. Hierbei werden Empfehlungen, die zur Registrierung eines Neukunden führen, ebenfalls mit einer Provision vergütet.

Die in diesem Beitrag gemachten Angaben, beziehen sich auf den Stand von November 2018.

Risiken im Zusammenhang mit Online Trading

Geld anzulegen funktioniert heute so digital wie viele andere Dinge auch. Der Besuch beim Bankberater ist nicht mehr zwingende Voraussetzung, um eine Investition zu tätigen. Denn schneller und bequemer geht es im Internet auf der Plattform eines Online Brokers.

Diese Bequemlichkeit hat jedoch auch einen Nachteil. Denn während man beim Gespräch mit einem Anlageberater die Risiken eines Investments beleuchten und diskutieren kann, steht im Internet in den allermeisten Fällen kein persönlicher Kontakt als Sparringspartner zur Verfügung.

Dennoch tendieren viele Anleger zu Trading Plattformen. Als Alternative zu ayondo gibt es beispielsweise die Anbieter Oanda, Cortal Consors, Etoro, Plus500, Wikifolio oder Flatex. Als Informationsquelle werden zusätzlich Charting-Plattformen wie beispielsweise Tradingview genutzt.

Wer mit seiner Anlage bei einem Online Broker nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, sollte in erster Instanz mit dem Anbieter Kontakt aufnehmen und die Gründe hierfür beleuchten.

Im Vorfeld kann auch der Austausch mit einem Rechtsanwalt stattfinden. Stößt man bei der Trading-Plattform auf Widerstand, kann die Rechtsanwaltskanzlei die Kommunikation übernehmen und eventuell bestehende Ansprüche direkt beim Unternehmen durchsetzen.