Kenje Group – möglicher Telefonbetrug

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Kenje Group – möglicher Telefonbetrug

Kenje Group: die niederländischen Behörden warnen vor dem Unternehmen mit Sitz in Japan. Bei den Geschäftspraktiken soll es sich um Telefonbetrug handeln.

Kenje Group: Anlagebetrug und Scam?

Die Kenje Group ist ein Unternehmen mit Sitz in Japan, das sich auf Dienstleistungen und Investments am Kapitalmarkt spezialisiert hat – so lauten zumindest die Informationen, die man auf der Webseite des Unternehmens findet. Eine Warnmeldung der niederländischen Finanzaufsicht AFM lässt die Kenje Group nun allerdings in einem trügerischen Licht erscheinen: Anlegern wird dringend davon abgeraten, sich auf Geschäfte mit dem Unternehmen einzulassen. Bei den Geschäftspraktiken soll es sich um den sogenannten Boiler Room Scam zu handeln.

Einschätzung und Erfahrungen zur Kenje Group

Die Webseite der Kenje Group bietet möglicherweise weitere Informationen zu den Angeboten des Unternehmens. Besucher und Interessenten könnten tatsächlich den Eindruck erhalten, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Man liest von Vermögensverwaltung, Beteiligungskapital, Risikokapital, Legacy Planning und maßgeschneiderten Investment-Portfolios – große Begriffe der Finanzwelt, die Erfahrung suggerieren. Die Kenje Group sei zudem bedacht auf das finanzielle Wohlergehen der Kunden, biete persönliche Betreuung und könne auf ein internationales Investment-Netzwerk zurückgreifen. Bei näherer Betrachtung der Internetseite der Kenje Group wird allerdings deutlich, dass es sich um einen sehr unpersönlichen Auftritt mit belanglosen Fotografien aus den typischen Bilddatenbanken handelt. Nach konkreten Verantwortlichen oder Referenzen sucht man vergeblich. Starke Indizien, die Anleger zur Vorsicht aufrufen sollten.

Kenje Group: Telefonbetrug und Boiler Room Scam

Der sogenannte Boiler Room Scam ist eine Form des Telefonbetrugs. Allein im Jahr 2015 wurden in allein Deutschland 60.977 Fälle von Wirtschaftskriminalität polizeilich registriert, bei jedem achten Fall handelt es sich um Kapitalanlage- und Anlagebetrug. Telefonbetrug ist eine der häufigeren Betrugsformen, bei der der Anleger hohe Investitionssummen verlieren. Die Abzock-Masche beginnt mit unerwünschten Telefonaten, die sich als Kaltakquise betrachten lassen. Problematisch ist hierbei, dass sich die Betrüger als vermeintliche Finanzexperten ausgeben, dabei seriös auftreten und potentiellen Anlegern enorme Gewinne versprechen. Das erste rechtliche Vergehen entsteht bereits mit der Kontaktaufnahme, die als unerwünschte telefonische Werbung gesehen werden kann und damit nicht legal ist.

Eine „todsichere Investition“ oder „die unglaubliche Chance, die sich nur einmal im Leben auftut“: mit solchen Versprechungen verlocken zwielichtige Anbieter wie die Kenje Group und können Anleger zur Investition hoher Summen bewegen. In manchen Fällen handelt es sich bei den angebotenen Investments auch um Aktien namhafter Unternehmen. Für die Geschädigten eines solchen Telefonbetrugs endet der weitere Verlauf allerdings immer gleich, nämlich mit dem Verlust der investierten Gelder. Die Kontaktpersonen sind nicht mehr erreichbar, die Hintermänner unbekannt und der Sitz des Unternehmens befindet sich fernab in Asien.

Anwalt einschalten: rechtliche Mittel bei Telefonbetrug

Der abgelegene Gerichtsstand von Unternehmen wie der Kenje Group kann für die Opfer des Telefonbetrugs abschreckend wirken, weshalb sie von der Nutzung rechtlicher Mittel absehen. Die Dunkelziffer dieses Anlagebetruges könnte aus diesem Grund wesentlich höher liegen als die öffentlichen Statistiken vermuten lassen. Mit der Unterstützung von Anwaltskanzleien, die sich auf den Kapitalanlagebetrug spezialisiert haben, bieten sich Geschädigten durchaus gute Chance auf die Zurückerlangung verloren geglaubter Gelder – selbst dann, wenn die Scam-Unternehmen im Ausland sitzen.

Kanzlei Herfurtner: Anwälte für Anlegerschutz und Kapitalmarktrecht

Die Warnmeldungen zur Kenje Group wurden bisher in den Niederlanden, Belgien, Finnland und Italien veröffentlicht. Trotz der behördlichen Bedenken könnten Anleger durch die Kenje Group zu Schaden gekommen sein. In diesem Fall bietet eine rechtliche Beratung durch die Kanzlei Herfurtner verschiedene Möglichkeiten, um verlorene Investitionen wieder einzuholen. Die Anwälte für Bankrecht, Kapitalmarktrecht und Anlegerschutz begleiten Mandanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten bereits seit Jahren in ähnlich gelagerten Fällen.

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