Forex Trading

Forex Trading, Forex Handel Anwalt

Forex Trading lernen und Erfahrungen: Welche Chancen und Risiken gibt es auf dem größten Online Trading Markt der Welt? Was muss bei der Auswahl des Online Brokers beachtet werden? Welche Möglichkeiten haben Anleger, die beim Forex Trading Verluste erleiden?

Dieser Ratgeber ist für 3 Gruppen von Anlegern geschrieben:

  • Kunden von Forex Trading Anbietern,
  • Anleger, die durch Forex Trading Verluste erlitten haben und
  • interessierte Investoren.

Wir empfehlen Ihnen – unabhängig davon, zu welcher Gruppe Sie gehören – diesen Ratgeber zum Thema Forex Trading bis zum Ende zu lesen.

Haben Sie Geld beim Forex Trading verloren? Unsere Rechtsanwälte erläutern Ihnen, wie Sie eingezahlte Gelder zurückfordern können und welche Fehler Sie dabei vermeiden sollten.

Die Kanzlei Herfurtner mit Sitz in München und Hamburg berät Mandanten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Möchten Sie einen Termin mit einem Rechtsanwalt vereinbaren? Dann gelangen Sie hier zum Kontaktformular.

Forex Trading

Forex Trading ist die Bezeichnung für den Handel mit Fremdwährungen (Devisen), der häufig auch als FX Trading bezeichnet wird. Der Begriff setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „Foreign“ (Fremd) und „Exchange“ (Handel).

Beim Forex Trading wird auf Kursänderungen einer Währung im Verhältnis zu einer anderen spekuliert. Kennzeichnend ist, dass man immer gleichzeitig eine Währung kauft (Basiswährung) und eine andere verkauft (Kurswährung). Der Handel wird stets mit A/B angegeben (Basiswährung/Kurswährung).

Anleger können beim Forex Trading auf verschiedene Währungspaare setzen, die mehr oder weniger prominent sind und sich wie folgt kategorisieren lassen:

Forex Majors (Hauptwährungspaare):

Die Hauptwährungspaare sind dadurch gekennzeichnet, dass stets entweder die Basis- oder die Kurswährung in US Dollar angegeben wird. Hierzu gehören:

  • EUR/USD
  • GBP/USD
  • USD/JPY
  • USD/CHF
  • USD/CAD
  • NZD/USD
  • AUD/USD

Die Forex Majors haben im Allgemeinen den niedrigsten Spread und die größte Liquidität. Das mit weitem Abstand am häufigsten gehandelte Währungspaar am Devisenmarkt ist EUR/USD mit einem Anteil von ca. 30 %.

Cross Currency-Paare (Kreuzwährungspaare):

Als Kreuz- oder Nebenwährungspaare im Forex Trading werden Kombinationen bezeichnet, bei denen entweder die Basis- oder die Kurswährung in einer der drei Währungen Euro (EUR), GBP (britisches Pfund) oder JPY (japanischer Yen) angegeben wird.

Exotische Währungspaare:

Als sogenannte exotische Währungspaare bezeichnet man Kombinationen, bei denen auf einer Seite eine Hauptwährung steht und auf der anderen eine weniger stark gehandelte Währung wie der mexikanische Peso (MXN) oder chinesische Yuan (CNH).

Die „exotischen Währungspaare“ unterliegen einer größeren Volatilität und stehen entsprechend für größere Chancen und Risiken beim Forex Trading. Sie weisen geringere Volumina und entsprechend eine geringere Liquidität auf, weshalb die Handelskosten meist höher sind.

Der Devisenmarkt, auch Währungsmarkt oder Forex (engl. Foreign Exchange Market) genannt, ist der größte Finanzmarkt der Welt. Der weltweite Tagesumsatz lag im Jahre 2013 bei ca. 5,3 Billionen US-Dollar. Damit ist der Forex Trading Markt auch deutlich größer als der Aktienmarkt.

Es gibt mehrere Gründe, warum Forex Trading und FX-Broker in den letzten Jahren auch bei Privatanlegern immer beliebter geworden sind.

Wie funktioniert Forex Trading?

Der Devisenhandel findet rund um die Uhr statt, weil mit Währungen global gehandelt wird. Dadurch kann jeder Privatanleger bequem, auch in seiner Freizeit, am Forex Handel teilnehmen. Forex Trading ist außerdem von einer hohen Liquidität im Devisenhandel gekennzeichnet.

Bei einem täglichen Volumen von über 5 Billionen US-Dollar befindet sich so viel Liquidität auf dem Markt, dass man nicht lange auf die Ausführung seiner Order warten muss.

Die Kursnotierungen für die einzelnen Währungen basieren auf Angebot und Nachfrage. Je nachdem, in welche Richtung sich „die Waage neigt“, passen sich die Kurse an – und steigen oder fallen. Beeinflussende Faktoren sind die Konjunktur von Staaten, Inflation und Deflation, politische Ereignisse sowie Eingriffe von Notenbanken in die Zinspolitik.

Spot FX Markt

Die weitaus größten Handelsbewegungen (nahezu 50 %) beim Forex Trading finden auf dem sogenannten Spot FX Markt statt. Hier werden „Devisenkassageschäfte“ abgeschlossen.

Um ein Spotgeschäft in der Form eines Währungstausches handelt es sich, wenn zwischen dem Tag des Geschäftsabschlusses und dem Tag der Erfüllung der beiderseitigen Ansprüche ein Zeitraum von maximal zwei Bankarbeitstagen liegt. Eine Ausnahme bildet das Währungspaar USD/CAD – hier ist die Frist auf einen Tag begrenzt.

Am Tag der Erfüllung liefert der Verkäufer die verkauften Devisen auf das vereinbarte Konto. Der Käufer der Devisen hat den vereinbarten Gegenwert zu leisten. Weil der größte Teil des Handels am Spot-Markt von Banken abgewickelt wird, spricht man hier auch häufig vom sogenannten Interbankenhandel.

Forex Trading was ist das?

Diese Frage stellt sich vielen Anlegern, die über Alternativen zu weniger renditeträchtigen Investments wie Tagesgeld oder Bausparen suchen. Denn viele Tradingplattformen im Internet fokussieren sich auf das Forex Trading oder bieten es neben anderen Optionen wie CFD Trading oder dem Handel mit Kryptowährungen an.

Wer sich als Neueinsteiger mit dem Thema beschäftigt, kann Forex Trading lernen, indem er sich die von diversen Online Brokern angebotenen Lernmaterialien anschaut, wo man beispielsweise eine Forex Trading Erklärung findet.

Häufig handelt es sich hierbei um Webinare, Tutorials oder ein Forex Trading Wiki. Teilweise werden diese auch in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt.

Um sich zunächst an das Thema heranzutasten, kann man ein Forex Trading Demokonto eröffnen, das bei einigen Anbietern zur Verfügung steht. Dieses Konto ist in den meisten Fällen kostenlos und kann über einen bestimmten Zeitraum genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln.

Es kann sich darüber hinaus lohnen, online nach einem Forex Trading Forum zu suchen. Hier tauschen sich Anleger über ihre Erfahrungen aus, diskutieren Trading Tipps und geben beispielsweise auch ihre Meinung zu den einzelnen Anbietern wieder.

Allerdings sollte man hier stets ein gewisses Maß an Vorsicht walten lassen. Die Online Plattformen verfügen häufig über enorme finanzielle Möglichkeiten, die es ihnen erlauben, im Rahmen von Online-Marketing-Maßnahmen auf die Berichterstattung Einfluss zu nehmen.

Es ist also keineswegs sicher, dass Beiträge zum Forex Trading in Blogs oder Foren immer mit der gebotenen Neutralität verfasst wurden.

Eine weitere Möglichkeit sich dem Thema zu nähern, sind Forex Trading Bücher. Viele von ihnen tragen eine Unterzeile wie „Forex Trading für Anfänger“ bzw. „Forex Trading für Einsteiger“ und erklären Prinzipien und Herangehensweisen. So kann man sich Schritt für Schritt der eigenen Forex Trading Strategie annähern.

Ist Forex Trading legal?

Der Forex Handel im Internet wird immer beliebter. Zum einen versprechen die Online-Anbieter überdurchschnittliche Renditen. Zum anderen erscheint das Produkt „Währungen“ transparenter und für viele verständlicher als beispielsweise Contracts for Difference.

Zudem kennt man Währungen aus dem Alltag, sie sind also weniger abstrakt als andere Produkte. Und in Zeiten des Brexit und anderer globaler Brennpunkte lässt sich beobachten, wie sich die Kurse von Währungen verändern – und wie man theoretisch davon profitieren kann.

Namhafte Banken wie die Bank of America, JPMorgan Chase, Hong Kong and Shanghai Banking Corporation (HSBC), Royal Bank of Scotland, UBS bertreiben Forex Handel.

Zahlreiche Plattformen ermöglichen Forex Trading rund um die Uhr. Doch sind sie alle seriös und lizenziert?

Gibt es Erfahrungen, die bei Forex Trading auf Abzocke und Betrug hindeuten? Rechtsanwalt Patrick Wilson nimmt in diesem Video Stellung:

Folgende Aspekte des FX Handels bieten Betrügern und unseriösen Plattformen Ansatzpunkte für dubiose Geschäfte:

  • Der Forex Markt ist nicht zentral reguliert.
  • Beim Forex Trading werden Währungen über Computer-Netzwerke in Sekundenbruchteilen gehandelt. Man spricht hier vom sog. OTC-Geschäften zwischen Händlern (over-the-counter).
  • Mit Hilfe des Hebel- oder Leverage-Effekts kann mit einem geringen Kapitaleinsatz eine sehr hohe Rendite erwirtschaftet werden. In der Regel schwankt der Markt nicht mehr als 1 % pro Tag. Für unerfahrene Trader oder Händler mit kleinen Konten kann ein Totalverlust allerdings leicht entstehen. Denn im Grunde ist ein Hebel nichts anderes als ein Handels-Kredit eines Brokers.

Forex Trading – BaFin Warnung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht warnt davor, Geschäfte auf Internet-Handelsplattformen einzugehen, die von nicht lizenzierten Anbietern betrieben werden. Dies betrifft insbesondere folgende Geschäfte:

Zitat BaFin: „Ein deutscher Internetauftritt der Handelsplattform und eine Kundenbetreuung in deutscher Sprache unter Angabe deutscher Telefonnummern bedeuten nicht, dass diese Unternehmen einen Sitz in Deutschland unterhalten[…]. In vielen Fällen sind bekannte Offshore-Briefkastenanschriften als Sitz angegeben […] Eine Erlaubnis, auf dem deutschen Markt Geschäfte zu betreiben, haben die Betreibergesellschafter in der Regel nicht.“

Für interessierte Anleger gilt demnach, stets genau zu prüfen, welcher Anbieter sich hinter dem jeweiligen Angebot verbirgt, wo dieser seinen Unternehmenssitz hat und ob er über die benötigten Lizenzen und Erlaubnisse verfügt.

Wichtig kann es ebenfalls sein, dass auf Seiten der Plattform Mitarbeiter als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, mit denen man in deutscher Sprache kommunizieren kann. Ansonsten kann es für den Anleger, insbesondere bei auftretenden Problemen, schwierig werden, den Sachverhalt zu schildern und eine Lösung herbeizuführen.

Forex Trading Erfahrungen – Geld verloren durch Betrug?

Der Forex-Markt ist grundsätzlich ein legitimer und legaler Handelsplatz für Währungen aus Ländern der ganzen Welt. Es handelt sich beim Forex Trading also nicht per se um Betrug.

Ohne den Forex-Markt wäre es in einer globalisierten Welt nicht möglich, Währungen effektiv und schnell zu handeln, die für eine grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen nötig sind.

Eines der größten Risiken beim Forex Handel besteht darin, auf die falsche Kursentwicklung zu setzen. Währungskursveränderungen sind heutzutage so unvorhersehbar, dass die Chancen, auf die richtige Kursentwicklung zu setzen, in vielen Fällen den Gewinnchancen im Lotto oder im Casino gleichstehen.

Ein Beispiel dafür ist der plötzliche Anstieg des Kurses des Schweizer Franken im Jahr 2015. Anleger und Bankkunden haben dabei allein in Deutschland über 7 Milliarden EURO verloren.

Werbung für unseriöse Forex Broker

Man findet im Internet viele Informationen zum Thema Forex Trading. Doch meistens verfolgen die Autoren der Artikel, Foren-Beiträge und sonstiger Veröffentlichungen rein finanzielle Interessen.

Es gibt wenige neutrale und objektive Informationsquellen, die nicht Werbung seitens der FX Trader darstellen. Daher findet man auch nur wenige Informationen über die durchaus vorhandenen Risiken im Forex Trading.

Ein weiteres großes Risiko beim Handel mit diesen Produkten stellen unseriöse Forex Broker dar. Auf zahlreichen Online Bewertungs- und Vergleichsportalen finden interessierte Anleger viele Informationen über die einzelnen Forex Broker.

Doch auch diese Informationen stellen in der Regel versteckte Werbung dar und sind mit Vorsicht zu genießen. Interessenten sollten sich daher stets genauer über die Betreiber von Forex Trading Plattformen informieren und dabei die folgenden Fragen beantworten:

  • Wie lange ist der Anbieter auf dem Markt?
  • In welchem Land ist der Forex Trading-Anbieter ansässig?
  • Verfügt die Trading-Plattform über eine Lizenz?
  • Gibt es bereits Warnungen vor der jeweiligen Plattform?

Forex Trading Software

Die Tatsache, dass FX Broker durch ihre Online Präsenz einen ortsunabhängigen Handel rund um die Uhr ermöglichen, kann unter Umständen einen weiteren Haken haben.

Denn viele Plattformen bieten ihren Kunden eine eigene Software an. Hier und dort wird auch ein Forex Trading Bot eingesetzt, also ein Programm, das automatisiert Handlungen ausführt und Forex Trading Signale selbstständig erkennt.

Doch eine Software für Forex Trading kann leicht und unauffällig manipuliert werden. Das zeigen die Erkenntnisse aus vielen Einzelfällen, die uns vorliegen.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner bekommen immer öfter Anfragen von Anlegern, die im Rahmen von Forex Trading erhebliche Verluste erlitten haben und einen Betrug vermuten.

Forex Trading Steuern

Im Rahmen von Online Trading-Geschäften findet die sogenannte Abgeltungsteuer Anwendung. Sie besagt, dass Erträge aus Kapitalanlagen pauschal mit einem Satz von 25 % besteuert werden.

Hinzu gerechnet werden der Solidarzuschlag und – wenn anwendbar – die Kirchensteuer. Die Abgeltungsteuer gilt für Erträge aus Fonds, Aktien, Anleihen oder auch Gewinne aus dem Forex Trading.

Verluste werden mit den Gewinnen verrechnet, darüber hinaus gibt es Freibeträge, die man über einen Freistellungsauftrag bei der Bank beansprucht. Wenn man bei einem deutschen Anbieter handelt, führt dieser die Abgeltungsteuer automatisch an das Finanzamt ab, hier muss der Anleger nicht selbst tätig werden.

Anders sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Weil die Steuern nicht automatisch abgeführt werden, muss man die Einkünfte im Rahmen der Steuererklärung selbst angeben und Steuern an das zuständige Finanzamt abführen.

Forex Trading ohne Nachschusspflicht?

Wer sich für das Online Trading interessiert, wird häufig mit der Frage der Nachschusspflicht konfrontiert. Häufig ermöglichen die Trading-Plattformen ihren Kunden, Trades gegen Hinterlegung einer Sicherheitsleistung (Margin) auszuführen und von einer Hebelwirkung zu profitieren, welche die Gewinne potenziert.

Beim Forex Trading mit Hebel leiht man sich quasi Geld vom Anbieter, um mit dem x-fachen der eigentlichen Einlage spekulieren zu können.

Allerdings gilt der Hebel auch für eventuelle Verluste: Entwickeln sich die Kurse anders als erwartet und übersteigt der Verlust die Einlage, kann es zum „Margin Call“ kommen. Das bedeutet, dass der Broker weitere Gelder verlangt, um den Trade weiterhin durchführen zu können – man also Geld „nachschießen“ muss.

Beim CFD Trading hat die BaFin deutschen Anbietern die Nachschusspflicht für Privatanleger im Sommer 2017 verboten. Viele Trading Plattformen haben ihr Angebot entsprechend angepasst und schließen die Nachschusspflicht für ihre Kunden mittlerweile aus.

Anleger sollten diesem Punkt besondere Aufmerksamkeit widmen und genau prüfen, wie diesbezügliche Vereinbarungen gestaltet sind.

Online Forex Trading – Sicherheit dank staatlicher Regulierung?

Die staatliche Regulierung spielt eine wichtige Rolle bei Online Trading-Plattformen und beim Handel generell. Viele Betreiber von Forex Trading-Angeboten sind in Zypern ansässig und unterliegen dort der staatlichen Regulierung, die sich nach den Gesetzen Zyperns richtet.

Viele Anleger stellen sich die Frage, ob die staatliche Regulierung Kontrolle und Qualitätsstandards sicher garantieren kann, oder ob trotzdem eine gewisse Vorsicht geboten ist.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner in München empfehlen, bei Finanzgeschäften stets vorsichtig zu agieren und Plattformen für Forex Trading und insbesondere deren Geschäftsbedingungen umfassend zu überprüfen.

Zahlreiche Skandale auf den Finanzmärkten und bei vielen Banken haben in den letzten Jahren eindeutig gezeigt, dass eine staatliche Regulierung keine Unbedenklichkeitsbescheinigung sein kann.

Darüber hinaus findet man im Internet eine große Anzahl von Anbietern, die ihren Unternehmenssitz außerhalb der EU, beispielsweise auf den Marschall Inseln, Vanuatu oder St. Vincent und den Grenadinen haben. Entsprechend unterbleibt bei diesen Plattformen die Kontrolle und Beaufsichtigung, was für Anleger ein Warnzeichen darstellen sollte.

Forex Devisenhandel und Manipulationen

Manipulationen im Forex Trading können nie mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Dies zeigt auch der im Jahre 2013 aufgedeckte Devisenhandel-Skandal.

Dabei haben Devisenhändler von zwölf international tätigen Großbanken bestimmte Währungskurse und damit auch Forex Trading derart manipuliert, dass sie bei den von ihnen gemachten Kurswetten größere Gewinne erzielen konnten.

Durch dieses Vorgehen wurden die anderen Marktteilnehmer geschädigt und rechtswidrige Kursverschiebungen in Milliardenhöhe herbeigeführt. Mehrere Finanzaufsichtsbehörden waren mit den Manipulationen befasst – die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin), die britische Financial Conduct Authority (FCA) sowie die schweizerische eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) .

Die Ermittlungen haben wichtige Erkenntnisse hinsichtlich des Forex Handels und der damit verbundenen Manipulationspraktiken gebracht. Infolge der Ermittlungen haben die britischen und amerikanischen Behörden im November 2014 Strafzahlungen in Höhe von insgesamt 4,3 Milliarden US-Dollar verhängt.

Forex Trading App für Plattformen

In den letzten Jahren haben viele Forex Trading-Plattformen praktische und kundenfreundliche Apps entwickelt. Das erleichtert den Forex Handel enorm. Immer mehr Anleger benutzen diese Apps und können dadurch auch unterwegs traden.

Allein die App der Dukascopy Bank SA haben bis April 2019 bereits über 100.000 Android-Nutzer bei Google Play installiert. Auch von iPhone Benutzern ist die App bereits tausendfach heruntergeladen worden.

Doch nicht alle Bewertungen und Rezensionen sind positiv – es wird teilweise von Fehlfunktionen und Abstürzen berichtet und von der Installation der App abgeraten. Es existieren einige Apps, die bereits über 100.000 Mal bei Google Play installiert worden sind. Doch auch dort lassen sich viele schlechte Bewertungen und Rezensionen finden.

Die Anwaltskanzlei Herfurtner und ihre Rechtsanwälte beraten Anleger zu den Themen Forex Trading und Forex Broker in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz und unterstützen sie bei der Prüfung und Durchsetzung ihrer Ansprüche.

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Rechtliche Möglichkeiten – Beispiel Schweiz

Gemäß des von der Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft beschlossenen Bundesgesetzes über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (GwG), müssen Banken in der Schweiz besondere Sorgfaltspflichten erfüllen.

Insbesondere sind Hintergründe und Zweck der Transaktion im Zusammenhang mit Forex Trading zu überprüfen, wenn diese ungewöhnlich erscheint oder mit einem erhöhten Risiko behaftet ist. Korrespondierend zu dieser Verpflichtung sind organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um die Geldwäsche zu verhindern. Das Gesetzt sieht hierbei ausdrücklich „Kontrollen“ vor.

Auch nach der Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung im Finanzsektor (GwV-FINMA) sind Banken dazu verpflichtet, Kriterien zur Entdeckung von Transaktionen mit erhöhten Risiken zu entwickeln.

Dies entspricht der Pflicht aus der Verordnung über die Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung (GwV), die Hintergründe eines Geschäftes bei Forex Trades zu überprüfen, sofern dieses auffällig ist und Anhaltspunkte für Geldwäsche vorliegen.

Gemäß der Verordnung ist der Kontoinhaber zu dem Zweck der Überweisung zu befragen und auch diese Angaben des Kontoinhabers sind kritisch auf die Plausibilität zu überprüfen. Auch aus der GmV-FINMA ergibt sich, dass bei Auffälligkeiten seitens der Bank umfangreiche weitere Überprüfungen einzuleiten sind.

Die Aufsichtsbehörde in der Schweiz (FINMA) hat 2017 einer Bank, die diese Verpflichtungen nicht einhielt, Gewinne in Höhe von ca. CHF 6.500.000 entzogen: Enforcementbericht 2017.

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