Finaxis ist eine Plattform für Online Trading, auf der Privatanleger mit verschiedenen Assets traden könnten. Zu diesen zählten Kryptowährungen, Devisen (Forex Trading), Aktien, ETFs oder Rohstoffe. Die deutsche Webpräsenz ist unter der URL https://finaxis.io/de/abrufbar.

Haben Sie bei Finaxis Geld angelegt und möchten über Ihre Erlebnisse sprechen? Oder wollen sich zunächst umfassend über diesen Anbieter oder das Online Trading insgesamt informieren? Dann können Sie den Dialog mit einem Anwalt suchen.

Die in München und Hamburg mit eigenen Niederlassungen vertretene Kanzlei Herfurtner Rechtsanwälte wird von Privatanlegern kontaktiert, die Anlegerschutz suchen. Darüber hinaus sind die Anwälte im Gesellschaftsrecht, im Kapitalmarktrecht oder im Wirtschaftsrecht tätig.

Möchten Sie einen Gesprächstermin mit uns vereinbaren? In diesem Fall nutzen Sie hierfür bitte unseren Kontaktbereich.

Finaxis Erfahrungen

Wer sich mit dem Themenkreis Online Trading beschäftigt, wird bemerken, dass es eine Fülle von Firmen gibt, die sich mit ihren Produkten an Anleger wenden. Um deren Qualität zu ermessen ist es hilfreich, auf die Erfahrungen von Anlegern zurückzugreifen, die dort bereits investiert haben.

Online findet man eine Reihe von Foren oder Blogs, in denen Meinungen zu Trading-Plattformen wie Finaxis veröffentlicht werden. Fragt man sich, ob Finaxis seriös ist und sucht man in diesem Zusammenhang z. B. nach „Finaxis Bewertung“ oder „Finaxis Luxembourg“, finden sich zahlreiche Beiträge, mehrheitlich in englischer Sprache. Das Meinungsbild über Finaxis ist dabei inhomogen.

Die Finanzaufsichtsbehörde von Luxemburg, die Commission de Surveillance du Secteur Financier, kurz CSSF, warnte im vergangenen Jahr zum Thema Finaxis. In einer Mitteilung vom 2. September 2019 heißt es, dass die Behörde die Öffentlichkeit von den Aktivitäten einer Firma namens Finaxis warnt. Diese behaupte, unter der Anschrift 32-36 bd d’Avranches, 1160 Luxembourg ansässig zu sein.

Der CSSF sei das Unternehmen jedoch nicht bekannt. Zudem verfüge der Anbieter nicht über die nötige Autorisierung, um Finanz- oder Investmentdienstleistungen in oder aus Luxemburg heraus zu erbringen.

Unternehmenssitz, Regulierung

Auch auf der eigenen Website einer Online Trading-Plattform finden sich brauchbare Hinweise für den interessierten Anleger. Hier gilt es darauf zu achten, welche Angaben man zum Geschäftssitz und zum Regulierungsstatus findet.

Auf der deutschen Website von Finaxis gibt es kein Impressum. In den Geschäftsbedingungen, die man auf der Website von Finaxis findet, ist zu lesen, dass die Website einer „Gruppe von Unternehmen“ gehöre und von dieser betrieben werde. Nähere Angaben zu den Unternehmen finden sich jedoch nicht, sodass sich beispielsweise die Existenz einer Finaxis AG nicht belegen lässt.

Im Kontaktbereich der Website von Finaxis gibt es ein Formular sowie verschiedene E-Mail-Adressen, um mit Finaxis schriftlich in Kontakt zu treten. Für ein persönliches, telefonisches Gespräch sind hier verschiedene Telefonnummern angegeben. Diese führen, schließt man auf die Vorwahlen, zu Anschlüssen in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien und Russland.

Ob der Broker überhaupt von einer europäischen staatlichen Aufsichtsbehörde beaufsichtigt wird, lässt sich nicht zweifelsfrei beantworten. Denn Indikatoren für eine Registrierung, beispielsweise bei der bundesdeutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) oder der britischen Financial Conduct Authority (FCA), sind nicht zu finden.

Eine Aussage über einen zulässigen Geschäftsbetrieb in der EU, der den Besitz der obligatorischen Zulassungen bedingt, kann daher nicht zweifelsfrei getroffen werden.

Finaxis Internetseite

Auf der Website von Finaxis gibt es einen Abschnitt, der den Hintergründen der Plattform gewidmet ist. Darin heißt es, Finaxis sei von mehreren Fachleuten gegründet worden. Auf der Plattform biete man Dienstleistungen für verschiedene Gruppen von Tradern an, bezogen auf deren Erfahrung.

Kunden profitierten von Transparenz und professionellem Handeln, guten Konditionen und fortschrittlicher Technologie. Die Argumente für das eigene Angebot listet Finaxis in einer Liste auf. Zu diesen zählten unter anderen:

  • breite Palette an handelbaren Assets
  • alle 24 Stunden Analyse des Marktes
  • Gewährung von Boni auf Einzahlungen
  • gebührenfreie Aus- und Einzahlungen
  • persönlicher Kundendienst
  • attraktive Spreads
  • Lernunterlagen gratis

Im Header-Bereich der Website wirbt Finaxis damit, dass man sich „die erste weltweit anerkannte Kryptowährung Libra holen“ solle. Man bezeichnet sich selbst als Broker, der auf die Einhaltung europäischer Standards setze. Für Sicherheit sorge der Umstand, dass die eingezahlten Gelder von Kunden separat verwahrt würden.

Registrierung und verfügbare Konten

Finaxis spricht davon, dass man einen dreistufigen Prozess durchlaufen müsse, um auf der Plattform Gewinne zu machen. Hierzu gehörten die Anmeldung, mit der man Zugriff auf ein Demo- oder ein Live-Konto erhalte. Im nächsten Schritt müsse man Dokumente hochladen, damit Finaxis die Identität überprüfen könne.

Schließlich könne man über den Finaxis Login eine Reihe von Werkzeugen nutzen, um über die Plattform Profite zu generieren.

Insgesamt sechs verschiedene Konten stünden Kunden von Finaxis zur Verfügung:

  • Start: Mindesteinzahlung 250 USD
  • Fortschritt: Mindesteinzahlung 500 USD
  • Neuer Horizont: Mindesteinzahlung 1.000 USD
  • Klassik: Mindesteinzahlung 2.500 USD
  • Investoren-Stärke: Mindesteinzahlung 5.000 USD
  • Finanzist: Mindesteinzahlung 10.000 USD

Für Ein- und Auszahlungen stünden verschiedene Methoden wie Banküberweisung, E-Payment oder Geldtransfer über Kreditkarte bereit. Für jede Finaxis Auszahlung falle eine Gebühr in Höhe von mindestens 25 USD an, in Abhängigkeit der gewählten Auszahlungsmethode. Die Mindestsumme bei Abhebungen betrage 100 USD.

Eingesetzte Technologie bei Finaxis

Wer im Web traden möchte, braucht zu diesem Zweck eine Handelssoftware, die typischerweise von der Trading-Plattform bereitgehalten wird. Dabei kann es sich um eine selberentwickelte Technologie handeln, aber auch um eine Software von Drittanbietern.

Bei Finaxis stehen zwei verschiedene Systeme zur Auswahl. Neben einer Plattform namens Status könnten Kunden von Finaxis Zugang zum Metatrader 4 erhalten. Eigenen Angaben zufolge sei die Software sowohl für die Nutzung auf Computern als auch über mobile Geräte wie Tablets und Smartphones geeignet.

Online Trading ist nicht frei von Risiken

Wer sich für Online Trading interessiert, sollte im Blick haben, dass sich diese Art der Kapitalanlage in einigen Punkten von dem herkömmlichen Weg über eine Kreditanstalt oder einen Anlageberater unterscheidet.

Die Globalisierung hat sichtbare Auswirkungen auf die Finanzbranche. Weltweite Märkte sind einfach zugänglich, außerdem vereinfacht die Digitalisierung den Zugang. Dies führt dazu, dass immer mehr Unternehmen – auch aus dem Ausland – auf den Markt treten, um Anleger für ihre Angebote zu gewinnen.

Jedoch ist das Engagement auf Online-Plattformen nicht für jeden und nicht ohne Einschränkung empfehlenswert. Zum einen sitzen die Firmen oftmals nicht in Deutschland. Neben der eventuellen Sprachbarriere ist nicht immer zweifelsfrei zu festzustellen, ob die Anbieter für eine Geschäftstätigkeit in der EU auch berechtigt sind.

Bei Themen wie Crypto Currencys, Devisenhandel oder Contracts for Difference (CFDs) sollte man sich um eine detaillierte Beratung bemühen, wenn man beabsichtigt, hierin zu investieren. Bei Online Trading-Anbietern ist indes weder die Beratung noch ein spezieller Ansprechpartner die Norm.

Ohne externe Unterstützung kann es vorkommen, dass gerade kaum erfahrene Kunden die Risiken nicht vollständig erfassen oder fehlerhaft einschätzen. Entwickelt sich die Investition dann in die falsche Richtung, wird seitens der Trading Plattform oft vorgeschlagen, weiteres Geld nachzuschießen, um die Fehlbeträge aufzufangen.

Oft bleibt an diesem Punkt der Erfolg aus und der Anleger muss das einbezahlte Kapital abschreiben, unter Umständen sogar bis hin zum Totalverlust.

Verluste beim Online Trading?

Haben Sie auf einer Online Trading-Plattform Geld verloren? Dann sollte im ersten Schritt auf zusätzliche Investitionen verzichtet werden, auch für den Fall, dass diese vom Online Broker verlangt werden. Zudem sollte untersucht werden, aus welchem Grund es zum Verlust kam und welche Handlungsmöglichkeiten sich bieten, das verlorene Kapital wiederzubeschaffen.

Verläuft die Unterredung mit dem Anbieter ergebnislos, kann man sich an einen Anwalt wenden und Anlegerschutz suchen. Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner Rechtsanwaltsgesellschaft mbH stellt fest, welche Ansprüche Sie geltend machen können und setzt Ihre Belange bei Ihrem Vertragspartner durch.

Wollen Sie sich über die Möglichkeiten erkundigen, die unseren Rechtsanwälten zur Verfügung stehen? Dann können Sie sich an uns wenden, indem Sie unseren Kontaktbereich aufsuchen.

Texterstellung: Stand 4.2.2020