Immobilienrecht

Immobilienrecht Anwalt

Immobilienrecht ist kein eigenes Rechtsgebiet im Sinne des Gesetzes. Vielmehr kommen hier mehrere verschiedene Rechtsgebiete zusammen, wenn es um rechtliche Aspekte im Zusammenhang mit Immobilien geht.

Immobilienrecht Anwalt – Immobilien stellen 86 % des deutschen Anlagevermögens dar. Das zeigt die volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Grundstücken und Immobilien in Deutschland. Wer immer Immobilien errichtet, sie kauft oder verkauft, kommt mit dem Immobilienrecht in Berührung.

Fragestellungen im Immobilienrecht sind zudem relevant, wenn man plant, eine Wohnung zu mieten oder zu vermieten. Besonders der Immobilienkauf ist für den Käufer ein großer Schritt. Denn der Erwerb einer Immobilie ist nicht nur eine emotionale, oft Weichen für die Zukunft stellende Handlung, sondern auch ein Ereignis, das oft mit hohen und langfristigen finanziellen Belastungen verbunden ist.

Deshalb sollte beim Entschluss für Wohneigentum oder zum Grundstückskauf eine rechtliche und wirtschaftliche Prüfung erwogen werden, um finanziellen Schäden vorzubeugen.

Rechtsanwalt Immobilienrecht München

Die Anwaltskanzlei Herfurtner unterstützt

  • Mieter bei Differenzen mit Ihrem Vermieter (z. B. Mieterhöhung),
  • Eigentümer bei Problemen in ihrer Wohnungseigentümergemeinschaft sowie
  • Käufer oder Verkäufer einer Immobilie, die sich vor unliebsamen Überraschungen schützen möchten, die aus einer Grundschuld oder einem fehlerhaften Kaufvertrag bei Immobilienkäufen und Immobilienverkäufen resultieren können.

Daher profitieren Immobilienkäufer, Investoren, private Bauherren, Architekten, Ingenieure und Hausverwaltungen von einer detaillierten rechtlichen Beratung. Diese umfasst im Einzelnen:

  • Vorprüfungen für den Immobilienerwerb,
  • Belastungen,
  • Mietverträge und Entwurf sowie die
  • Prüfung und Verhandlung von Immobilienkaufverträgen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner unterstützt Bauherren und Firmen zudem in baurechtlichen Auseinandersetzungen. Dies umfasst

  • die Vorbereitung und den Abschluss von Verträgen bis zu Werklohnklagen,
  • selbstständige Beweisverfahren,
  • Gewährleistung,
  • Geltendmachung oder Abwehr von Mängelrügen sowie
  • VOB/B-Problemstellungen.

Wir sind bundesweit für unsere Mandantschaft tätig. Sollten Sie nach Anwalt Immobilienrecht Hamburg suchen, finden Sie daher bei der Kanzlei Herfurtner den passenden Ansprechpartner für Ihre Anliegen. Hier gelangen Sie direkt zur Kontaktaufnahme.

Immobilienrecht was ist das?

Das Immobilienrecht unterscheidet Rechtsvorschriften sowohl im öffentlichen als auch im privaten Recht. Öffentliches Recht regelt in diesem Zusammenhang die Rechtsverhältnisse zwischen Bauherren und Eigentümern auf der einen und staatlichen Institutionen und der Allgemeinheit auf der anderen Seite.

Beispielsweise fällt die Entscheidung, wer zu welchen Bedingungen eine Immobilie errichten kann, unter Öffentliches Recht.

Das Privatrecht wiederum regelt das Verhältnis zwischen privaten Personen. Hier geht es beispielsweise um Fragen des nachbarschaftlichen Umgangs oder die Eigentumsübertragung an Grundstücken.

Was umfasst das Immobilienrecht?

Zu den privatrechtlichen Vorschriften im Immobilienrecht gehören:

Immobilienkaufvertragsrecht:

Das Immobilienkaufvertragsrecht findet sich hauptsächlich im BGB. Hier ist beispielsweise festgelegt, dass ein Kaufvertrag über ein Grundstück beurkundungspflichtig ist oder dass die Einigung zwischen Verkäufer und Käufer über den Übergang des Eigentums im Grundbuch dokumentiert wird.

Maklerrecht (BGB):

Im BGB ist unter anderem festgelegt, dass eine Erfolgsprovision an einen Makler nur dann zu zahlen ist, wenn diese auf einer erfolgreichen Vermittlung beruht. Details bei der Vermittlung von Wohnraum regelt das Wohnungsvermittlungsgesetz.

Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV):

Mit der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) sollen Auftraggeber davor geschützt werden, mit unseriösen Gewerbetreibenden zusammenzuarbeiten. Entsprechend finden sich hier Vorschriften für all diejenigen, die nach § 34c GewO einer Erlaubnis bedürfen. Diese behandeln u. a. die Themen Buchführungspflicht, Aufzeichnungs- und Informationspflicht oder Anzeigepflichten.

Grundbuchordnung:

Im Grundbuch werden alle Rechte und Pflichten eingetragen, die ein Grundstück betreffen. Hierzu gehören zum Beispiel das Wegerecht und die Grundschuld oder Baulasten. Die ins Grundbuch einzutragenden Inhalte regelt die Grundbuchordnung (GBO).

Beurkundungsgesetz:

Die Amtspflichten des Notars sind im Beurkundungsgesetz geregelt. Hierzu gehört es, dass der Notar den Parteien Niederschriften von Beurkundungen vorliest und diese von ihnen genehmigen und unterschreiben lässt. Ebenfalls klärt der Notar über Sachverhalte auf und belehrt über rechtliche Tragweiten.

Erbbaurechtsgesetz:

Eine Alternative zum Grundstücksverkauf ist die Bestellung eines Erbbaurechts zugunsten Dritter. Das entsprechende Grundstück wird dadurch belastet, dass einem Erbbauberechtigten das veräußerliche und vererbbare Recht zugestanden wird, auf diesem Grundstück zu bauen.

Wohnungseigentumsgesetz (WEG) :

Häufig besteht eine Immobilie aus mehreren Wohn- und Gewerbeeinheiten, die in sich abgeschlossen sind. Wohnungs- und Teileigentum kann in diesen Fällen durch eine Teilungserklärung begründet werden, die notariell zu beglaubigen ist.

Unterschieden wird zwischen Sondereigentum (an der Einheit) und Gemeinschaftseigentum (an gemeinschaftlich genutzten Flächen). Die genauen Details finden sich im Wohnungseigentumsgesetz (WEG).

Wohnungsvermittlungsgesetz:

Im Wohnungsvermittlungsgesetz ist unter anderem festgelegt, dass man eine Maklerprovision nur bei erfolgreicher Vermittlung eines Mieters zahlen muss. Außerdem findet sich hier auch das seit 2015 geltende Bestellerprinzip. Dieses besagt, dass die Maklerprovision alleinig vom Vermieter zu bezahlen ist, wenn dieser den Makler beauftragt hat.

Wohnraummietrecht:

Im Wohnraummietrecht sind die Rechte und Pflichten von Mietern geregelt, wenn die Mietsache eine Wohnung ist. Hierzu gehört, dass der Vermieter dem Mieter den Gebrauch der Wohnräume während der Laufzeit des Mietvertrags gewährt und dass der Mieter den Zustand der Wohnung während der Mietzeit aufrechterhält.

Gewerberaumietrecht:

Im Gegensatz zum Wohnraummietrecht regelt das Gewerberaummietrecht die Rechte und Pflichten von Mietern gewerblicher Objekte.

Pachtrecht:

Das Pachtrecht gesteht dem Pächter eines Grundstücks oder einer Immobilie über die Nutzung der Immobilie hinausgehende Rechte zu, wie zum Beispiel die Mobiliarnutzung eines Gaststättenbetriebs.

Öffentlich-rechtliche Vorschriften im Immobilienrecht

Baugesetzbuch (BauGB):

Das BauGB ist im Bauplanungsrecht das wichtigste Gesetz. Die dort hinterlegten Bestimmungen prägen besiedelte Räume wie Städte oder Dörfer ganz entscheidend. Hier werden die Instrumente definiert, die für die Stadtplanung zur Verfügung stehen. Das Baugesetzbuch gliedert sich in vier Teile: allgemeines Städtebaurecht, besonderes Städtebaurecht, sonstige Vorschriften sowie Überleitungs- und Schlussvorschriften.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG):

Im EEWärmeG ist festgelegt, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 14 % des Bedarfs an Wärme- und Kälteenergie von Gebäuden durch erneuerbare Energien abgedeckt werden. Deshalb greift bei Neubauten die Pflicht, die Energieversorgung bis zu einem bestimmten Prozentsatz durch erneuerbare Energien zu gewährleisten.

Energieeinsparverordnung (EnEV):

Mit der Energieeinsparverordnung werden Bauherren verpflichtet, energiesparend zu handeln, wenn sie neu bauen oder sanieren. Bestandteil der Verordnung sind Regelungen zum energiesparenden Wärmeschutz und, bei Gebäuden, zu energiesparender Anlagetechnik.

Maklerrecht (Gewerbeordnung):

Nach der Gewerbeordnung benötigen Immobilienmakler eine Gewerbeerlaubnis. Diese dient dem Nachweis der Seriosität. Beantragt werden kann sie sowohl von natürlichen als auch von juristischen Personen.

Steuerrecht:

Bei Immobilientransaktionen wird das Grunderwerbsteuergesetz tangiert. Hier ist geregelt, dass beim Grundstücksverkauf Erwerbssteuern anfallen, die vom Käufer zu tragen sind. Weitere steuerliche Themen sind Erbschaften und Schenkungen von Immobilien sowie die Einkommensteuer bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

Weitere Rechtsgebiete im Immobilienrecht

Das Immobilienrecht ist kein eigenständiges Rechtsgebiet, sondern ein Begriff, der mehrere Rechtsgebiete vereint, wenn sie im Kontext mit Immobilien relevant werden. So spielen beim Themenkomplex Wohneigentum und Grundstückskauf die Bereiche Finanzierung, Kapitalanlagerecht sowie Steuer- und Erbrecht oft eine entscheidende Rolle.

Immobilientransaktionen können aber auch Architektenrecht, Öffentliches und privates Baurecht, gewerbliches und privates Mietrecht, Immobilien- und Hypothekenrecht, Grundstücks- und Nachbarschaftsrecht und das Zwangsversteigerungsrecht umfassen.

Im Immobilienrecht ist bei Joint Ventures, vermögensverwaltenden Immobiliengesellschaften oder Familienpools immobilienrechtliches Gesellschaftsrecht zu beachten.

Einer Immobilienfinanzierung sollte eine immobilienrechtliche Due Diligence vorausgehen. Bei der Vertragsgestaltung kann eine steuerliche Begleitung unnötige Kosten sparen. Beim Ehevertrag und bei einer Scheidung besteht meist die Notwendigkeit einer familienrechtlichen Beratung und Vertretung.

Immobilien im Nachlass stellen oft erbrechtliche und erbschaftssteuerliche Aspekte für die Erben in den Vordergrund. Im Vorfeld kann gegebenenfalls ein Vermögensschutz des Immobilienvermögens vor dem Zugriff von Gläubigern gestaltet werden.

Anwalt Immobilienrecht

Der Bedarf an Immobilien ist anhaltend groß, weshalb es für viele Menschen attraktiv ist, eine Wohnung oder ein Haus zu erwerben, um entweder selbst darin zu wohnen oder sich als Investor eine vergleichsweise attraktive Rendite durch die Vermietung zu sichern.

Eigentümer und Mieter, Verkäufer und Käufer – das sind die vier Gruppen, für die anwaltliche Beratung rund um das Immobilienrecht infrage kommt. Die Anwaltskanzlei Herfurtner berät Käufer und Verkäufer bei Immobilientransaktionen und begleitet die Vorgänge von der Planung bis zur Unterschrift beim Notar.

Wir werden ebenfalls tätig, wenn es um die Beratung zu Finanzierungsthemen geht oder um Gestaltungsmöglichkeiten für den Erbfall, wozu das Management von Schenkungen und die sichere Ausgestaltung von Testamenten gehören.

Wir prüfen oder entwerfen zudem alle relevanten Verträge rund um die Immobilie und unterstützen bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen.

Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner, mit Niederlassungen in München und Hamburg, steht für alle Belange rund um das Immobilienrecht beratend und begleitend zur Verfügung. Hier gelangen Sie direkt zur Kontaktaufnahme.

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