Blue Hill Capitals scheint eine Online Trading-Plattform gewesen zu sein, auf der das Trading mit Devisen (Forex Trading) angeboten wurde. Die Website des Anbieters war zum Betrachtungszeitpunkt nicht mehr abrufbar.

Haben Sie bei Blue Hill Capitals investiert und Geld verloren? Dann können Sie Anlegerschutz suchen und sich an einen Rechtsanwalt wenden, um Ihr Anliegen überprüfen zu lassen.

Die Kanzlei Herfurtner vertritt Mandanten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie wird unter anderem im Kapitalmarktrecht, im Kapitalanlagerecht oder im Wirtschaftsrecht tätig. An den Standorten Hamburg und München stehen die Rechtsanwälte vor Ort für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Wenn Sie mit uns einen Termin vereinbaren und erfahren möchten, welche rechtlichen Maßnahmen sich ergreifen lassen, gelangen Sie hier in unseren Kontaktbereich.

Blue Hill Capitals Warnungen

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA (Financial Conduct Authority) warnt in einer Mitteilung vom 7. Mail 2019 vor dem Anbieter Blue Hill Capitals. Es handle sich dabei um ein nicht zugelassenes Unternehmen, welches unrechtmäßig als Klon eines zugelassenen Unternehmens operiere.

Anleger sollten gewarnt sein, wenn sie von dieser Firma angerufen werden. Denn häufig würden hierbei falsche Informationen vermittelt, indem Details des zugelassenen Unternehmens mit denen des nicht registrierten Unternehmens vermischt würden.

Auch die belgische Aufsichtsbehörde FSMA warnt vor Blue Hill Capitals. Einer Mitteilung vom 3. Dezember 2019 ist zu entnehmen, dass es diesem Anbieter nicht gestattet sei, Wertpapierdienstleistungen in oder aus Belgien heraus anzubieten.

Bei den Aktivitäten von Blue Hill Capitals handle es sich um sogenannten Boiler Room-Scam. Hierbei werden arglose Personen systematisch nacheinander angerufen, um sie zu einem Investment zu bewegen, beispielsweise für Wertpapiere. Tatsächlich gibt es die angebotene Produkte oftmals gar nicht und die Anleger verlieren ihr Geld.

Die FSMA rät dringend davon ab, bei Blue Hill Capitals Geld zu investieren.

Blue Hill Capitals Website

Die Website von Blue Hill Capitals war zum Zeitpunkt der Texterstellung nicht mehr verfügbar. Dennoch finden sich im Internet viele Bewertungen, die den Internetauftritt dieses Anbieters beleuchten.

So sei aufgefallen, dass das Unternehmen für die Kontaktaufnahme eine VoIP-Telefonnummer verwendet habe, mit der sich der Standort verschleiern lasse. Die Telefonnummer habe eine Vorwahl von London, Großbritannien gehabt, allerdings seien in keinem britischen Unternehmensregister Informationen zu Blue Hill Capitals auffindbar gewesen.

Die Mindesteinlage für ein Investment bei Blue Hill Capitals habe 10.000 US-Dollar betragen, zahlbar per Kreditkarte, Skrill oder in Kryptowährungen. Die Zahlungsmethoden hätten es erschwert, Auszahlungen vom Handelskonto vorzunehmen.

Zudem sei man auf eine Affiliate-Seite gestoßen, auf der behauptet wurde, dass Blue Hill Capitals das Eigentum einer von der zyprischen Cysec regulierten FxPro Financial Services Ltd. sei, was sich als Unwahrheit herausgestellt habe.

Insgesamt macht es den Anschein, dass es sich bei Blue Hill Capitals um einen Anbieter gehandelt hat, der bei keiner staatlichen Aufsichtsbehörde registriert gewesen ist. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich das Unternehmen nicht im Besitz der für einen in Geschäftsbetrieb in Europa erforderlichen Lizenzen befand.

Online Trading birgt globale Risiken

Aufgrund der technologischen Entwicklungen können Anleger heute weltweit auf die Suche nach Anbietern von Investment-Optionen gehen. Aufgrund der Anonymität des Internets geht man hierbei allerdings diverse Risiken ein.

Wenn man sein Geld einer Online Trading-Plattform anvertraut, die im Ausland sitzt, ist ein persönliches Gespräch aufgrund der Distanz und eventueller Sprachbarrieren nur mit Aufwand zu realisieren. Ein Vertrauensverhältnis lässt sich so nur schwer aufbauen.

Zudem ist ein fester Ansprechpartner, der die eigenen Risikovorlieben kennt, bei Online Brokern keinesfalls die Regel. Vor allem die vermeintlichen Renditechancen sind es, die Produkte wie Kryptowährungen, Forex Trading (Devisenhandel) oder Differenzkontrakte (CFDs) aus der Sicht eines Anlegers attraktiv erscheinen lassen.

Jedoch sollte man sich umfassend über deren Charakteristika informieren, bevor man sein Geld anlegt. Denn durch die Volatilität der Kurse sowie die Hebelwirkung kann es passieren, dass Anleger ihre Ziele verfehlen und darüber hinaus eventuell sogar ihre gesamte Einlage abschreiben müssen.

Betroffene Anleger sollten handeln

Haben Sie beim Online Trading Geld verloren? Dann sollten Sie sich wehren und versuchen, das eingesetzte Kapital zurückzugewinnen. Hierfür können Sie Anlegerschutz suchen und sich an einen Rechtsanwalt wenden.

In einem ersten Schritt sollte umgehend auf weitere Zahlungen verzichtet werden, auch wenn der Online Broker darum wirbt, auf diese Weise Verluste ausgleichen zu können.

Die Kanzlei Herfurtner sieht sich Ihre Unterlagen an und ermittelt, ob und welche Ansprüche Sie gegebenenfalls gegen Ihren Anbieter geltend machen können. Die Rechtsanwälte vertreten Ihre Interessen direkt bei Ihrem Vertragspartner, auch wenn dieser seinen Sitz im Ausland hat.

Möchten Sie erfahren, welche rechtlichen Maßnahmen sich in Ihrem Fall ergreifen lassen? Dann können Sie mit uns einen Termin vereinbaren. Hier kommen Sie in unseren Kontaktbereich.