Immobilienrecht Anwalt

Immobilienrecht Anwalt

Anwalt Immobilienrecht München – Frankfurt – Hamburg

Immobilienrecht ist ein Begriff, der verschiedene Vorschriften und Gesetze bündelt, die Relevanz haben, wenn es um Immobilien und Recht geht. Allerdings ist das Immobilienrecht kein eigenes Rechtsgebiet im Sinne des Gesetzes. Vielmehr kommen beim Immobilienrecht mehrere verschiedene Rechtsgebiete zusammen.

Rechtsanwalt Immobilienrecht – Immobilien stellen circa 86 % des deutschen Anlagevermögens dar. Das zeigt mehr und mehr die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Grundstücken und Immobilien in Deutschland – und den hohen Bedarf an Beratung durch Rechtsanwälte zu diesem Themenkomplex.

Wer immer Häuser, Gebäude und Wohnungen errichtet, sie kauft oder verkauft, kommt mit dem Immobilienrecht in Berührung. Entsprechend häufig wird eine Kanzlei beziehungsweise ein Rechtsanwalt für Immobilienrecht von verschiedenen Parteien konsultiert.

Inhaltsverzeichnis

Immobilienrecht – Kauf einer Immobilie

Fragestellungen im Immobilienrecht sind nicht nur relevant, wenn man plant, eine Wohnung zu mieten oder zu vermieten. Besonders der Immobilienkauf ist für den Käufer ein großer Schritt, der aufgrund der möglichen Risiken eine umfassende Beratung durch einen Rechtsanwalt erfordert.

Denn der Erwerb einer Immobilie ist nicht nur eine emotionale, oft Weichen für die Zukunft stellende Handlung, sondern auch ein Ereignis, das oft mit hohen und langfristigen finanziellen Belastungen verbunden ist. Rechtsanwälte können dabei helfen, die Vor- und Nachteile aufzuzeigen.

Besonders in Städten mit hoher Nachfrage nach Wohnraum wie beispielsweise Berlin ist der Besitz von Wohneigentum lohnenswert. Wer dort vor zehn Jahren sein Geld in Beton oder auch nur in ein Grundstück investierte, profitiert heute von einer starken Wertsteigerung. Doch der Erwerb der eigenen vier Wände ist nicht frei von Risiken.

Deshalb sollte beim Entschluss für Wohneigentum oder zum Grundstückskauf eine rechtliche und wirtschaftliche Prüfung und Beratung durch einen Rechtsanwalt erwogen werden, um finanziellen Schäden vorzubeugen. Hier bietet es sich an, rechtzeitig den Austausch mit einem Rechtsanwalt für Immobilienrecht zu suchen.

Möchten Sie „Herr im eigenen Haus“ werden und haben Sie eine Frage zum Immobilienrecht und dessen Auswirkungen? Beschäftigen Sie sich mit dem Kauf von Wohneigentum? Gern stehen Ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner für einen Austausch, auch per E-Mail oder Telefon, zur Verfügung.

Für weitere Informationen und zur Verabredung eines Termins mit einem Anwalt gelangen Sie hier direkt in unseren Kontaktbereich.

Anwalt Immobilienrecht

Bei Fragen rund um das Immobilienrecht kann ein Anwalt die beteiligten Parteien auf unterschiedliche Art und Weise durch Beratung unterstützen. Als Rechtsanwalt für Immobilienrecht berät die Anwaltskanzlei Herfurtner

  • Mieter bei Differenzen mit Ihrem Vermieter (z.B. bei einer Mieterhöhung, bei der Anmeldung auf Eigenbedarf oder bei einer Kündigung),
  • Eigentümer bei Problemen in ihrer Wohnungseigentümergemeinschaft und
  • Käufer oder Veräußerer, die sich vor unliebsamen Überraschungen schützen möchten, die aus einer Grundschuld oder einem fehlerhaften Kaufvertrag bei Immobilienkäufen und Immobilienverkäufen resultieren können.

Daher profitieren Immobilienkäufer, Investoren, private Bauherren, Architekten, Ingenieure und Hausverwaltungen von einer detaillierten Rechtsberatung im Immobilienrecht durch einen Rechtsanwalt. Diese umfasst im Einzelnen:

  • Vorprüfungen für den Kauf einer Immobilie durch den Rechtsanwalt,
  • Belastungen,
  • Mietverträge und Entwurf,
  • Prüfung und Verhandlung von Immobilienkaufverträgen.

Die Anwälte der Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner beraten Bauherren und Firmen zudem in baurechtlichen Auseinandersetzungen. Die Beratung umfasst

  • die Vorbereitung und den Abschluss von Verträgen bis zu Werklohnklagen,
  • selbstständige Beweisverfahren,
  • Gewährleistung,
  • Geltendmachung oder Abwehr von Mängelrügen,
  • VOB/B-Problemstellungen.

Suchen Sie einen Rechtsanwalt oder Informationen zum Baurecht oder zum Mietrecht? Haben Sie Fragen zu einem Kaufvertrag oder zur Nutzung bei einem Grundstück? Wir sind mit Niederlassungen in München, Grünwald, Frankfurt am Main und Hamburg vertreten und bundesweit gerne für unsere Mandanten tätig, auch im Bereich Immobilienrecht.

Sollten Sie nach einem Rechtsanwalt für Immobilienrecht suchen und eine Rechtsberatung wünschen, finden Sie bei der Kanzlei Herfurtner den passenden Ansprechpartner für Ihre Anliegen.

Hier gelangen Sie direkt zur Kontaktaufnahme mit einem Rechtsanwalt, der gerne für Ihre Fragen da ist. Sie können uns auch per Telefon kontaktieren.

Immobilienrecht – was ist das?

Das Immobilienrecht unterscheidet Rechtsvorschriften sowohl im öffentlichen als auch im privaten Recht. Öffentliches Recht regelt in diesem Zusammenhang die Rechtsverhältnisse zwischen Bauherren und Eigentümern auf der einen und staatlichen Institutionen und der Allgemeinheit auf der anderen Seite.

Beispielsweise fällt die Entscheidung, wer zu welchen Bedingungen eine Immobilie errichten kann, unter Öffentliches Recht.

Das Privatrecht wiederum regelt das Verhältnis zwischen privaten Personen. Hier geht es beispielsweise um Fragen des nachbarschaftlichen Umgangs oder die Eigentumsübertragung an Grundstücken.

Privatrechtliche Vorschriften im Immobilienrecht

Ein Rechtsanwalt für Immobilienrecht hat insbesondere mit diesen privatrechtlichen Vorschriften im Immobilienrecht zu tun:

Immobilienkaufvertragsrecht:

Der Bereich Immobilienkaufvertragsrecht findet sich hauptsächlich im BGB. Hier ist beispielsweise festgelegt, dass ein Kaufvertrag über ein Grundstück beurkundungspflichtig ist oder dass die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer über den Übergang des Eigentums im Grundbuch dokumentiert wird.

Die Regelungen zum Erwerb finden sich in § 311b BGB (Verträge über Grundstücke, das Vermögen und den Nachlass). Unter anderem ist hier festgelegt, dass es einer notariellen Beurkundung bedarf, wenn sich eine Vertragspartei dazu verpflichtet, Grundstückseigentum zu übertragen oder zu erwerben.

Maklerrecht (BGB):

Ein Maklerrecht gibt es der Definition nach in Deutschland nicht. Vielmehr finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verschiedene Paragrafen, die das Maklerrecht betreffen. Zudem wird das Regularium durch fortlaufende Rechtsprechung in Prozessen permanent erweitert, weshalb Anwälte stets die aktuellen Urteile im Blick haben.

Ein Makler kann der Partner vom Käufer oder der Partner vom Veräußerer einer Immobilie sein. Im BGB ist unter anderem festgelegt, dass bei einem Kauf eine Erfolgsprovision an einen Makler nur dann zu zahlen ist, wenn diese auf einer erfolgreichen Vermittlung beruht. Details zu Fragen bei der Vermittlung von Wohnraum regelt das Wohnungsvermittlungsgesetz.

Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV):

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) heißt dem vollen Namen nach „Verordnung über die Pflichten der Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger, Baubetreuer und Wohnimmobilienverwalter“. Sie soll Auftraggeber davor schützen, mit unseriösen Gewerbetreibenden zusammenzuarbeiten.

Entsprechend finden sich hier Vorschriften für all diejenigen, die Tätigkeiten nach § 34c Absatz 1 der GewO ausüben. Diese behandeln u. a. die Themen Buchführungspflicht, Aufzeichnungs- und Informationspflicht oder Anzeigepflichten. Außerdem gibt es Abschnitte für Weiterbildung und Prüfungen sowie Ordnungswidrigkeiten.

Von der Verordnung ausgenommen sind beispielsweise „Gewerbetreibende, die als Versicherungs- oder Bausparkassenvertreter im Rahmen ihrer Tätigkeit für ein der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegendes Versicherungs- oder Bausparunternehmen den Abschluss von Verträgen über Darlehen vermitteln oder die Gelegenheit zum Abschluss solcher Verträge nachweisen“.

Grundbuchordnung:

Im Grundbuch werden alle Rechte und Pflichten eingetragen, die ein Grundstück betreffen. Hierzu gehören zum Beispiel das Wegerecht und die Grundschuld oder Baulasten. Die ins Grundbuch einzutragenden Inhalte regelt die Grundbuchordnung (GBO) von 1897.

Das Führen von Grundbüchern obliegt den zuständigen örtlichen Amtsgerichten, die in diesem Fall als Grundbuchamt bezeichnet werden. Mit mehr als 150 Paragrafen ist die Verordnung zum Grundbuch ohne Frage sehr umfangreich. Andererseits beantwortet sie viele Rechtsfragen rund um Immobilie.

Beurkundungsgesetz:

Das Beurkundungsgesetz regelt öffentliche Beurkundungen sowie deren Verwahrung durch den bestellten, also zuständigen Notar. Zudem sind die Amtspflichten des Notars im Einzelnen im Beurkundungsgesetz geregelt. So muss beispielsweise die Urkunde in deutscher Sprache errichtet werden. Auch hat sich ein Notar davon zu überzeugen, dass alle Beteiligten erschienen sind und sich legitimiert haben.

Ist dies der Fall, liest ein Notar den Parteien Niederschriften von Beurkundungen vor und lässt diese von ihnen genehmigen und eigenhändig unterschreiben. Ebenfalls klärt der Notar über Sachverhalte auf und belehrt über rechtliche Tragweiten. Je nach Art der Urkunde kann diese sehr umfangreich sein, dennoch muss sie vom ersten bis zum letzten Wort verlesen werden. Die maximale Anzahl der Seiten einer Urkunde, die pro Stunde vorgelesen dürfen, darf nicht mehr als 30 betragen.

Erbbaurechtsgesetz:

Eine Alternative zum Grundstückskauf ist die Bestellung eines Erbbaurechts zugunsten Dritter. In Deutschland gibt es das Recht, ein Grundstück zu bebauen oder ein Bauwerk zu unterhalten, ohne dass man Eigentümer des Grundstücks ist. Als Gegenleistung bezahlt der Nutzer dem Eigentümer den sogenannten Erbbauzins. Das entsprechende Grundstück wird dadurch belastet, dass einem Erbbauberechtigten das veräußerliche und vererbbare Baurecht für dieses Grundstück zugestanden wird.

Das Gesetz über das Erbbaurecht stammt aus dem Jahr 1919 und wurde letztmals im Jahr 2013 aktualisiert. Nach Ablauf der Zeit, für die es bestellt ist, erlischt das Erbbaurecht. In der Regel ist dies nach einem Zeitraum von 99 Jahren der Fall. Laut Recht geht dann das Eigentum am Bauwerk kraft Gesetz an den Eigentümer des Grundstücks über. Jedoch verpflichtet das Erbbaurecht den Eigentümer des Grundstücks in diesem Fall zur Zahlung einer angemessenen Entschädigung.

Wohnungseigentumsgesetz (WEG) / Wohnungseigentumsrecht:

Prinzipiell unterscheidet man bei Wohnungen zwischen Mietwohnungen und Eigentumswohnungen. Für den Anwalt, aber auch für Mieter oder Käufer, ist diese Frage entscheidend. Denn einerseits kommt es zur Anwendung von Mietrecht, andererseits ist das Eigentumsrecht anzuwenden.

Im deutschen Recht ist das Wohneigentum eine Form des Eigentums an einer einzelnen Wohnung. Das Wohnungseigentum ist nach Wohnungseigentumsrecht durch die Eintragung in das Wohnungsgrundbuch begründet. Sobald eine Wohnung entstanden ist, erhält sie ein eigenes Grundbuchblatt. Damit kann sie verkauft, belastet oder auch vererbt werden.

Häufig besteht eine Gesamtimmobilie aus mehreren Wohn- und Gewerbeeinheiten, die in sich abgeschlossen sind. Wohnungs- und Teileigentum kann in diesen Fällen durch eine Teilungserklärung begründet werden, die notariell zu beglaubigen ist.

Das Wohnungseigentum setzt sich laut Wohnungseigentumsrecht zusammen aus dem Bereich Sondereigentum und dem Bereich Gemeinschaftseigentum. Während das Sondereigentum das alleinige Eigentum an einer Einheit bzw. an den Räumen einer Wohneinheit meint, ist das Gemeinschaftseigentum als Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum definiert. Die genauen Details dabei finden sich im Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

Welche Räume dem Sondereigentum zuzuzählen sind, regelt die Teilungserklärung. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass nicht jeder Wohnungsraum sondereigentumsfähig ist. Vielmehr müssen manche Räume zwingend in Gemeinschaftseigentum stehen.

Wohnungsvermittlungsgesetz:

Das Gesetz zur Regelung der Wohnungsvermittlung regelt die Tätigkeit von Maklern für die Vermittlung von Verträgen über Wohnraum. Insbesondere ist in diesem Bereich die Frage geregelt, welche Tätigkeit ein Wohnungsvermittler ausübt, wann und in welcher Höhe Provisionen zulässig sind oder wie Wohnangebote formell aussehen müssen.

Im Wohnungsvermittlungsgesetz ist zudem festgelegt, dass man eine Maklerprovision nur bei erfolgreicher Vermittlung eines Mieters zahlen muss. Außerdem findet sich hier auch das seit 2015 geltende Bestellerprinzip. Dieses besagt, dass die Maklerprovision alleinig vom Vermieter zu bezahlen ist, wenn dieser den Makler beauftragt hat.

Das WoVermRG trat im Jahr 1971 in Kraft und spielt seitdem im Immobilienrecht eine Rolle. Ein Rechtsanwalt für Immobilienrecht kommt mit diesem Gesetz häufig in Berührung, wenn es Unklarheiten zwischen dem Mieter und dem Vermittler von Wohnraum gibt. In den meisten Fällen geht es hierbei um den Provisionsanspruch des Maklers, den Anwälte zu klären haben.

Wohnraummietrecht:

Im Wohnraummietrecht sind insbesondere die Rechte und Pflichten von Mietern geregelt. Grundsätzlich lässt sich das Wohnraummietrecht in drei Phasen oder Abschnitte einteilen:

  • Bereich der Anbahnung und Abschluss eines Vertrags/Mietverhältnisses
  • Rechte und Pflichten über die Dauer des Mietverhältnis
  • Beendigung des Mietverhältnis

Anbahnung und Abschluss eines Vertrags/Mietverhältnisses

In den ersten Bereich oder die erste Phase, also in den Abschluss eines Mietvertrags und dessen Vorbereitung, fallen Themen wie die Besichtigung der Wohnung und die Vorgespräche. Hier ist auch das sogenannte „Fragerecht des Vermieters“ verankert, der wissen möchte, mit wem er es zu tun hat. Außerdem findet man hier das Bestellerprinzip in Bezug auf einen Makler. Dieses besagt, in aller Kürze: Wer einen Makler beauftragt, bezahlt ihn auch. Das können sowohl der Vermieter als auch der Mieter sein.

Auch für den Abschluss eines Mietvertrags finden sich hier Regelungen zu Form und Inhalt, zur Frage der Miethöhe (Stichworte „Mietpreisbremse“, „Staffelmiete“, „Indexmiete“) und Informationen zum Umgang mit Schönheitsreparaturen.

Rechte und Pflichten über die Dauer des Mietverhältnis

In die zweite Phase der Rechten und Pflichten fallen die Bereiche Mängel (u. a. dabei: Kündigungsrecht), vertragsgemäßer Gebrauch (u. a. dabei: Untervermietung, Tierhaltung), Mieterhöhung (u. a. dabei: ortsübliche Vergleichsmiete, Modernisierung), Betriebskostenumlage (u. a. dabei: Vorauszahlungen) und Maßnahmen zur Erhaltung und Modernisierung.

Beendigung des Mietverhältnis

Insbesondere wenn man unverhofft eine Kündigung erhalten hat, wird oft ein Anwalt für Immobilienrecht gesucht. In der Regel handelt es sich bei Mietverträgen für Wohnungen um unbefristete Verträge. Eine wirksame Kündigung nach Ablauf der Kündigungsfrist führt zu einer Beendigung des Mietverhältnisses.

Zudem kann die Miete des Wohnraums bereits bei Abschluss des Vertrags zeitlich begrenzt werden. In diesem Fall spricht man von einem Zeitmietvertrag, der automatisch nach Ablauf der im Vertrag festgehaltenen Mietzeit endet. Entsprechend sind die Kündigung und der Zeitmietvertrag die Hauptthemen in dieser Phase. Hinzu kommen Änderungen der Verhältnisse an der Wohnung (z.B. bei Verkauf).

Gewerberaummietrecht:

Im Gegensatz zum Wohnraummietrecht regelt das Gewerberaummietrecht die Rechte und Pflichten von Mietern gewerblicher Objekte. Die Besonderheit im Bereich Wohnraummietrecht liegt darin, dass man davon ausgeht, dass die Kräfteverteilung zwischen Mieter und Vermieter ungleich ist. Es soll daher zuvorderst den Mieter schützen, der sich der Willkür des Vermieters ausgesetzt sehen könnte.

Anders sieht es bei der Gewerbemiete aus. Hier geht man davon aus, dass es sich um Vertragsparteien handelt, die sich mehr oder weniger auf Augenhöhe begegnen. Entsprechend kennt dieses Recht auch weniger Vorschriften als das Wohnraummietrecht. Auch das Mietrecht für Gewerberaum ist im BGB geregelt.

Sollte ein Mieter die gemieteten Räume sowohl zum Wohnen als auch gewerblich nutzen können, liegt ein Sonderfall vor, das sich Mischmietverhältnis nennt. Die Problematik für Rechtsfragen liegt in der Abgrenzung. So ist zunächst die Frage zu beantworten, ob das Mietverhältnis seinen Schwerpunkt in der privaten oder der geschäftlichen Nutzung hat (Stichwort Rechtsanwalt Immobilienrecht). Entsprechend kämen die Vorschriften über die Wohnraummiete oder über die Geschäftsraummiete zur Anwendung.

Pachtrecht:

Das Pachtrecht gesteht dem Pächter eines Grundstücks oder einer Immobilie ein über die Nutzung der Immobilie hinausgehendes Recht zu, wodurch es sich vom Mietrecht unterscheidet. Während bei einer Miete die vermieteten Räume leer überlassen werden, überlässt man bei einer Pacht zusätzlich Gegenstände bzw. eine Ausstattung, die unmittelbar der Ertragserzielung nutzt. Als Beispiel sei die Mobiliarnutzung eines Gaststättenbetriebs genannt.

Grundstücksrecht:

Das Grundstücksrecht ist ein Begriff, der oftmals synonym für Immobilienrecht verwendet wird. Es handelt sich beim Grundstücksrecht um ein Rechtsgebiet, welches Rechtsnormen umfasst, die zu berücksichtigen sind, wenn es um den Erwerb, die Veräußerung oder die Verwaltung von Grundstücken geht.

Zu den allgemeinen Rechtsgrundlagen im Grundstücksrecht gehören vor allem das Bürgerliche Gesetzbuch (3. Buch Sachenrecht), die Grundbuchordnung, das Wohnungseigentumsgesetz oder das Erbbaurechtsgesetz.

Öffentlich-rechtliche Vorschriften im Immobilienrecht

Neben den privatrechtlichen Vorschriften im Immobilienrecht gibt es den Bereich der öffentlich-rechtlichen Vorschriften. Hier hat ein Anwalt für Immobilienrecht vor allem mit diesen Gebieten zu tun:

Baugesetzbuch (BauGB):

Das BauGB als Nachfolger des Bundesbaugesetzes ist im Bauplanungsrecht das wichtigste Gesetz in Deutschland. Die dort hinterlegten Bestimmungen prägen besiedelte Räume wie Städte oder Dörfer ganz entscheidend. Hier werden die Instrumente definiert, die für die Stadtplanung zur Verfügung stehen. Das Baugesetzbuch gliedert sich in vier Teile:

  • allgemeines Städtebaurecht,
  • besonderes Städtebaurecht,
  • sonstige Vorschriften sowie
  • Überleitungs- und Schlussvorschriften.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG):

Im EEWärmeG von 2009 ist festgelegt, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 14 % des Bedarfs an Wärme- und Kälteenergie von Gebäuden durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Deshalb greift bei Neubauten die Pflicht, die Energieversorgung bis zu einem bestimmten Prozentsatz durch erneuerbare Energien zu gewährleisten. Diese Pflicht gilt ab einer Nutzfläche größer als 50 Quadratmeter.

Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen öffentlichen oder einen privaten Bauherren handelt. Die Pflicht gilt für alle Eigentümer von neu errichteten Gebäuden. Allerdings ist der Eigentümer selbst Herr über die Entscheidung, welche Art von erneuerbarer Energie er nutzen möchte. Alternativ zur Nutzung erneuerbarer Energien ist es möglich, Ersatzmaßnahmen umzusetzen.

Energieeinsparverordnung (EnEV):

Mit der Energieeinsparverordnung werden Bauherren verpflichtet, energiesparend zu handeln, wenn sie neu bauen oder sanieren. Bestandteil der Verordnung sind viele Regelungen zum energiesparenden Wärmeschutz und, bei Gebäuden, zu energiesparender Anlagetechnik.

Maklerrecht (Gewerbeordnung):

Nach der Gewerbeordnung benötigen Immobilienmakler eine Gewerbeerlaubnis. Diese dient dem Nachweis der Seriosität. Beantragt werden kann sie sowohl von natürlichen als auch von juristischen Personen.

Auch die Maklerprovision ist gesetzlich geregelt. Am 23. Dezember 2020 trat ein neues Gesetz in Kraft, das sich mit der Verteilung der Courtage befasst. Beim Kauf einer Immobilie ist laut Immobilienrecht nunmehr der Veräußerer dazu verpflichtet, mindestens die Hälfte der Provision zu bezahlen, wenn er den Makler beauftragt hat.

Steuerrecht:

Bei Immobilientransaktionen wird das Grunderwerbsteuergesetz tangiert. Hier ist geregelt, dass beim Grundstücksverkauf Erwerbssteuern anfallen, die vom Käufer zu tragen sind. Ein weiterer Bereich sind Erbschaften und Schenkungen von Immobilien sowie die Einkommensteuer bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Informationen zu diesem Themenkomplex erteilen Steuerberater oder Anwälte.

Weitere Rechtsgebiete im Immobilienrecht

Das Immobilienrecht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet. Vielmehr vereint der Begriff Immobilienrecht mehrere Rechtsgebiete, wenn sie im Kontext mit Immobilien relevant werden. Die Beratung im Immobilienrecht ist daher ein Thema, das man ganzheitlich betrachten sollte.

So spielen beim Themenkomplex Wohneigentum und Grundstückskauf z.B. die Bereiche Finanzierung, Kapitalanlagerecht sowie Steuer- und Erbrecht für die Beratung oft eine entscheidende Rolle.

Immobilientransaktionen können aber auch Architektenrecht, Öffentliches und privates Baurecht, gewerbliches und privates Mietrecht, Immobilien- und Hypothekenrecht, Grundstücks- und Nachbarschaftsrecht und das Zwangsversteigerungsrecht umfassen.

Im Immobilienrecht ist bei Joint Ventures, vermögensverwaltenden Immobiliengesellschaften oder Familienpools immobilienrechtliches Gesellschaftsrecht zu beachten. Auch diesen Bereich deckt die Rechtsberatung unserer Anwaltskanzlei ab.

Einer Immobilienfinanzierung sollten Informationen aus einer immobilienrechtlichen Due Diligence zugrunde liegen. Bei der Vertragsgestaltung kann eine steuerliche Begleitung unnötige Kosten und damit bares Geld sparen. Beim Ehevertrag und bei einer Scheidung besteht meist die Notwendigkeit einer familienrechtlichen Beratung und Vertretung.

Immobilien im Nachlass stellen oft erbrechtliche und erbschaftssteuerliche Aspekte für die Erben in den Vordergrund. Die rechtlichen Hintergründe lassen sich im Rahmen einer rechtzeitigen Beratung durch Rechtsanwälte erörtern. Auch kann ein Anwalt im Vorfeld gegebenenfalls für Vermögensschutz des Immobilienvermögens vor dem Zugriff von Gläubigern sorgen.

Was leistet ein Rechtsanwalt für Immobilienrecht?

Der Bedarf an Immobilien ist anhaltend groß, weshalb es für viele Menschen attraktiv ist, eine Wohnung oder ein Haus zu erwerben, um entweder selbst darin zu wohnen oder sich als Investor eine vergleichsweise attraktive Rendite durch die Vermietung zu sichern.

Gerade in Städten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main hat die hohe Nachfrage nach Wohnraum die Preise für Mietwohnungen in den letzten Jahren enorm steigen lassen. Wer sein Geld sicher anlegen und mehr aus seinem Kapital machen möchte, tendiert oft und gerne zu Immobilien.

Eigentümer und Mieter, Verkäufer und Käufer – das sind die vier Gruppen, für die anwaltliche Beratung rund um das Immobilienrecht infrage kommt. Die Anwaltskanzlei Herfurtner berät Käufer und Verkäufer als Anwalt für Immobilienrecht bei Immobilientransaktionen. Außerdem begleitet ein Rechtsanwalt die Vorgänge von der Planung bis zur Unterschrift beim Notar.

Unsere Anwälte beraten ebenfalls, wenn es um Finanzierungsthemen geht oder um Gestaltungsmöglichkeiten für den Erbfall, wozu das Management von Schenkungen und die sichere Ausgestaltung von Testamenten gehören.

Für unsere Mandanten prüfen oder entwerfen unsere Anwälte zudem alle relevanten Verträge rund um die Immobilie und unterstützen bei der Geltendmachung und Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen. Dabei spielt der Wohnsitz beziehungsweise der Sitz der Niederlassung unserer Mandantschaft keine Rolle.

Beratung Rechtsanwalt Immobilienrecht

Denn die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner, mit Kanzlei-Niederlassungen in München, Grünwald, Frankfurt am Main und Hamburg, steht bundesweit für alle Belange und Fragen rund um das Immobilienrecht beratend und begleitend zur Verfügung.

Suchen Sie zum Thema Immobilienrecht und zu Risiken der Immobilienwirtschaft den Austausch mit einem Anwalt? Gibt es z.B. Mängel am Bau, haben Sie Fragen zum Verkauf, zum Grundstücksrecht oder zu anderen Rechtsfragen? Dann können Sie unsere Rechtsanwälte gerne per Telefon kontaktieren oder eine E-Mail senden.

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Rechtsberatung über Videokonferenz

Neben dem klassischen Telefonat bieten wir Ihnen auch die für Sie kostenfreie Möglichkeit an, Beratungsgespräche über eine sichere Videokonferenz durchzuführen.

Erfahrungen & Bewertungen zu Herfurtner Rechtsanwälte

Markus Moser

Rechtsanwalt / Senior Associate

Arthur Wilms

Rechtsanwalt / Associate