Ein Flurstücksnachweis stellt einen amtlichen Auszug aus dem Liegenschaftskataster dar und ist somit ein Katasterauszug im weiteren Sinne. Er bündelt wesentliche Daten aus dem Grundstückskataster, welche in der Praxis für fundierte Entscheidungen erforderlich sind.
Je nach Ausführung beinhaltet der Nachweis neben der kartografischen Darstellung auch beschreibende Angaben zum jeweiligen Flurstück.
Eine klare Abgrenzung ist bedeutsam: Die Liegenschaftskarte, auch Flurkarte genannt, verdeutlicht Grenzen und Lage des Grundstücks visuell.
Im Gegensatz dazu beschreibt ein Flurstücksnachweis oder Katasternachweis das Flurstück anhand von Eckdaten.
Ein Eigentumsnachweis kann darüber hinaus personenbezogene Informationen umfassen. Die Wahl der passenden Unterlage richtet sich stets nach dem Verwendungszweck und den Anforderungen der anfragenden Institution.
Typische Anlässe für die Beantragung sind Bauvorhaben, Finanzierungen durch Kreditinstitute, Grundstücksaufteilungen oder Verkaufstransaktionen.
In diesen Fällen gewinnt die Aktualität der Daten an Bedeutung, da das Liegenschaftskataster fortlaufend aktualisiert wird. Kreditinstitute verlangen häufig Nachweise, die nicht älter als etwa sechs Wochen sind, um die Verlässlichkeit sicherzustellen.
Die Möglichkeit einer Online-Beantragung erleichtert den Ablauf sinnvoll, beispielsweise durch die digitale Bereitstellung der Dokumente als PDF im Nutzerkonto, abhängig vom genutzten Portal.
Gleichzeitig versenden Behörden Unterlagen mit personenbezogenen Daten teilweise weiterhin in Papierform per Post.
Die gezielte Anforderung des passenden Katasternachweises aus dem Grundstückskataster minimiert Rückfragen und verringert dadurch Verzögerungen bei der Bearbeitung.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der Flurstücksnachweis ist ein amtlicher Auszug aus dem Liegenschaftskataster.
- Die Liegenschaftskarte zeigt die Lage; der Katasternachweis liefert beschreibende Daten.
- Für Bau, Verkauf oder Finanzierung wird oft ein aktueller Nachweis verlangt.
- Änderungen im Grundstückskataster sind jederzeit möglich, daher zählt das Ausstellungsdatum.
- Online-Anträge ermöglichen häufig eine schnelle digitale Bereitstellung als PDF.
- Bei personenbezogenen Angaben ist eine postalische Zustellung durch Behörden möglich.
Was ist ein Flurstücksnachweis?

Ein Flurstücksnachweis ist ein amtlicher Auszug, der ein Flurstück eindeutig beschreibt. Er stammt aus dem Liegenschaftskataster und dient dazu, Lage, Größe und Nutzung nachvollziehbar zuzuordnen.
Für die schnelle Orientierung wird er häufig zusammen mit einer Flurkarte oder als ergänzender Lageplan genutzt.
Wichtig ist die Abgrenzung: Während die Flurkarte die Darstellung liefert, enthält der Flurstücksnachweis vor allem die beschreibenden Angaben. Je nach Umfang kann er auch als Flurstücks- und Eigentumsnachweis ausgegeben werden.
Dann kommen zusätzlich Informationen zu Eigentümerverhältnissen hinzu.
Definition und Bedeutung
Im Liegenschaftskataster werden Flurstücke und Gebäude flächendeckend geführt, sowohl in beschreibender Form als auch in der Karte. Der Flurstücksnachweis bündelt dabei Kerndaten, die für Entscheidungen im Alltag oft entscheidend sind.
Dazu gehören die Lagebezeichnung, die Flächengröße in Quadratmetern und die im Kataster geführte tatsächliche Nutzung.
- genaue Lagebezeichnung, meist mit Straße und allen betroffenen Hausnummern
- Flächengröße (m²) und katasterliche Nutzungsarten, auch mehrfach pro Flurstück möglich
- ggf. Angaben zu Gebäuden, etwa zur Funktion bei Gewerbe oder Wirtschaft
Bei land- oder forstwirtschaftlichen Flächen kann ein Flurstücksnachweis mit Bodenschätzung hinzukommen, sofern eine Bodenschätzung vorliegt. Das ist kein Bodenrichtwert, sondern eine Dokumentation von Bodenmerkmalen wie Bodenart und Bodenzahl.
Für die Einordnung vor Ort kann zusätzlich ein Lageplan sinnvoll sein, etwa bei unübersichtlichen Zuschnitten.
Anwendung im Grundstücksrecht
Im Grundstücksrecht ergänzen Katasterunterlagen das rechtliche Bild, ersetzen es aber nicht. Das Liegenschaftskataster dokumentiert Grenzen und Flächenverläufe, während das Grundbuch Eigentum sowie Rechte und Belastungen ausweist.
In der Praxis werden Flurstücksnachweis, Flurkarte und Lageplan deshalb oft gemeinsam herangezogen, um Lage und Abgrenzung eines Grundstücks sicher zu verstehen.
Das ist besonders relevant, wenn Unterlagen für Verkauf, Finanzierung oder Bauvorhaben zusammengestellt werden. Auch bei Grenzfragen hilft die katasterliche Darstellung, weil sie die Zuordnung von Flächen und Nutzungsarten strukturiert nachvollziehbar macht.
Wer die Angaben prüft, erkennt schneller, ob beschreibender Auszug und Karte zueinander passen.
Die Vorteile eines Online-Antrags

Ein Online-Antrag für amtliche Grundstücksunterlagen eignet sich besonders für knappe Zeitfenster im Alltag. Häufig lässt sich der Vorgang direkt an das zuständige Kataster- oder Vermessungsamt übermitteln. Dadurch werden Medienbrüche reduziert und die Zuordnung erleichtert.
Dies ist etwa hilfreich, wenn Angaben zur Flurstücksvermessung abgeglichen werden müssen.
Zeitersparnis und Effizienz
Digital eingereichte Anträge lassen sich oft schneller erfassen und intern weiterleiten. Das ist nützlich, wenn Fristen wegen Finanzierung, Kaufvertrag oder Bauantrag eingehalten werden müssen. Rückfragen können auf diesem Weg zügig geklärt werden.
Die Nachverfolgung wird transparenter, weil Bearbeitungsstände im Nutzerbereich angezeigt oder gebündelt kommuniziert werden. Zudem stehen je nach Landesverfahren Auszüge als PDF bereit. Diese lassen sich, soweit datenschutzrechtlich zulässig, an Banken, Architekten oder Sachverständige weitergeben.
Benötigt das Vermessungsamt ergänzende Angaben zur Flurstücksvermessung, können diese meist ohne erneuten Postlauf nachgereicht werden.
Einfache Antragsstellung
Viele Portale ermöglichen die Suche über Adresse oder Flurstücksnummer. Maßstabsgetreue Kartendarstellungen zeigen Flurstücksgrenzen und vermitteln erste Hinweise zu Zuschnitt und Lage. Für eine Orientierung genügt oft ein digitaler Kartenauszug.
Erst danach erfolgt beim Katasteramt die Beantragung eines formellen Nachweises. Für eine saubere Antragstellung empfiehlt sich eine kurze Checkliste:
- Adresse oder Flurstücksnummer bereithalten, um die Recherche eindeutig zu starten.
- Prüfen, ob Angaben aus einer Flurstücksvermessung betroffen sind, etwa bei Grenzfragen.
- Bei Rückfragen die zuständige Stelle (Katasteramt oder Vermessungsamt) gezielt benennen, damit die Zuordnung ohne Umwege erfolgt.
Voraussetzungen für die Beantragung
Für einen passgenauen Antrag sollten die Kerndaten von Anfang an stimmen. Im Alltag gilt: Je genauer die Angaben zum Flurstück sind, desto schneller lässt sich der passende Auszug aus dem Liegenschaftskataster finden.
Wichtig ist auch, welchen Katasternachweis Sie benötigen. Ein einfacher Kartenauszug folgt oft anderen Regeln als ein Auszug mit personenbezogenen Angaben. Diese Unterscheidung beeinflusst die Prüfung durch die zuständige Stelle.
Benötigte Unterlagen
Zentral ist die Flurstücksnummer. Sie ist der Schlüssel zur eindeutigen Zuordnung im Liegenschaftskataster. Ergänzend helfen Gemeinde oder Ort, damit das richtige Flurstück sicher getroffen wird.
- Flurstücksnummer sowie Gemeinde/Ort, bei Bedarf auch Flur und Gemarkung
- Angabe, welcher Katasternachweis gewünscht ist (z. B. Liegenschaftskarte oder Bestandsauszug)
- Festlegung von Kartenausschnitt und Maßstab (häufig zwischen 1:500 und 1:5000), da Format und Umfang den Aufwand beeinflussen können
Die Gemarkung ist eine wichtige Ordnungseinheit im Grundstückskataster. Sie umfasst in der Regel mehrere Fluren. Sie unterstützt die korrekte Zuordnung, gerade in Bereichen mit ähnlichen Straßennamen oder dichter Bebauung.
Identitätsverifizierung
Bei Auszügen ohne Eigentümerdaten ist meist keine aufwendige Prüfung erforderlich. In vielen Fällen reicht die eindeutige Bezeichnung des Flurstücks aus. Der Zugriff auf reine Kartendarstellungen wird datenschutzrechtlich anders bewertet.
Sobald ein Katasternachweis Eigentümerangaben enthält, rückt das berechtigte Interesse in den Vordergrund. Es wird weniger die technische Identitätsverifizierung geprüft als die Zulässigkeit der Datenübermittlung. Aus Datenschutzgründen erfolgt die Zustellung entsprechender Unterlagen häufig ausschließlich postalisch.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Beantragung
Wer einen Auszug benötigt, sollte zunächst klären, welchem Zweck er dient. Je nach Verfahren genügt eine Flurkarte als Übersicht.
In anderen Fällen wird ein detaillierter Nachweis erforderlich. Grundlage ist stets das Liegenschaftskataster, das beim zuständigen Vermessungsamt geführt wird.
Online-Antrag ausfüllen
Im Portal wählen Antragsteller zuerst die passende Auszugsart aus dem Liegenschaftskataster, zum Beispiel Flurkarte, Flurstücksnachweis oder Bestandsnachweis. Anschließend werden die Suchangaben eingegeben: Adresse oder Flurstücksnummer.
Oft ergänzend ist die Angabe von Gemeinde und Gemarkung notwendig. Für kartografische Darstellungen empfiehlt es sich, den Kartenausschnitt oder den Maßstab passend zum Vorhaben festzulegen.
- Adresse eignet sich, wenn die Flurstücksnummer nicht vorliegt.
- Flurstücksnummer ist präziser, vor allem bei größeren Grundstücken.
Einreichung der Unterlagen
Bei Auszügen mit personenbezogenen Daten verlangt das Vermessungsamt regelmäßig einen Nachweis des berechtigten Interesses.
Dies gilt insbesondere, wenn Eigentümerangaben betroffen sind und die Daten aus dem Liegenschaftskataster geprüft werden. Bezieht sich der Antrag nur auf eine Flurkarte ohne Eigentümerdaten, ist ein solcher Nachweis häufig nicht erforderlich.
Bei größeren Liegenschaften mit mehreren Flurstücken kann ein Bestandsnachweis von Vorteil sein. Er bündelt die zugehörigen Flurstücke in einem Dokument und verhindert unnötige Mehrfachanträge.
Bestätigung des Antrags
Nach dem Absenden des Antrags erhalten Antragsteller in der Regel eine Eingangsbestätigung oder eine Statusinformation. Je nach Auszugsart wird das Ergebnis digital bereitgestellt, meist als PDF.
Wenn der Antrag datenschutzsensible Inhalte enthält, erfolgt die Zustellung oft per Post. Im Baukontext wird neben der Flurkarte häufig ein amtlicher Lageplan benötigt.
Die Flurkarte dient dabei als Grundlage. Der Lageplan ergänzt projektbezogene Details, beispielsweise für Grenzverläufe und Bemaßungen.
Bearbeitungszeit und Kosten
Die Geschwindigkeit, mit der ein Flurstücksnachweis bereitsteht, sowie die anfallenden Gebühren hängen maßgeblich von der zuständigen Behörde und der gewünschten Ausfertigung ab. Ein einfacher Katasterauszug zur Orientierung ist meist schnell erhältlich.
Amtlich verwendbare Katasternachweise durchlaufen hingegen in der Praxis oft mehrere Prüfschritte, die den Prozess verlängern.
Der Kommunikationsweg beeinflusst ebenfalls die Laufzeit. Digitale Verfahren verkürzen häufig die Bearbeitungsdauer, wohingegen Postversand und Rückfragen seitens des Katasteramts zusätzliche Tage beanspruchen können.
Übliche Bearbeitungszeiten
Online beantragte Unterlagen werden vielfach innerhalb weniger Tage bereitgestellt. Entscheidend sind jedoch die Auslastung der Behörde, technische Schnittstellen und etwaige Nachprüfungen der Angaben.
Bei postalischer Einreichung oder Wunsch nach Ausfertigung per Brief verlängert sich die Bearbeitungszeit oft. Unklarheiten in Flurstücksangaben führen zudem häufig zu Rückfragen des Katasteramts vor der Herausgabe.
Kosten und Gebühren
Die Gebühren variieren bundeslandspezifisch und richten sich nach Art des Dokuments sowie Umfang des Kartenausschnitts. So können die Kosten eines Katasterauszugs erheblich schwanken.
- Liegenschaftskarte (Flurkarte/Katasterkarte/Katasterplan): meist ca. 10–60 € pro Karte
- Flurstücks- und Eigentümernachweis: typischerweise ca. 8–12 € pro Flurstück
- Bestandsnachweis: meist ca. 15–35 € pro Liegenschaft
Ein Bestandsnachweis ist bei mehreren Flurstücken oft wirtschaftlicher. Er bündelt die Flächen einer zusammenhängenden Liegenschaft eines Eigentümers, sodass ein einzelner Katasternachweis günstiger als mehrere Einzelnachweise ist.
Zu beachten ist die Unterscheidung zwischen Einsehen und amtlich Verwenden. Digitale Kartenansichten genügen zur ersten Orientierung.
Für Bauanträge, Finanzierungen oder notarielle Vorgänge ist hingegen regelmäßig ein kostenpflichtiger, offiziell ausgefertigter Katasterauszug vom Katasteramt erforderlich.
Wo kann man den Flurstücksnachweis beantragen?
Für einen Flurstücksnachweis kommen je nach Bundesland digitale und klassische Wege in Betracht. Maßgeblich ist, welche Stelle den amtlichen Auszug aus dem Liegenschaftskataster führt und in welcher Form Unterlagen übermittelt werden dürfen.
Das Grundstückskataster spielt dabei ebenfalls eine Rolle, da Karten- und Nachweisdaten häufig separat bereitgestellt werden.
Online-Portale
In vielen Bundesländern ermöglichen Geodatenportale die digitale Einsicht in die Automatisierte Liegenschaftskarte (ALK). So wird in Baden-Württemberg oft das Geoportal Baden-Württemberg genutzt.
In Bayern stellt das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Zugriff auf aktuelle Kartendaten bereit. Diese Portale eignen sich vor allem für eine erste Vorprüfung vor der Bestellung eines formellen Nachweises.
- Suche über Adresse oder Flurstücksnummer, teils mit Kartenansicht in verschiedenen Maßstäben
- Darstellung von Grenzen, Bebauung und Nutzungsarten zur schnellen Einordnung
- Exportmöglichkeiten, etwa als Bildschirmansicht oder PDF, je nach Portal und Freigabe
Bei Auszügen mit personenbezogenen Angaben gelten in vielen Fällen strengere Datenschutzregeln. Behörden entscheiden meist, ob eine digitale Übermittlung zulässig ist oder ob der Versand aus Datenschutzgründen anders erfolgen muss.
Alternative Antragsstellen
Traditionell erfolgt die Beantragung über das zuständige Vermessungs- oder Katasteramt der Gemeinde oder des Landkreises. In der Regel genügt ein formloser Antrag, oft nach telefonischer Anmeldung.
Dieser Antrag wird je nach Behörde per E-Mail, Post oder durch persönliche Vorsprache eingereicht. Dabei lassen sich auch Rückfragen zur Zuständigkeit und zum erforderlichen Nachweistyp klären.
Die Übermittlung der Dokumente variiert: Liegenschaftskarten werden teilweise als PDF bereitgestellt, Eigentümer- und Bestandsnachweise aus dem Liegenschaftskataster hingegen oft nur per Post.
Wichtig ist die Abgrenzung: Dienstleister können den Ablauf koordinieren. Der amtliche Auszug aus dem Grundstückskataster bleibt jedoch an die zuständige Behörde gebunden.
Häufige Fragen zum Flurstücksnachweis
Rund um den Flurstücksnachweis entstehen oft ähnliche Fragen, insbesondere wenn Unterlagen für Verkauf, Finanzierung oder Bauantrag benötigt werden. Die Angaben zur Fläche müssen eindeutig sein. Es ist wichtig, dass sie mit den Daten im Kataster übereinstimmen. Eine aktuelle Ausfertigung ist hilfreich, da Fortführungen im Bestand möglich sind.
Wie finde ich mein Flurstück?
Der sicherste Ausgangspunkt zur Suche ist die Flurstücksnummer. Diese Nummer befindet sich häufig in Grundbuchunterlagen, Kaufverträgen oder älteren Auszügen aus der Verwaltung. Außerdem erleichtert die Angabe von Gemeinde und Ortsteil die Suche. Ohne diese Angaben können Gemarkung und Flur leicht verwechselt werden.
Zur schnellen Orientierung empfiehlt sich ein Blick in die Flurkarte. Dort werden Flure und Flurstücke maßstabsgetreu dargestellt, oftmals mit Straßen- und Hausnummern zur Orientierung. Der Maßstab variiert je nach Zweck zwischen 1:500 und 1:5000. Dies beeinflusst, wie detailreich Grenzen und Nachbarflächen gezeigt werden.
- Flurstücksnummer mit Gemarkung und Flur notieren
- Adresse überprüfen, wenn mehrere ähnliche Grundstücke in der Nähe liegen
- Kartenbild mit Nachbarflächen vergleichen, bevor ein Antrag eingereicht wird
Was tun bei Problemen?
Ist die Flurstücksnummer unklar oder passt der Kartenausschnitt nicht, ist eine Rückfrage beim zuständigen Kataster- oder Vermessungsamt ratsam. Dort kann die Zuordnung anhand von Gemarkung, Flur und historischen Änderungen überprüft werden. Bei Nachweisen mit Eigentümerangaben können zudem datenschutzrechtliche Fragen auftreten. In diesen Fällen wird häufig ein berechtigtes Interesse verlangt.
Für Bauvorhaben genügt eine Flurkarte nicht immer. Wird eine detailliertere Übersicht benötigt, ist ein amtlicher Lageplan sinnvoll. Dieser ist für Behörden besser lesbar und reduziert Rückfragen. Wer gleichzeitig mietrechtliche Umbauten plant, findet ergänzende Informationen unter Mietereinbau.
Bei zeitkritischen Vorgängen sollte der Flurstücksnachweis möglichst aktuell sein. Kreditinstitute und Behörden verlangen meist Unterlagen, die nur wenige Wochen alt sind. Dies gilt besonders, wenn zwischen Antragstellung und Termin Vermessungen, Teilungen oder Berichtigungen durchgeführt wurden.
Kontaktieren Sie uns bei Fragen zu diesem Thema
Wenn Angaben fehlen oder Unterlagen unklar sind, spart eine kurze Rückfrage oft Zeit. Das gilt besonders, wenn ein Katasternachweis für Kauf, Finanzierung oder einen Bauantrag benötigt wird. Auch die Zuständigkeit zwischen Katasteramt und Vermessungsamt lässt sich so frühzeitig klären.
Kundendienst und Support
Der Support hilft bei der Auswahl des passenden Auszugs, etwa Liegenschaftskarte, Flurstücksnachweis oder Bestandsnachweis. Zudem kann geprüft werden, ob ein berechtigtes Interesse für Eigentümerdaten vorliegt. Dabei werden die üblichen Nachweise erläutert. Bei Anträgen an das Katasteramt sind korrekte Basisdaten entscheidend.
Für eine Plausibilitätsprüfung sind folgende Angaben besonders relevant:
- Flurstücksnummer sowie Gemeinde und Gemarkung
- gewünschter Maßstab oder Kartenausschnitt
- Verwendungszweck, etwa Bank, Bausparkasse oder Bauamt
Zur datenschutzkonformen Übermittlung gibt es ebenfalls Hinweise. Beispielsweise, ob ein PDF ausreichend ist oder ob der Postversand sinnvoller erscheint. Wird eine amtliche Ausfertigung oder Beglaubigung verlangt, kann das Vermessungsamt oft die Anforderungen einordnen.
Öffnungszeiten und Erreichbarkeit
Je nach Anliegen ist ein unterschiedlicher Kontaktweg zweckmäßig. Schriftliche Anfragen eignen sich, wenn Belege, Aktenzeichen oder Unterlagen zum Katasternachweis beigefügt werden sollen. Telefonisch lässt sich oft schnell klären, welche Stelle zuständig ist, welcher Kartenausschnitt passt und welcher Gebührenrahmen gilt.
Eine persönliche Vorsprache ist sinnvoll, wenn Flur und Flurstück nicht eindeutig zugeordnet sind oder mehrere Grundstücksteile betroffen sind. Bei Auszügen mit personenbezogenen Daten verlaufen zusätzliche Prüfschritte. Frühzeitiger Kontakt mit Katasteramt oder Vermessungsamt kann Verzögerungen verhindern, insbesondere wenn Fristen im Kaufvertrag oder in der Finanzierung einzuhalten sind.
Weitere nützliche Ressourcen und Informationen
Für eine gesicherte Einordnung empfiehlt sich der Blick in amtliche Quellen, die verlässliche Informationen zur Flurstücksvermessung bieten. Das Liegenschaftskataster und das Grundstückskataster werden, abhängig vom Bundesland, über Geodatenportale zugänglich gemacht.
Oft genügt zur ersten Prüfung die digitale Kartenansicht. Für amtliche Ausfertigungen mit Verwendungszweck ist jedoch die zuständige Vermessungs- oder Katasterbehörde verantwortlich.
Wer ist zuständig? Offizielle Landesportale, wie das Geoportal Baden-Württemberg, oder in Bayern das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, bieten Orientierungshilfen. Diese Stellen stellen ALKIS-nahe Darstellungen bereit, die Flurstücke, Grenzen und Nutzungsarten präzise abbilden.
Bei spezifischen Fragen zur Flurstücksvermessung beraten die zuständigen Kataster- und Vermessungsstellen hinsichtlich Verfahren, Gebühren und Anforderungen.
Links zu offiziellen Stellen
Zusätzlich können je nach Projekt weitere Dokumente notwendig sein. Ein Grundbuchauszug klärt Fragen des Eigentums sowie bestehender Belastungen. Im Bauverfahren wird häufig ein amtlicher Lageplan verlangt.
Die Flurkarte aus dem Liegenschaftskataster dient als wichtige Grundlage für Bewertungen, Planungen und Finanzierungen.
Literaturhinweise und Studien
Zum besseren Verständnis empfehlen sich Werke zur Systematik und zum Datenmodell des Liegenschaftskatasters, zur Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK/ALKIS) und zur Nutzungskategorisierung.
Es ist wesentlich, die Bodenschätzung, welche die Bodeneigenschaften beschreibt, von den Bodenrichtwerten zu unterscheiden. Bewährt hat sich ein zweistufiger Ansatz: Erst kostenfreie Einsicht im Grundstückskataster, anschließend formeller Antrag bei sensiblen Daten oder amtlicher Verwendung.
FAQ
Was ist ein Flurstücksnachweis?
Worin liegt der Unterschied zwischen Flurkarte (Liegenschaftskarte) und Flurstücksnachweis?
Was ist ein Flurstücks- und Eigentumsnachweis?
Welche Rolle spielt das Liegenschaftskataster (ALK/ALKIS) in der Praxis?
Wofür wird ein Flurstücksnachweis typischerweise benötigt?
Welche Informationen stehen in einem Flurstücksnachweis?
Was bedeutet „tatsächliche Nutzung“ im Kataster?
Was ist ein Flurstücksnachweis mit Bodenschätzung – und was nicht?
Worin unterscheidet sich das Kataster vom Grundbuch?
Warum ist die Aktualität von Flurkarte und Nachweisen so wichtig?
Kann man Flurkarte oder Flurstücksnachweis online beantragen?
Welche Mindestangaben sind für die Beantragung erforderlich?
Was ist eine Gemarkung – und warum ist sie wichtig?
Welche Maßstäbe sind bei der Liegenschaftskarte üblich?
Muss ein berechtigtes Interesse nachgewiesen werden?
Warum werden Auszüge mit Eigentümerdaten häufig nur per Post versandt?
Wann ist ein Bestandsnachweis sinnvoll?
Reicht die kostenlose Online-Einsicht in die ALK für Behörden oder Banken?
Welche Vorteile hat ein Online-Antrag gegenüber dem postalischen Weg?
Wie läuft die Beantragung Schritt für Schritt ab?
Wie lange dauert die Bearbeitung eines Katasterauszugs?
Mit welchen Kosten muss man rechnen?
Wo kann man einen Flurstücksnachweis oder eine Flurkarte beantragen?
Wie findet man die eigene Flurstücksnummer?
Woran erkennt man ein Flurstück in der Flurkarte?
Was tun, wenn der Kartenausschnitt falsch ist oder Angaben fehlen?
Wann braucht man zusätzlich einen amtlichen Lageplan?
Wie unterscheiden sich „Katasternachweis“, „Katasterauszug“ und „Katasterkarte“?
Welche Unterstützung ist bei der Auswahl des richtigen Dokuments sinnvoll?
Welche offiziellen Stellen sind für Recherche und Ausfertigungen relevant?
Wolfgang Herfurtner | Rechtsanwalt | Geschäftsführer | Gesellschafter
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