CFD Trading

CFD Trading Anwalt

CFD Trading Strategie – wofür steht die Abkürzung CFD und welche Besonderheiten charakterisieren CFD Trading? CFD ist die Abkürzung für Contract for Difference, zu deutsch: Differenzkontrakt. Einfach gesagt sind CFDs Finanzderivate, die für Anleger hohe Chancen bieten, aber auch spezielle Risiken mit sich bringen.

Insbesondere sind beim CFD Trading der Totalverlust der Einlage sowie die Nachschusspflicht zu nennen. Diese wurde allerdings für Privatinvestoren in Deutschland seit August 2017 durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) verboten. Befassen sollte man sich dennoch mit ihr.

Denn häufig bieten Online Broker beim CFD Handel an, sich als professioneller Anleger registrieren zu lassen, um höhere Gewinnmargen zu genießen. Anders als beim CFD Trading ohne Nachschusspflicht gibt man in diesem Fall den Schutz unter Umständen auf.

Dieser CFD Trading Ratgeber ist geschrieben für

  • Anleger, die mit dem CFD Handel starten wollen,
  • Kunden, die mit CFD-Brokern bereits Erfahrungen gemacht haben und
  • Anleger, die Verluste durch CFD Trading erlitten haben.

Wir empfehlen Ihnen – unabhängig davon, zu welcher Gruppe Sie zählen – diesen Ratgeber zum Thema CFD Trading bis zum Ende zu lesen.

Haben Sie beim CFD Trading Geld verloren? Dann können Sie einem Rechtsanwalt die Situation schildern und besprechen, ob und welche Maßnahmen einzuleiten sind. Die Anwälte der in Hamburg und München ansässigen Kanzlei Herfurtner stehen Ihnen für ein Erstgespräch zur Verfügung. Hier gelangen Sie zur Kontaktaufnahme.

CFD Trading Wiki – Was sind CFDs und wie funktionieren sie?

Contracts for Difference (CFD) wurden in der Vergangenheit hauptsächlich von professionellen Händlern benutzt. Durch diese Differenzgeschäfte sollen zum einen andere Geschäfte gegen Kursschwankungen abgesichert werden. Zum anderen dienen CFDs auch als Spekulationsobjekt.

CFDs werden nicht an der Börse – also außerbörslich – gehandelt. Deshalb unterliegt der Handel einer geringeren Regulierung als beispielsweise der Handel mit Aktien. Zudem bieten einige Händler an, CFD Handel nach Börsenschluss zu betreiben, vor allem wenn es um CFDs auf Währungspaare (Devisen) geht.

Forex und CFD Trading sind, ebenso wie der Handel mit Kryptowährungen, in den letzten Jahren bei Privatanlegern immer beliebter geworden. Dementsprechend hat dieser Umstand dazu geführt, dass man als Trader im Internet viele Anbieter findet, deren Geschäftsmodell das CFD Trading ist.

Dort ist der CFD Handel in der Praxis recht unkompliziert. Denn schon mit dem Anlegen eines Accounts und der Einrichtung eines Kontos inklusive Überweisung der Einlage ist man für den Handel bereit.

In jedem Fall sollten sich Anleger, die CFD Handel lernen wollen oder beim CFD Trading Erfahrung mit Verlusten gemacht haben, aufgrund der hohen Risiken umfassend informieren. Denn anders als beispielsweise bei der Bank, verzichtet man beim Online Trading auf eine gründliche Beratung.

Daher ist eine gründliche Recherche im Vorfeld der Investition zu empfehlen. Grundsätzliches zum Thema erfährt man beispielsweise auch, indem man ein informatives CFD Trading Buch liest. Auch gibt es Foren oder spezielle Bereiche auf den Websites der Online Plattformen, wo Wissen anhand eines CFD Trading Wiki vermittelt wird.

Inhaltsverzeichnis – CFD Trading/CFD Handel Erfahrungen

CFD Trading Erfahrungen – Contracts for Difference

Mit CFDs wird hauptsächlich außerbörslich gehandelt. Das heißt, dass CFD Trading außerhalb des organisierten Marktes (OTC-Handel) stattfindet. Hierbei vereinbaren die Vertragsparteien den Austausch von Wertentwicklung und Erträgen eines Basiswerts gegen Zinszahlungen während der festgelegten Laufzeit.

Der Differenzkontrakt spiegelt daher die gehebelte Kursentwicklung des zu Grunde liegenden Basiswertes. Anders als bei Aktien erwirbt man jedoch keinen Unternehmensanteil, sondern wird lediglich Inhaber einer Forderung. Entsprechend partizipiert man auch nicht an einer eventuellen Ausschüttung von Dividenden.

Der Handel wird direkt mit dem CFD Trading Broker abgewickelt. Dieser bestimmt die An- und Verkaufskurse sowie die Konditionen. Typischerweise ist der Handel beim Day Trading kommissionsfrei, wenn man Positionen innerhalb kurzer Zeit kauft und wieder verkauft.

Verfolgt man eine andere Strategie als Day Trading, können die Positionen auch über Nacht (eine oder mehrere) gehalten werden. Für diese sogenannten „Overnight-Positions“ fallen allerdings Kosten an.

Diese richten sich nach dem Tagesschlusskurs, dem Tagesgeldsatz im Interbankenmarkt sowie dem Euro Over Night Index Average (EONIA). Sie werden täglich berechnet und sollten daher in einer Strategie, die über das Daytrading hinausgeht, berücksichtigt werden.

Market Maker wie z. B. die Commerzbank bieten Anlegern die Möglichkeit, beim CFD Trading mit Aktien, Indizes, Rohstoffen, Edelmetallen, Währungen, Zinsen und Futures zu handeln. Das Angebot besteht häufig aus weit über 1.000 Basiswerten.

Ist CFD Trading legal? BaFin warnt vor nicht lizenzierten Unternehmen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt davor, Geschäfte auf Internet-Handelsplattformen einzugehen, die von nicht lizenzierten Anbietern betrieben werden. Dies betrifft insbesondere folgende Geschäfte:

Was ist CFD Trading?

Differenzkontrakte (CFDs) sind derivative Finanzinstrumente, die der Absicherung gegen eine Kursschwankung dienen. Deshalb kann man das CFD Trading mit einer Wette vergleichen. Gesetzt wird entweder auf steigende oder auf fallende Kurse des Basiswertes. Aufgrund der Hebelwirkung (siehe weiter unten) geht das Risiko bis hin zum Totalverlust des investierten Betrages.

Auch Nachschusspflichten können beim CFD Trading bestehen. Allerdings hat die BaFin in Deutschland für Privatinvestoren Schutzvorrichtungen getroffen. Anbietern wird für diesen Personenkreis die Nachschussforderung untersagt. Entsprechende Produkte dürfen nicht mehr angeboten werden.

Im Nachbarland Belgien ist der Handel mit gehebelten Produkten inklusive CFD Trading aufgrund zahlreicher Verluste in der Vergangenheit mittlerweile komplett verboten worden. CFDs, mit Ausnahme von CFDs auf Futures und definiertem Fälligkeitsdatum, besitzen keine begrenzten Laufzeiten. Sie unterliegen daher keinem Zeitwertverlust.

Rechtsanwalt Patrick Wilson nimmt in folgendem Beitrag zum CFD Trading Stellung: „CFD-Trading: Wer sind die YouTube-Typen, die dich reich machen wollen?“

CFD Trading Werbung mit Methode

Das Video zeigt anschaulich, wie ein Online Broker darauf abzielt, Kunden zu gewinnen, die auf seiner Plattform investieren sollen. Er setzt auf ein Partnerprogramm, das sogenannte Affiliate Marketing.

Hierbei erhalten Vermittler eine Provision, wenn sie der Plattform neue Kunden zuführen. Viele Vermittler verwenden für ihr Angebot Youtube als reichweitenstarke Plattform, um Aufmerksamkeit zu generieren.

Einer der dargestellten Affiliate Partner hat eine eigene Whatsapp-Gruppe gegründet. Er macht für CFD Trading Werbung und preist vermeintliche Gewinne in großer Höhe an.

Das Trading wird dabei als erfolgreiche Methode verkauft, wie man sich in nur wenigen Wochen oder Monaten einen neuen Sportwagen und eine neue Luxusuhr leisten kann. Allerdings kommt im Video auch ein Anleger zu Wort, der sich dazu bekennt, über 30.000 EUR verloren zu haben.

Die Risiken bim CFD Trading sind hoch und sie sind real. Umso bedeutsamer ist es, sich – gerade beim anonymen Online Trading – sehr genau mit der Materie zu beschäftigen und dabei insbesondere den Anbieter zu durchleuchten.

Wie funktioniert CFD Trading?

Beim CFD Trading haben Anleger die Möglichkeit, an Kursbewegungen von Aktien, Indizes, Währungen oder Rohstoffen teilzuhaben. Über einen Differenzkontrakt wird beim CFD Trading mit der Kursdifferenz (Spread) zwischen Ein- und Ausstiegszeitpunkt gehandelt.

Die Zeitspanne zwischen Ein- und Ausstieg kann hierbei sehr kurz sein. Das gilt besonders für Assets, die häufigen und starken Kursschwankungen unterliegen wie beispielsweise Nebenwährungspaare.

Anleger können durch die sogenannte Hebelwirkung besonders profitieren. Die Bezeichnung Hebel kommt aus dem Handel mit Optionsscheinen. Der Hebel – oder auch „Leverage“ – gibt das Verhältnis an, in dem der Optionsschein die Kursbewegung des Basiswertes nachvollzieht (1:x).

Der einfache Hebel errechnet sich durch Division der Kurse. Dieser Wert gibt an, welche Anzahl an Optionsscheinen ein Anleger beim aktuellen Kurs des Basiswerts erwerben kann. Die Höhe des Hebels, also der Leverage-Effekt, ist von Broker zu Broker verschieden und unterscheidet sich zum Teil deutlich voneinander.

Anleger können mit CFDs handeln, die von steigenden Kursen profitieren (Long-CFD). Außerdem gibt es CFDs, die bei fallenden Notierungen des Basiswerts Gewinn abwerfen (Short-CFD). Im Vergleich zum Aktienhandel kann der CFD Handel mit wenig Geld potenziell gewinnbringend sein.

Investoren können alle Kursbewegungen mitmachen und durch den Hebel einen deutlich stärkeren Effekt erzielen. Dies gilt für Gewinne ebenso wie für Verluste.

CFDs und Margin Trading

In der Regel sind Broker für CFDs als Market-Maker zuständig. CFDs werden über den Broker im Rahmen des Margin Trading mit einem Margin-Konto angeboten. CFDs können nicht von einem Broker gekauft und an einen anderen Broker verkauft werden.

Beim Margin Trading muss der Anleger auf seinem Margin Account eine Sicherheit („Margin“) hinterlegen. Die Höhe der jeweiligen Margin hängt von mehreren Faktoren (Risiko, Volatilität) ab und unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter.

Diese Sicherheitsleistung in Form von Geld oder Wertpapieren dient dazu, jederzeit in der Lage zu sein, Verbindlichkeiten zu begleichen, die aus Termin-Positionen entstehen können. Anleger müssen einen bestimmten Prozentsatz eines Trades hinterlegen. Die restliche Position wird fremdfinanziert bzw. gehebelt.

Der Hebel des Brokers führt dazu, dass man das X-fache seiner eigentlichen Einlage zum CFD Trading einsetzen kann. Es wird dem Anleger somit quasi kurzfristig ein Kredit vom Broker eingeräumt. Sowohl Gewinne als auch Verluste werden sofort auf dem Margin Account vermerkt.

Sollte die Margin aufgrund von Verlusten aufgebraucht sein, spricht man vom sogenannten „Margin-Call“. Das bedeutet, dass der Anleger aufgefordert wird, Geld nachzuschießen. Anderenfalls wird die offene Position geschlossen und die Einlage ist verloren.

Hebel im CFD-Trading – große Gewinnchance auch bei kleinen Beträgen?

Hebel durch Fremdfinanzierung, das sieht auf den ersten Blick attraktiv aus. Denn hierdurch werden scheinbar auch Kleinanlegern Möglichkeiten eröffnet, ohne viel Eigenkapital auf dem Handelskonto enorme Gewinne zu verzeichnen.

Hebel beim CFD-Trading – Funktionsweise, Chancen und Risiken

Oft ist auf Trading-Plattformen die Rede von „Leverage-“ oder Hebelprodukten. Was ist dieser Hebel beim CFD Trading und wie berechnet man ihn? Die Antwort ergibt sich aus einem Tabellenwert und dem Margin-Satz. Will man herausfinden, wie groß der Hebel ist, teilt man die Zahl 100 durch die jeweils geleistete Sicherheit (Margin).

So ergibt sich beispielsweise bei einem Margin-Satz von 5 % ein Hebel von 20, bei einem Margin-Satz von 1 % ein Hebel von 100 usw. Ist nun ein hoher Hebel ein guter Hebel? Und gilt: „Je höher der Hebel, desto besser das Geschäft“?

Um diese Frage zu beantworten, muss man sich mit beiden möglichen Szenarien beim CFD Handel auseinandersetzen – mit Gewinnen und mit Verlusten.

Verluste durch hohe Hebel – welchen Schutz erhalten Kleinanleger?

Denn bei gehebelten Trades machen sich Kursänderungen in beide Richtungen viel stärker bemerkbar als ohne Hebel. Die Auswirkungen, gerade im Vergleich zu anderen Anlageformen, sind beim CFD Trading oft dramatisch. Selbst minimale Kursschwankungen können bei einem hohen Hebel dazu führen, dass das gesamte eingesetzte Eigenkapital schlagartig verloren geht.

Darüber klären CFD Broker ihre Kunden vielfach nicht hinreichend auf. Es ist daher äußerste Vorsicht geboten, gerade wenn die Hebelwirkung als großartige Verdienstmöglichkeit im Vordergrund steht. Fragen zu den hiermit verbundenen Risiken sollte der interessierte Anleger in jedem Fall stellen.

ESMA als Regulierungsbehörde

Um die Gefahr solch hoher Verluste gerade für Kleinanleger einzudämmen, griff die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA (European Securities and Markets Authority) ein.

Schon seit geraumer Zeit wurden Beschwerden geschädigter Anleger und Verbraucherschutzorganisationen laut. Erst seit Anfang des Jahres 2018 verfügt die ESMA jedoch über die Kompetenz, Verbots- und Einschränkungsmaßnahmen zum CFD Trading zu erlassen.

Am 27.03.2018 hat die Behörde im Zusammenhang mit der Hebelwirkung eine neue Regel eingeführt, die enorme Auswirkungen nach sich zieht.

Hebel-Reduzierung beim CFD Trading als wichtigster Punkt des ESMA-Beschlusses vom 27.03.2018

Viele Broker und Verbände, unter anderem der Deutsche CFD-Verband, machten anhand von Stellungnahmen ihre Einwände deutlich. Dennoch beschloss die Behörde unter anderem, dass ab dem 01.08.2018 eine Begrenzung für maximal mögliche Hebel beim CFD Trading gelten soll.

Diese Begrenzung wurde mit Beschluss vom 26. September 2018 für eine dreimonatige Periode mit Beginn ab 1. November 2018 erneuert und ab dem 1. Februar 2019 erneut um drei Monate verlängert.

Ausschlaggebend für die erneute Verlängerung war laut ESMA unter anderem die Tatsache, dass „seit Erlass des Beschlusses (EU) 2018/796 keine nationale zuständige Behörde eine eigene nationale Produktinterventionsmaßnahme im Sinne von Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 ergriffen“ hat.

ESMA-Beschluss und seine Folgen: welche Änderungen ergaben sich?

Die größte und am meisten beachtete Änderung betraf die Obergrenze für Hebel beim Handel mit CFDs. Es ergeben sich dadurch die folgenden Kennzahlen:

  • Major-Forex-Paare: maximaler Hebel von 30:1
  • Forex-Paare aus Nebenwährungen: maximaler Hebel von 20:1
  • Große Indizes (DAX, Dow Jones, S&P 500 etc.): maximaler Hebel von 20:1
  • Kleinere Indizes: maximaler Hebel von 10:1
  • Einzelne Aktien: maximaler Hebel von 5:1
  • Gold: maximaler Hebel von 20:1
  • Andere Rohstoffe: maximaler Hebel von 10:1
  • Kryptowährungen: maximaler Hebel von 2:1

Darüber hinaus ergaben sich weitere Änderungen. So wurden etwa Bonuszahlungen der Plattformen als Belohnung für weitere Einzahlungen untersagt. Auch wurde es den CFD Trading Anbietern verboten, die Handelskonten ihrer Kunden ins Minus rutschen zu lassen.

Weiterhin müssen die Broker jetzt offensichtlicher und erkennbarer auf die Gefahren aufmerksam machen, die mit dem CFD Trading verbunden sind. Dies geschieht beispielsweise durch einen prominenten Hinweis auf der Website des Anbieters, aus dem hervorgeht wie viel Prozent der Kunden Verluste beim CFD Trading auf der Plattform erlitten haben.

Regulierung durch die ESMA-Erklärung – Schutz der Kleinanleger oder Beschränkung der Gewinnmöglichkeit?

Zur Begründung führte die ESMA in einer Presserklärung zum CFD Trading wörtlich aus:

„In Verbindung mit dem historischen Zinstief stellen diese Produkte ein verlockendes Angebot für Kleinanleger dar, weil sie hohe Renditen versprechen und auf benutzerfreundlichen Online-Plattformen gehandelt werden können. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass Kleinanleger aufgrund der mit diesen Produkten einhergehenden Risiken und – im Falle von CFD Handel – des überaus großen Hebeleffekts erhebliche Verluste erleiden.“

Die Behörde möchte also dafür sorgen, dass Privatpersonen besser vor Gefahren geschützt werden. Insbesondere geht es um die oft schnell eintretenden, hohen Verluste. Fraglich ist, ob diese Form der Regulierung bei den Anlegern auf Gegenliebe stößt.

Vielfach liest man in Foren und Blogs, dass sich durch die Einschränkung der Hebelwirkung nun nicht mehr so gute Gewinne erzielen lassen. Auch die Trader, die sich des Risikos bewusst sind und verantwortungsvoll mit ihrem Kapital umgehen, werden dabei angeblich benachteiligt.

Es gäbe schließlich auch andere Anlageprodukte mit Totalverlustrisiko und viele andere Broker, deren Produkte ebenfalls mit Hebelwirkungen und Totalverlustrisiko verbunden sind. Diese würden jetzt durch die Regulierung stärkeren Zulauf erhalten. Nicht zuletzt wird beanstandet, dass sämtliche Regulierungen zum CFD Trading zunächst zeitlich begrenzt werden.

Nach Meinung einiger Online-Magazine stellt dies bereits die Glaubwürdigkeit der getroffenen Maßnahmen in Frage.

Traden als professioneller Kunde – legale Umgehung der geänderten CFD Bestimmungen?

Es ist daher wenig verwunderlich, dass viele Anbieter und ihre Kunden nach Auswegen suchen. Es geht darum, mit den gewohnten Gewinnspannen weiter am CFD Trading teilnehmen zu können. Eine Möglichkeit ist, sich als professioneller Trader registrieren zu lassen. Anleitungen hierfür finden sich an verschiedenen Stellen im Internet.

In der Tat hat die ESMA in ihrem Verlängerungsbeschluss (EU) 2019/155 festgestellt, dass die Anzahl der Anleger, die sich auf schriftlichen Antrag als professionell einstufen ließen, im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr deutlich zugenommen hat.

Doch zahlt es sich wirklich aus, wenn private Anleger den Hebel im CFD-Trading nutzen können? Zu beachten ist, dass nicht nur die Trader Vorteile von höheren Gewinnen haben. Es dürften vor allem die Anbieter der Trading Plattformen sein, die befürchten, dass ihre Produkte durch die Einschränkungen der ESMA weniger attraktiv werden.

Denn diese verdienen selbstverständlich mit. Es gilt: Je höher die potenziellen Gewinnchancen, desto größer die Hoffnung auf das schnelle Geld. Und entsprechend mehr Zulauf haben die Online Trading-Plattformen.

Bevor Sie auf den Schutz der Regulierungsbehörde bewusst verzichten, lassen Sie sich im Zweifel durch einen Rechtsanwalt beraten.

CFD Handel – Erfahrung mit Abzocke und Betrug?

Beim CFD-Handel steht jeder Gewinnmöglichkeit ein entsprechendes Risiko gegenüber. Durch eine Verfügung der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) vom 08.05.2017 dürfen Broker Privatkunden beim CFD Trading keine Kontrakte mit Nachschusspflicht anbieten.

Das bedeutet, dass Anleger insofern Schutz genießen, als der Verlust maximal auf die Höhe der Einlage begrenzt wird. Ist diese jedoch aufgebraucht, spricht man vom Totalverlust. Bis zum Eingreifen der BaFin trugen Anleger ein wesentlich höheres CFD Handel Risiko. Denn deutlich mehr als der ursprüngliche Investitionsbetrag konnte innerhalb kürzester Zeit verloren werden.

Das CFD Trading ist aber immer noch nur für diejenigen Anleger geeignet, die ein hohes Risiko in Kauf nehmen wollen. Auch fallen beim CFD Trading Steuern an. Für Erträge aus Kapitalanlagen wendet man die Abgeltungssteuer an, die eine pauschale Besteuerung des Gewinns mit einem Einkommensteuersatz von 25 % vorsieht. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und ggf. die Kirchensteuer.

Sitzt der CFD Trading Anbieter in Deutschland, erfolgt die Abführung der Steuern an das Finanzamt automatisch. Bei ausländischen Anbietern hat die Meldung an das Finanzamt anlässlich der Steuerveranlagung aktiv durch den Anleger zu erfolgen.

CFD Trading Broker Erfahrungen

Besonders beim CFD Trading für Anfänger bzw. CFD Trading für Einsteiger sollte man mehrere Aspekte prüfen. Grundsätzlich ist für den Handel mit Differenzkontrakten ein CFD-Depot bei einem Broker oder einem Kreditinstitut zu eröffnen.

Zunächst sollte man ermitteln, welche CFDs und Basiswerte wie z. B. Aktien und Währungen zur Verfügung stehen. Denn hierin unterscheiden sich die einzelnen CFD Trading Anbieter, wobei das Angebot nicht selten über 1.000 verschiedene Basiswerte unterschiedlicher Risikoklassen umfasst.

CFD Trading Plattformen

Wichtig ist zudem, welche CFD Trading Software zum Einsatz kommt und welche Funktionen diese hat. Praktikabel sind Kurse in Echtzeit und die Möglichkeit, direkt aus dem Chart handeln zu können. Werden diese Optionen angeboten, sollten die vom CFD Broker dafür verlangten Gebühren transparent gestaltet sein. Auch die Gebühren je Transaktion können stark differieren. Die folgenden Fragen gilt es zu beantworten:

  • Welche Haltekosten für Overnight-Positionen bestehen?
  • Welche Mindesteinzahlung ist zu leisten? Bei den Preisen für Spreads für die einzelnen Basiswerte ergeben sich oft Unterschiede bei CFDs auf Futures.
  • Bietet der CFD Broker Funktionen wie z. B. Stopp-Loss-Orders, Limit-Orders, Trailing-Stopps oder Take-Profit-Orders?
  • Welche Maximalhebel werden für das CFD Trading angeboten?
  • Welche Kontotypen stehen zur Verfügung und welche Leistungen verbergen sich dahinter?
  • Wird ein Demokonto für eine CFD Trading Simulation angeboten?
  • Kommt ein CFD Trading Bot für automatisiertes Trading zum Einsatz?
  • Wird der CFD Trading Anbieter tatsächlich reguliert und ist die Regulierung nachvollziehbar?

Im Internet findet man zahlreiche Verweise auf Websites, auf denen Online Broker getestet werden. Die Vergleiche sollte man bei einer Risikobewertung mit einbeziehen. Gleichwohl ist zu beachten, dass viele der Publikationen von den CFD Trading Anbietern selbst unterstützt werden.

Denn häufig finanzieren sich solche Testseiten durch (indirekte) Werbung für Trading-Plattformen. Deshalb ist eine hundertprozentige Objektivität zur Fragestellung „Wer ist bester CFD Trader?“ nicht unbedingt vorauszusetzen.

CFD Trading Tipps – 5 wichtige Hinweise

Für das tägliche CFD Trading sind viele Aspekte wichtig. Dazu gehören die Stabilität der Software, guter Support und die angebotenen Dienstleistungen wie z. B. eine telefonische Ordermöglichkeit.

Viel wichtiger ist allerdings zunächst diese Frage: Ist der jeweilige Anbieter von CFD Trading seriös? Denn es gibt einige schwarze Schafe, die sich in dem stark wachsenden Markt des Online Broking bewegen. Anleger sollten sich diese Fragen beim CFD Trading stellen und beantworten:

  1. Erfolgt die Aufbewahrung von Kundengeldern getrennt vom Geld des CFD-Brokers?
  2. Welche Finanzaufsichtsbehörde überwacht den CFD Trading Anbieter?
  3. Gibt es eine Einlagensicherung und wie hoch ist diese?
  4. Wo befindet sich der Hauptsitz des CFD Brokers?
  5. Gibt es negative Erfahrungen von Kunden?

Betrug durch CFD Broker – Was können Geschädigte tun?

Besteht der Verdacht, dass Kurse manipuliert wurden? Kann es sein, dass betrügerisches Handeln des Plattform-Betreibers vorliegt? Dann stehen Ihnen unsere Anwälte für eine Beratung kurzfristig zur Verfügung.

Anbieter von CFD Trading haben die Verpflichtung, Anleger umfassend über die hohen Risiken zu informieren. Bei einer unzureichenden Beratung oder fehlenden Hinweisen bestehen Schadensersatzansprüche. Auch die Rückabwicklung des Geschäfts kann gefordert werden.

Anleger, die Opfer eines Betruges geworden sind, sollten ihre Möglichkeiten durch einen Anwalt prüfen lassen. In vielen Fällen ist es möglich, bereits getätigte Investitionen zurückzuholen. Die Herfurtner Rechtsanwälte arbeiten eng mit Behörden und Finanzinstituten zusammen.

Wir bieten betroffenen Anlegern und Kunden folgende Dienstleistungen bei Verlusten durch CFD Trading:

  1. Anwaltliches Anspruchsschreiben an CFD Broker

Die Herfurtner Rechtsanwälte machen Ihren Anspruch auf Schadenersatz direkt bei Ihrem CFD Trading Broker geltend. Viele Broker sind zu einer außergerichtlichen Einigung bereit. Denn sie wollen der Einleitung von Ermittlungsverfahren durch Finanzaufsichtsbehörden oder gar Staatsanwaltschaften entgehen. Auf diesem Wege lassen sich regelmäßig Vergleiche mit verschiedenen Anbietern erzielen.

  1. Einschaltung von Polizei und Finanzaufsichtsbehörde

Es existieren deutschlandweit bereits mehrere Sammelverfahren gegen bestimmte Broker bei Polizei und Staatsanwaltschaft. Herfurtner Rechtsanwälte vertreten Geschädigte und stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden.

Staatsanwaltschaften und Finanzaufsichtsbehörden im In- und Ausland können Bankkonten der Betrüger sperren und Vermögenswerte sicherstellen. Europol und Interpol wiederum koordinieren die internationale Zusammenarbeit der Behörden.

  1. VISA, Master Card, American Express – Rückzahlung möglich

Wird die Einlage über eine Zahlung per Kreditkarte geleistet, genießen Geschädigte oft den Schutz ihres Kreditkartenanbieters. Bereits gezahlte Beträge können zurückgebucht werden. Ob die nötigen Voraussetzungen hierfür vorliegen, prüfen die Rechtsanwälte für Sie.

  1. Überweisungen lassen sich nach dem CFD Trading zurückbuchen

In vielen Fällen besteht die Möglichkeit der Rückbuchung einer Banküberweisung. Auch Monate nach der Überweisung konnten die Herfurtner Rechtsanwälte Zahlungen von Mandanten zurückholen. Dabei spielt es keine Rolle, dass die Konten der Broker sich häufig im Ausland befinden.

Rechtliche Situation in Österreich

Nach dem Bundesgesetz zur Verhinderung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Finanzmarkt (FM-GwG) sind seitens der Kredit- und Finanzinstitute in Österreich umfangreiche Pflichten zu erfüllen.

Die Institute sind unter anderem zur permanenten Risikoanalyse verpflichtet. Transaktionen, die verdächtig erscheinen, sind zu überprüfen. Diese Analyse ist für die Aufsichtsbehörde in Österreich, die FMA bereitzuhalten und ggf. zu übermitteln. Auch gegenüber den Kunden bestehen Sorgfaltspflichten.

Gemäß FM-GwG sind die Institute unter bestimmten Voraussetzungen dazu verpflichtet, umfangreiche Informationen zum Zweck der Geschäftsbeziehung einzuholen und Angaben kritisch zu überprüfen.

Zusätzlich zu diesen allgemeinen Sorgfaltspflichten bestehen auch verstärke Sorgfaltspflichten, sofern es sich um eine grenzüberschreitende Korrespondenzbankbeziehung handelt. Sofern die Korrespondenzbanken in Drittländern ansässig sind, müssen entstehende Risiken angemessen beherrscht und gemindert werden.

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„Durch die Kanzlei Herfurtner habe ich meinen kompletten Invest vom Anbieter Binärer Optionen erstattet bekommen. Damit hätte ich nicht gerechnet!!! Die Beratung durch RA Herfurtner davor und auch während des Mandates war super und einwandfrei!! Vielen DANK!!“

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