Cardano2021-12-02T10:21:29+01:00

Cardano – Kryptowährung mit Risiken

Sie haben wahrscheinlich schon von Bitcoin, Ethereum, Dogecoin und/oder Litecoin gehört. Ein Newcomer hingegen gewinnt immer mehr an Bedeutung und damit an Wert: Cardano und dessen interne Kryptowährung ADA.

Wir erklären Ihnen die Funktion und Nachteile der Bitcoin Alternative, welche möglichen Probleme durch Staking mit ADA auftreten können und welche allgemeinen Risiken Sie im Bereich Kryptowährungen kennen sollten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Cardano und ADA – was ist das?
  2. Cardano-Hype: Was steckt dahinter?
  3. Cardano (ADA) – technische Funktion
  4. Vorteile von Cardano
  5. Nachteile von Cardano
  6. Stichwort: Staking – Besteuerung
  7. ADA und Cardano: 2 rechtliche Empfehlungen

Cardano und ADA – was ist das?

Cardano ist eine Kryptowährung die, ähnlich wie Ether und Bitcoin, auf der Blockchain Technologie basiert. Charles Hoskinson, der Mann hinter dem Cardano-Blockchain-Projekt, rief es 2015 ins Leben.

Wenn es um die Kryptoindustrie geht, ist Hoskinson kein Unbekannter. Anders ausgedrückt: Er ist einer der Köpfe hinter der zweitgrößten digitalen Währung Ethereum, Ether. Die Cardano Foundation befindet sich in Zug (Schweiz) im Crypto Valley.

Das Ziel des Projekts war es, so viele bestehende Blockchain-Probleme wie möglich zu beseitigen. Wenn es darum geht, die Blockchain-Entwicklung voranzutreiben, greift die Cardano Foundation auf ein breites Netzwerk an Wissenschaftlern zurück.

Cardano – der Hype um das Kryptoprojekt

Cardano spielt in der Rangliste der Kryptowährungen neben Bitcoin und Ethereum eine immer größere Rolle. Die Cardano-Münze wird mit den Buchstaben ADA abgekürzt. Zuletzt ist ihr Kurs aufgrund der bevorstehenden Verarbeitung von sogenannten „Smart Contracts“ auf der Cardano-Infrastruktur erneut rasant in die Höhe gegangen.

Die Computerprotokolle fungieren als Emulation von Verträgen und überprüfen gleichzeitig, ob die Verträge eingehalten werden. Smart Contracts können dann beispielsweise zur Automatisierung der Bestellung von Produkten oder der Verwaltung von Urheberrechtslizenzen verwendet werden.

Das Cardano-Upgrade stellt sich als Alternative zu Ethereum und der Smart-Contract-Plattform vor.

Sie erwägen eine Investition in Cardano, Bitcoin, Ether oder eine andere Kryptowährung? Vorab sollten Sie sich über die bestehenden Risiken bewusst sein.

Die Herfurtner Rechtsanwaltsgesellschaft mbH berät Sie umfassend zu allen rechtlichen Fragen im Bereich Kryptowährungen. Insbesondere zu den Gebieten Anlagebetrug, Online-Trading, Bitcoin Betrug, Internetbetrug und Cyberkriminalität.

Die Verwendung von Proof-of-Stake durch Cardano

Der Aufstieg von ADA wird auch durch die Tatsache begünstigt, dass es sich um eine umweltfreundliche Kryptowährung handelt. Cardano basiert auf dem innovativen „Proof-of-Stake“-Ansatz.

Dieser benötigt weniger Computerleistung und damit Energie als die standardmäßige „Proof-of-Work“-Methode, die beispielsweise Bitcoin zugrunde liegt.

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Proof of Stake Anteilsnachweis. Das System beruht darauf, dass sich das Netzwerk darüber einigt, welcher Teilnehmer die Erlaubnis hat, den nächsten Block in der Blockchain zu erstellen. Neben dem Zufallsprinzip spielen bei der Entscheidung auch das Vermögen sowie die Dauer der Teilnehmer eine Rolle.

Damit erübrigt sich das zeit- und energieraubende Mining, welches in den Blockchain-Systemen Ethereum und Bitcoin zum Einsatz kommt. Außerdem bietet Proof-of-Stake einen erheblichen Sicherheitsfaktor im Vergleich zu Proof-of-Work Technologien. Hierbei ist es ausgeschlossen, dass ein Teilnehmer das gesamte Netzwerk ausschließlich aufgrund hervorragender Rechenleistung okkupiert.

Allerdings weist die Proof-of-Stake-Methode auch einen erheblichen Mangel auf: das nothing-at-stake-Problem. Diesem Problem liegt das Risiko zugrunde, dass parallel mehrere Blöcke erzeugt werden.

Damit ist die auf Vertrauen aller Teilnehmer basierende Übereinstimmung bezüglich der korrekten „Chain“ in Gefahr.

Der Alonzo-Patch

Das Alonzo-Update für Cardano wurde um 23:44 UTC am 12. September 2021 in Deutschland veröffentlicht. Im Wesentlichen bedeutet dies, dass Smart Contracts, die eine Art virtueller Vertrag sind, jetzt auf der Blockchain gehandelt werden können.

Wie funktioniert das Mining von Cardano?

Aufgrund des Proof-of-Stake-Designs und nicht des Proof-of-Work-Designs gilt die Cardano-Blockchain als wesentlich umweltfreundlicher als das Bitcoin-Netzwerk. Beim Proof-of-Work-Verfahren werden neue Währungen effektiv durch die Computerleistung des Systems geschürft. Die Miner benötigen dies, um die schwierigen Aufgaben zu erledigen, wie das Hinzufügen neuer Blöcke zur Blockchain oder die Validierung von Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk.

Das Proof-of-Stake-Verfahren hingegen ist nicht auf große Mengen an Computerleistung und Mining-Ausrüstung angewiesen. Als Alternative wird eine Konsensmethode verwendet, bei der man sich auf Personen verlässt, die als „Validatoren“ bekannt sind, d. h. Währungsbesitzer, die Transaktionen und neue Münzen als Teil der Währung genehmigen.

Was sind die Chancen der Bitcoin-Alternative?

Cardano – ein Projekt, angetrieben von Wissenschaftlern in der Schweiz – hat es bereits weit gebracht. So verzeichnet es beispielsweise viele Nutzer in Afrika. Darunter Äthiopien, wo es z.B. im Schulsystem eingesetzt wird.

Welche potenziellen Möglichkeiten für Institutionen, Unternehmen, Behörden aber auch Privatleute eröffnen sich? Und welche Risiken gibt es?

Cardano vs. Bitcoin – Vorteile

Da der Proof-of-Stake-Mechanismus weniger Energie verbraucht als der Proof-of-Work-Ansatz, wird Cardano als umweltfreundlichere Bitcoin-Alternative angesehen. Gleichzeitig ist das System besser skalierbar, so dass es mehr Transaktionen auf einmal verarbeiten kann.

Die Fähigkeit der Cardano-Blockchain, intelligente Verträge abzuwickeln, erhöht ihren Nutzen im Vergleich zu Bitcoin.

Cardano vs. Bitcoin – Nachteile

Zunächst einmal ist Bitcoin die wertvollste Kryptowährung der Welt, nicht nur die älteste. Während Ada eine Marktkapitalisierung von etwa 82 Milliarden Dollar hat, ist die Marktkapitalisierung von Bitcoin mit 16 Billionen Dollar 10 Mal so groß. Infolgedessen ist es wahrscheinlicher, dass Ada extreme Schwankungen in ihrem Verhalten erfährt.

Bitcoin hingegen profitiert von seiner Seltenheit. Das vom Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto festgelegte Limit liegt bei 21 Millionen. Knappheit ist ein natürlicher Preistreiber und macht Bitcoin für Anleger auch als Inflationsschutz interessant. Cardano hat ebenfalls eine Obergrenze von 45 Millionen Ada, obwohl sich dies bisher weit weniger auf den Preis ausgewirkt hat.

Staking und ADA

Privatanleger kennen wahrscheinlich bereits die Grundlagen der Kryptowährungssteuern, zumindest wenn man die Auslegung der Steuerregeln durch die Finanzbeamten betrachtet.

Im Sinne des § 23 EStG wird jede Kryptowährung von den Steuerbehörden als eigenständiges Wirtschaftsgut (EStG) betrachtet.

Folglich liegt ein privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG mit Kryptowährungen vor, wenn der Zeitraum zwischen Erwerb und Veräußerung der Kryptowährung kürzer als ein Jahr ist.

Außerdem muss die 599-Euro-Freigrenze (nicht 600-Euro-Grenze!) überschritten werden, um eine Erstattung zu erhalten. Liegt zwischen Kauf und Verkauf mehr als ein Jahr, ist der Veräußerungsgewinn komplett steuerfrei. 23 EStG beurteilt nach Angaben der Finanzverwaltung jeden Bitcoin-Verkaufsvorgang gesondert nach dem sogenannten First-in-First-out-Verfahren (FiFo).

Bei der Veräußerung von privatisierten Wirtschaftsgütern entsteht ein Veräußerungsgewinn oder -verlust, der sich aus der Differenz zwischen dem Veräußerungspreis und den Anschaffungskosten sowie etwaigen Werbungskosten (z.B. Transaktionsgebühren) ergibt.

Kosten der Veräußerung:

  • Anschaffungspreis +
  • Aufwendungen, die durch den Erhalt von Erträgen entstanden sind

= Entspricht dem Gewinn oder Verlust

Staking: Einsätze von Cardano-Tokens

Gerade in Bezug auf die Besteuerung von Cardano (ADA) kann es einige steuerliche Tücken geben.

Solange Privatanleger Cardano „nur“ besitzen, sollte das Finanzamt davon ausgehen, dass die oben beschriebene Rechtsauffassung zutrifft. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass der Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf von Cardano nach einem Jahr von der Einkommensteuer des Bundes und der Länder befreit ist.

Wird die „Staking Authority“ von Cardano jedoch an einen Staking-Pool delegiert, kann es zu ungewöhnlichen Situationen kommen. Die Staking Rewards, die in ihrer Höhe variieren, werden dem einzelnen Anleger bereits als Gegenleistung für seine Investition gewährt.

Für den einzelnen Anleger dürften die Staking Rewards als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG behandelt werden und damit steuerpflichtig sein.

Diese Einnahmen wären nur dann von der Einkommensteuer befreit, wenn sie im Kalenderjahr weniger als 256 Euro betragen – abzüglich der Werbungskosten wie z.B. Gebühren des jeweiligen Spielgemeinschaftsbetreibers. Bei den 256 Euro handelt es sich ebenfalls um eine Freigrenze, nicht um einen Freibetrag.

Eine mögliche Steuerfalle ist, dass die für den Einsatz verwendeten Cardano von den Finanzbehörden als Einkommen behandelt werden.

Die steuerliche Haltefrist für Cardano, die zum Staking verwendet werden, würde nach diesem Vorschlag von einem Jahr auf zehn Jahre verlängert.

Mit der „Standard“-Konfiguration von Staking laufen Sie Gefahr, in eine weitere Steuerfalle zu tappen. Dies hat zur Folge, dass alle Einsätze automatisch an die Staker zurückgezahlt werden. Auch die steuerliche Aufbewahrungsfrist sollte dadurch von einem Jahr auf zehn Jahre erhöht werden.

2 rechtliche Empfehlungen für die Nutzung von Cardano (ADA)

  1. In Bezug auf Staking sollten Sie regelmäßige Einsätze, insbesondere in größerem Umfang, mit einem mit der Besteuerung von Kryptowährungen vertrauten Anwalt besprechen, um die steuerlichen Folgen zu klären.
  2. Grundsätzlich sollten Sie sich eingehend mit den Gefahren des Handels mit Kryptowährungen und Investitionen in Cardano ADA oder anderen Kryptogeldern vertraut machen.

Dazu gehören unter anderem Scamming-Methoden, gefakte Online Trading Portale, Volatilität von Kryptowährungen und damit mögliche extreme Kursschwankungen, verschiedenste Betrugsmaschen etc.

Unsere Rechtsanwälte beraten Sie gewissenhaft zu allen Rechtsfragen auf diesem Themengebiet.

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Patrick Wilson
Rechtsanwalt / Associate

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