KaratGold Coin ist nach Aussagen des Emittenten die Bezeichnung für die Kryptowährung eines weltweiten Zahlungssystems mit dem Namen KaratGold. Man könne anhand des Coins auf Basis der Blockchain grenzüberschreitend Werte transferieren.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat angeordnet, den Vertrieb von KaratGold Coin (KBC) „einzustellen und abzuwickeln“.

Haben Sie in KaratGold Coin investiert und stehen vor Problemen? Oder möchten Sie sich näher zu dieser Kryptowährung, zum Anbieter oder allgemein zum Thema Online Trading informieren?

Dann können Sie das Gespräch mit einem Rechtsanwalt suchen und sich austauschen. Die Kanzlei Herfurtner wird von Mandanten kontaktiert, die Anlegerschutz suchen. Die Rechtsanwälte der Kanzlei werden zudem im Wirtschaftsrecht oder im Kapitalmarktrecht tätig.

Niedergelassen in München und Hamburg, betreut die Kanzlei Mandanten in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz. Möchten Sie einen Termin vereinbaren? Dann besuchen Sie bitte unseren Kontaktbereich.

KaratGold Coin kaufen?

In Zeiten wenig attraktiver Zinsumfelder suchen Anleger nach Alternativen, die eine bessere Rendite versprechen, als es derzeit beispielsweise für das Tagesgeld der Fall ist. Immer häufiger gerät dabei das Thema „Kryptowährungen“ in den Vordergrund, nicht zuletzt aufgrund der zeitweise
starken Kurssteigerungen des Bitcoin.

Wer sich damit beschäftigt, KaratGold Coin zu kaufen, sollte sich zunächst zu den Hintergründen informieren. Einen interessanten Beitrag zum Thema „KaratGold Coin“ liefert das Handelsblatt.

Ein Artikel des Finanzmagazins beschäftigt sich mit den Hintergründen zum KaratGold Coin und zum Karatbank Coin (KBC) – beides Kryptowährungen, die von einer Goldhandelsgruppe namens Karatbars in den vergangenen Monaten vertrieben worden seien.

Kritik am Geschäftsmodell

Das Handelsblatt spricht im Kontext der Kryptowährungen von „dubioser, goldgedeckter Kryptowährung“ und verweist in diesem Zusammenhang auf eine Entscheidung der BaFin. Diese hat am 11. November 2019 mitgeteilt, dass sie der Karatbit Foundation mit Sitz auf Belize aufgegeben habe, ein „durch Ausgabe des KaratGold Coin ohne Erlaubnis in Deutschland betriebenes E-Geld-Geschäft einzustellen und abzuwickeln.“

Im Jahr 2011 habe die Geschäftsführung, so das Handelsblatt, einen Goldhändler mit der Firmierung Karatbars gegründet. Zudem habe er die Stiftung in der Karibik gegründet, die mittlerweile die beiden Kryptowährungen KaratGold Coin und Karatbank Coin emittiere.

Insgesamt seien bislang Coins im Gegenwert eines dreistelligen Euro-Millionenbetrags vertrieben worden. Aufgrund der fehlenden Erlaubnis müsse diese Summe nun komplett an die Anleger zurückbezahlt werden, die in KaratGold Coin investiert haben.

Zweifel an Behauptungen, KaratGold Coin Bank

Laut Angaben des Handelsblatts habe der Gründer behauptet, eine Bank in den USA gekauft zu haben, um diese zur ersten Kryptobank der Welt zu machen.

Zudem seien die Kryptowährungen mit ausreichend Goldreserven hinterlegt, da die Bank eine Goldmine auf Madagaskar erworben habe. Beide Behauptungen stoßen im Bericht des Handelsblatts jedoch auf Kritik.

So verfüge die Bank in Miami nicht über die benötigten Lizenzen, weshalb das Unternehmen Karatbars Gegenstand von Ermittlungen der Finanzaufsicht in Florida sei.

Auch sei es nicht sicher, ob es in der angeblichen Goldmine auf Madagaskar überhaupt Gold gebe – denn dort würde Titan und Zirkon abgebaut, zudem sei das Gutachten über die angeblich vorhandenen Goldreserven möglicherweise ein Plagiat.

Deutschsprachige Website

Auf der Website von KaratGold, in deutschsprachiger Version unter der URL https://karatgold-kbc.com/de/ zu finden, wird der KaratGold Coin weiterhin angeboten.

Diesen könne man ohne KaratGold Coin Login direkt bei verschiedenen Anbietern wie Hubi, BitForex oder Coinall erwerben. Auf der Website ist von einem Karat Gold Imperium die Rede, welches auf diversen Produkten basiere:

  • KaratCoin Bank
  • KaratBit Exchange
  • KaratBars GmbH
  • KaratGold Coin
  • Karat GoldMine
  • KaratPay System

Zudem habe man ein Smartphone entwickelt, das über ein Voice-over-Blockchain Protokoll verschlüsselt sei und damit für Privatsphäre sorge. Es enthalte darüber hinaus eine Cold Wallet-Funktion.

Außerdem habe man ein sogenanntes KMerchant System etabliert, welches ein sicheres Zahlungssystem sei und Online Shops und Händlern ermögliche, Zahlungen mit Kryptowährungen wie KaratGold Coin abzuwickeln.

Im Impressum der Website ist eine Karat Gold Cooperation PTE. LTD genannt, die ihren Sitz in Singapur habe und die Website betreibe.

Über die postalische Anschrift hinaus finden sich auf der Website keine Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen, das den KaratGold Coin anbietet.

Probleme mit KaratGold Coin?

Im Fall von KaratGold können Anleger, die über die Firma in entsprechende goldgedeckte Kryptowährung investiert haben, aufgrund der Abwicklungsanordnung der BaFin nicht nur vertragliche, sondern auch gesetzliche Rückzahlungsansprüche geltend machen.

Sollte das Unternehmen ihrer Rückzahlungsverpflichtung nicht nachkommen, könnten sich daraus auch Ansprüche gegen die Unternehmensverantwortlichen direkt ergeben. Denkbar sind zudem auch Ansprüche gegenüber der eigens für die Emittierung der KaratGold Kryptowährung gegründeten Stiftung und deren Verantwortliche.

Der Bundesgerichtshof (BGH, Urteil vom 18.09.2012 – XI ZR 344/11) hat bereits entschieden, dass die sog. Hintermänner aufgrund des bei ihnen regelmäßig vorhandenen spezifischen Hintergrundwissens unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls haftbar sind.

Kryptowährungen gelten als komplex und volatil, weshalb sie nicht uneingeschränkt für jeden Anlegertyp zu empfehlen sind. Gleichwohl erfreuen sie sich zunehmender Beliebtheit, was an den vermeintlichen Renditeaussichten liegt.

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Christian Hensel: Wir haben mit vielen Mandanten gesprochen, die sich durch Investments in Kryptowährungen überdurchschnittliche Erträge versprachen und enttäuscht wurden.

Bei Finanzanlagen im Internet, sei es in Kryptowährungen wie KaratGold Coin, beim Forex Trading oder beim CFD Trading, hat man es häufig mit Online Brokern zu tun, die ihren Firmensitz im Ausland haben.

Nicht immer ist deren Regulierungsstatus durch eine staatliche Aufsichtsbehörde eindeutig. Anders als bei einer Bank ist ein fester Ansprechpartner bei einer Online Trading-Plattform nicht die Regel.

Bei der Einschätzung von Risiken ist der Anleger daher häufig auf sich allein gestellt, wodurch es zu einer fehlerhaften Beurteilung kommen kann.

Entwickelt sich eine Investition nicht in die gewünschte Richtung, sind Anleger häufig dazu verleitet, weitere Gelder zu investieren, um Verluste aufzufangen. Diese Rechnung geht jedoch nicht immer auf, weshalb es Investoren gibt, die den Verlust ihrer Kapitalanlage beklagen müssen. Haben Sie bei einem Investment Geld verloren?

Dann sollten Sie weitere Einzahlungen zunächst stoppen und sich mit dem Online Broker in Verbindung setzen. Dabei sollten Sie ergründen, wieso es zu den Verlusten kam und welche Möglichkeiten man Ihnen bietet, das verlorene Geld wiederzubeschaffen.

In diesem Zusammenhang können Sie auch Anlegerschutz suchen und sich an einen Rechtsanwalt wenden. Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner prüfen Ihre Vertragsbeziehung und Ihre Transaktionen und ermitteln, welche Ansprüche Sie gegebenenfalls geltend machen können.

Wenn Sie Fragen zu KaratGold Coin haben und sich mit uns in Verbindung setzen möchten, nutzen Sie für eine Terminvereinbarung bitte unseren Kontaktbereich.