Kryptowährung2023-02-01T15:47:51+01:00

Kryptowährung: Definition und Risiken

Kryptowährung: Definition und Risiken

Kryptowährung – Virtuelle Währungen wie Bitcoin, Ether und Cardano (ADA) erfreuen sich nach wie vor großer Popularität. Kryptowährungen können wie jede traditionelle Währung oder jedes Papiergeld gehandelt werden. Sie werden jedoch nicht von Finanzinstituten und Regierungen kontrolliert. Es gibt unzählige Arten von Kryptowährung mit einzigartigen Eigenschaften und Anwendungen.

Spektakuläre Erfolgsgeschichten und Millionen, wenn nicht Milliardengewinne, wurden gemeldet. Aber ist es sinnvoll, in virtuelle Währungen zu investieren, und sind digitale Währungen ein neues Finanzinstrument?

Der Bitcoin-Boom ruft immer mehr Kriminelle auf den Plan, die durch ausgefeilte Betrugsmaschen Profit aus dem Hype um Kryptogelder schlagen wollen – immer häufiger mit Erfolg.

Wir, die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner, erläutern Ihnen was Kryptowährungen genau sind und welchen Nutzen und welche Risiken sie haben.

Inhaltsverzeichnis

  1. Kryptowährung einfach erklärt
    1.1 Bitcoin und andere Kryptowährungen – ein Überblick
    1.2 Kryptogelder: Funktionsweise
    1.3 Kryptowährungen: 6 Kriterien zur Einordnung
  2. Kryptowährungen und ihre Marktkapitalisierung
  3. Bitcoin: die bekannteste Kryptowährung
  4. Altcoin – was ist das?
  5. CBDC: Definition und Erklärung
  6. Kryptogelder: Investitionen und Handel
  7. Kryptowährungen als Zahlungsmittel
  8. Blockchain Technologie einfach erklärt
  9. Bitcoin Mining – wie funktioniert es?
    9.1 Wallets – welche Arten gibt es?
    9.2 Peer-to-Peer Netzwerke
    9.3 Gebühren für Transaktionen
  10. Kryptowährungen: Steuern auf Gewinne
  11. Kryptowährungen: kritische Stimmen
    11.1 Datenverlust gleich Kapitalverlust
    11.2 Scam Coins
    11.3 Preisveränderungen & Preismanipulation
    11.4 Ransomware und Erpressung
    11.5 Andere Gefahren durch Kryptohandel
  12. Regierungsbehörden: Entscheidungen über Kryptowährungen
    12.1 Krypto Verordnung: Maßnahme gegen Geldwäsche
    12.2 Weltbank und IWF: Learning Coin
    12.3 Kryptowährungen als staatliches Tauschmittel
    12.4 Kryptowährungen als Gegenstand von ICOs
  13. Blockchain: Anwendungsfälle und Rechtslage
  14. Bitcoin – Sicherheit vs. Missbrauch
    14.1 Bitcoin – Risiken aus Sicht des Anwalts
    14.2 Altcoins – rechtliche Bewertung
    14.3 Kryptowährungen: behördliche Auflagen in Deutschland
  15. Kryptowährung: Risiken & Betrugsfälle
    15.1 Kursschwankungen
    15.2 Manipulation und Straftaten
    15.3 Schutz von Investoren
    15.4 Umtausch und Störungen im System
  16. Kryptowährung – Ausblick und Rechtsberatung

Kryptowährung: einfach erklärt

Bei Kryptowährungen handelt es sich um einen digitalen Vermögenswert, der auch als Handelsmittel dient. Der Begriff Krypto stammt aus dem Griechischen und bedeutet: krypto – verbergen, verstecken, bewahren. Das Wort Kryptowährungen bezieht sich darauf, dass die einzelnen Vermögenswertzuweisungen in einer dezentralen Datenbank (Distributed-Ledger-Technologie), in der Regel einer Blockchain, gespeichert werden.

Kryptowährung ist also ein allgemeiner Begriff für eine virtuelle Währung, die als digitales Zahlungsmedium verwendet werden kann.

Banken werden durch ein dezentrales Netzwerk ersetzt, dessen Teilnehmer Transaktionen verwalten und neue Währungseinheiten generieren. Dies wird durch die Blockchain-Technologie erreicht, die die Grundlage jeder Kryptowährung bildet.

Kryptowährungen sind jetzt für mehr als nur Währungstransaktionen verfügbar, da sie eine sichere, schnelle und kostengünstige Option für die Übertragung sensibler Daten darstellen.

Die bekanntesten Kryptowährungen sind:

  1. Bitcoin (BTC)
  2. Ethereum (ETH)
  3. Bitcoin Cash (BCH)
  4. Litecoin (LTC)
  5. Monero (XMR)
  6. IOTA (MIOTA)

Eine starke Verschlüsselung wird verwendet, um die Transaktionen und Vermögenswerte in dieser öffentlichen Finanztransaktionsdatenbank zu authentifizieren und zu schützen. Ebenso wie die Herstellung zusätzlicher Währungen oder sogar die Zerstörung bestehender Münzen, falls erforderlich.

Wenn wir das Wort Kryptowährung verwenden, meinen wir alle digitalen Währungsinitiativen, die öffentlich gehandelte Aktien haben.

Bitcoin und andere Kryptowährungen – ein Überblick

Bitcoin, die digitale Währung, wurde 2009 von einer anonymen Gruppe (vermutlich) von Programmierern gegründet, die sich Satoshi Nakamoto nannte. Das Ziel von Bitcoin als digitaler Währung war es, ein einfaches, schnelles und sicheres Zahlungssystem zu entwickeln, ohne sich auf die Kontrolle von Zentralbanken oder Hausbanken zu verlassen. Jedes virtuelle Geld wird ausschließlich von den Nutzern gehalten (Peer-to-Peer-Netzwerk).

Im Juni 2021 gab es mehr als 10.000 verschiedene Kryptowährungen, aber nur eine Handvoll von ihnen findet Verwendung als Währung.

Ihre Gemeinsamkeit ist, dass die Währungen dieser auf Blockchain basierenden Projekte gehandelt werden können.

Einige von ihnen haben auch weitere Funktionen, wie zum Beispiel Smart Contracts oder der Einsatz von Non-Fungible Token auf dem digitalen Kunstmarkt.

Verschiedene Kryptobörsen, aber auch Dexes (Decentralized Exchanges) bieten in jedem Szenario den Handel oder den direkten Kauf für verschiedene Währungen und Token an. Diese können auf private Wallet-Adressen verschoben und mit Hilfe eines privaten Schlüssels vor neugierigen Blicken geheim gehalten werden.

Kryptogelder: Funktionsweise

Im Gegensatz zu herkömmlichen Währungen werden Kryptowährungen nicht von einer zentralen Behörde oder Regulierungsorganisation ausgegeben und existieren nicht in physischer Form. Stattdessen sind viele Kryptowährungen, wie z. B. Bitcoin – die erste, die 2009 auf den Markt kam – durch den Wunsch nach dezentraler Kontrolle motiviert.

Jeder kann sich an der Ausgabe von Münzen und ihrer Verwaltung beteiligen und auch mitwirken.

Dennoch gibt es auch Krypto-Projekte, bei denen alle Münzen von einem einzigen Emittenten ausgegeben werden. Falls gewünscht, können die Währungen oder Token jedoch in dezentralisierte Initiativen umgewandelt werden, indem sie richtig verteilt werden.

Mit Kryptowährungen können Sie digitale Zahlungen tätigen, ohne einen Mittelsmann wie eine Bank zu benötigen. Dezentralisierte Datenspeicherung und kryptografisch gesicherte Übertragungsprotokolle machen dies möglich.

Der Besitz eines kryptologischen Schlüssels stellt das Eigentum an einem Guthaben dar.

In einem kollaborativen Ledger, einer verteilten Ledger-Technologie, in der Regel einer Blockchain, wird das Guthaben abgebildet und kryptografisch authentifiziert.

Es gibt keine greifbare Form von Kryptowährungen (wie Papiergeld) und im Gegensatz zu Fiatgeld oder digitalen Währungen von Zentralbanken gibt es keine zentrale Stelle, die sie ausgibt. Es gibt mehrere Kryptowährungen, bei denen eine Partei die Herstellung von Währungseinheiten nicht selbst beschleunigen oder in irgendeiner Weise beeinträchtigen kann.

Es gibt jedoch zahlreiche andere, bei denen die Herstellung von Währungseinheiten von privaten, gewinnorientierten Unternehmen durchgeführt wird, die unter ihrer eigenen Kontrolle arbeiten.

So hält Ripple Labs beispielsweise bis zu 80 % der neu ausgegebenen Ripple-Münzen und verteilt sie nach eigenem Ermessen.

Kryptowährungen: 6 Kriterien zur Einordnung

Es gibt 6 Kriterien dafür, was unter einer Kryptowährung zu verstehen ist:

  1. Ein verteilter Konsensmechanismus hält den Zustand des Systems aufrecht, ohne dass eine zentrale Autorität erforderlich ist.
  2. Das System behält den Überblick über die Bitcoin-Einheiten und deren Besitzer.
  3. Der Mechanismus entscheidet, ob zusätzliche Bitcoin-Einheiten erzeugt werden können. Wenn neue Kryptowährungseinheiten erzeugt werden können, legt das System die Umstände fest, unter denen sie erzeugt werden. Und wie das Eigentum an diesen neuen Einheiten ermittelt werden kann.
  4. Zur Überprüfung des Eigentums an Bitcoin-Einheiten darf nur ein kryptografischer Beweis verwendet werden.
  5. Transaktionen, bei denen das Eigentum an Bitcoin-Einheiten geändert wird, werden vom System zugelassen. Eine Transaktionsanweisung kann nur von einem Unternehmen erteilt werden, das den aktuellen Besitz dieser Einheiten nachweisen kann.
  6. Werden zwei getrennte Anweisungen zur Änderung des Eigentums an identischen kryptografischen Einheiten gleichzeitig eingegeben, führt das System immer nur eine von ihnen aus.

Kryptowährungen und ihre Marktkapitalisierung

Seit 2013 wird die gesamte Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen ermittelt.

Im Jahr 2017 überstieg die Gesamtmarktkapitalisierung zum ersten Mal die Marke von 100 Milliarden US-Dollar, im Januar 2018 erreichte sie vorübergehend 800 Milliarden US-Dollar. Später sank sie innerhalb weniger Wochen auf weniger als 500 Milliarden.

Erst im November 2020 wurde diese Obergrenze wieder überschritten. Seitdem sind die Werte in die Höhe geschnellt, wobei die gesamte Marktkapitalisierung am 12. Mai 2021 einen vorläufigen Höchststand von 2,5 Billionen US-Dollar überschritt.

Daher können die Werte von Kryptowährungen als sehr volatil eingestuft werden, mit Ausnahme der sogenannten Stablecoins.

Der Handelswert aller Kryptowährungen wird durch den Wert von Bitcoin beeinflusst, und wenn der Preis von Bitcoin fällt, sinken auch die Handelspreise aller Kryptowährungen.

Der Begriff „Altcoins“ bezieht sich auf alle digitalen Währungen und Token außer Bitcoin (von: alternative coins).

Bitcoin – die bekannteste Kryptowährung

Die erste dezentralisierte Kryptowährung war Bitcoin. Sie wurde 2009 als kostenlose Open-Source-Software zur Verfügung gestellt. Bitcoin wurde nur zu dem Zweck geschaffen, als Tauschmittel und Zahlungsmittel zu dienen.

Die Verwendung von Bitcoin als Geldspeicher hat ab dem Jahr 2020 an Popularität gewonnen.

Andere frühe Kryptowährungen wie Litecoin und Digibyte wurden ebenfalls nur entwickelt, um mit Bitcoin als Zahlungsmittel zu konkurrieren und versprachen beispielsweise schnellere oder billigere Transaktionen.

Trotzdem hat Bitcoin bis heute die größte und am weitesten verbreitete Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen.

Initial Coin Offering (ICO)

Token und andere „Gutscheine„, die von Unternehmen verwendet werden, um durch ihren Verkauf Bargeld zu erwerben, sind betrugsanfällig und sollten vor dem Kauf gründlich überprüft werden.

Bitcoin und seine dunkle Vergangenheit

Früher wurden Bitcoins zum Teil von Drogen- und Waffenhändlern verwendet. Im so genannten „Darknet„, der dunklen Schattenseite des Internets, können Nutzer weitgehend anonym surfen. Dies wurde genutzt, um einen riesigen Online-Marktplatz für illegale Güter zu betreiben. Bitcoin wurde in den Nachrichten ebenso mit Ransomware (auch als Erpressungssoftware bekannt) in Verbindung gebracht.

Anzahl der Bitcoin ist begrenzt

Die maximale Anzahl von Bitcoin beträgt 21 Millionen. Nach Angaben der Website Coinmarketcap sind derzeit 18,8 Millionen Bitcoins im Umlauf, und es wird erwartet, dass die Gesamtzahl von 21 Millionen bis zum Jahr 2040 erreicht ist. Das Wachstum ist jedoch rückläufig. So kann sogar mit Bitcoin-Bruchteilen wie Millibitcoins gehandelt werden.

Bitcoin Anwalt: die 7 wichtigsten Begriffe

  1. Mining: Das Lösen hochkomplexer mathematischer Aufgaben, um eine Transaktion zu verifizieren und somit einen neuen Block in der Blockchain entstehen zu lassen.
  2. Token: Token sind spezielle Einheiten. Token berechtigen ihren Besitzer dazu, eine bestimmte kryptografische Interaktion in einer Blockchain vorzunehmen.
  3. Staking: das Einbehalten von Coins einer beliebigen Kryptowährung im Wallet (Geldbörse) für eine bestimmte Zeit. Anschließend Belohnung in Form von Coins. Ähnlich dem Zinssystem beim Geldverleih.
  4. Wallet: Bezahlen mit einer digitalen Brieftasche. Darin werden Bitcoins und andere Kryptowährungen aufbewahrt.
  5. Blockchain: In der Blockchain, auch bekannt als Kette aus Blöcken, werden Dateneinträge miteinander verknüpft. Jede Transaktion, die jemals im Bitcoin-Netzwerk getätigt wurde, wird in dem verteilten Hauptbuch (Blockchain) aufgezeichnet. Die Blockchain wird nicht an einem zentralen Ort, sondern auf den Computern der einzelnen Nutzer gespeichert.
  6. Kryptowährung: Das Bitcoin-Zahlungssystem verwendet modernste Kryptographietechniken, um die Daten der Nutzer zu schützen. Zu den Kryptowährungen gehören daher Bitcoin und andere digitale Währungen.
  7. Smart Contracts: Die Blockchain Technologie ermöglicht u.a. die digitale Unterzeichnung sowie Erstellung von intelligenten Verträgen – sogenannten Smart Contracts. Außerdem kann sie zur Überprüfung der Produktherkunft in der Lieferkette verwendet werden.
  8. Non-Fungible Token: Ein einmaliger digitaler Vermögenswert, der nicht gegen einen anderen getauscht werden kann.

Altcoin – was ist das?

Die meisten der derzeit mehr als 10.000 Kryptowährungen wurden nicht als reine Zahlungssysteme konzipiert. Stattdessen handelt es sich bei den meisten Kryptowährungen, ob sie nun Coins oder Token genannt werden, um austauschbare und handelbare Vermögenswerte, die die sechs in der obigen Beschreibung genannten Kriterien erfüllen.

Manche haben aber auch zusätzliche Funktionen, die über die Anwendung als Zahlungsmittel hinausgehen.

Die zusätzlichen Funktionen oder Werte, die eingeführt werden können, sind recht vielfältig. Kryptowährungen können beispielsweise:

  1. Stimmrechte für eine breite Palette von Netzwerkentscheidungen (oder sogar externe Faktoren) bieten
  2. den aktuellen Gegenwert von Fiat-Währungen darstellen
  3. ausschließlich als Transaktionsgebühren für das Netzwerk verwendet werden

Wenn sie „eingesetzt“ oder anderweitig investiert werden, zahlen mehrere Kryptowährungen Zinsen oder beteiligen sich sogar auf verschiedene Weise an den geschätzten Transaktionskosten.

Altcoins sind alle Kryptowährungen, die nicht Bitcoin sind. Ether, die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, ist die interne Zahlungsmethode für das Ethereum-Netzwerk.

Central Bank Digital Currency (CBDC) – Definition

Central Bank Digital Currency (CBDC) oder Digital Central Bank Money (DCBM) bezieht sich auf Initiativen, die eine von der Zentralbank ausgegebene digitale Währung beinhalten. Der Wert einer CBDC entspricht dem Wert der normalen Währung, die sie (in dem betreffenden Land) repräsentiert.

Die digitale Zentralbankwährung wird laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich „von den meisten als eine neue Art von Zentralbankgeld […] angesehen, die sich von Guthaben auf traditionellen Reserve- oder Verrechnungskonten unterscheidet.“ Auch wenn der Begriff nicht ausdrücklich definiert ist.

Ein CBDC unterscheidet sich auch insofern von virtuellen Währungen und Kryptowährungen, als letztere nicht von Regierungen ausgegeben werden und keinen von Regierungen anerkannten Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels haben.

CBDCs befinden sich noch in den Kinderschuhen ihres Wachstums. Eine Studie aus dem Jahr 2021 ergab, dass rund 80 % der Zentralbanken weltweit CBDCs in Betracht ziehen, wobei 40 % bereits Proof-of-Concept-Tests durchgeführt haben.

Kryptogelder – Investitionen und Handel

Im Jahr 2020 und aktuell im Jahr 2021 haben Kryptowährungen eine außerordentliche institutionelle Akzeptanz erfahren, insbesondere Bitcoin. Das hat den Wert von fast allen anderen Kryptowährungen erheblich gesteigert. Viele Unternehmen investieren derzeit in Bitcoin, darunter Square, MicroStrategy und Tesla.

  1. Im Juni 2021 hatte der Grayscale Bitcoin Trust ein verwaltetes Vermögen von 25,7 Milliarden Dollar.
  2. Der Börsengang der Kryptobörse Coinbase sorgte im April 2021 für großes Aufsehen. Damit hat es nun als erstes Unternehmen, dessen Hauptgeschäftsstrategie der Handel mit Kryptowährungen ist, den Gang an die Börse gewagt.
  3. Nach der Einführung eines Bitcoin-ETF im Februar wurden am 20. April 2021 in Kanada drei Ethereum-ETFs genehmigt.
  4. Es wird erwartet, dass die Vereinigten Staaten in naher Zukunft ebenfalls Bitcoin- und Ethereum-ETFs genehmigen werden.
  5. Am 27. Juli hat ProFunds, ein globaler Vermögensverwalter mit einem Volumen von 60 Milliarden Dollar, einen auf Bitcoin-Futures basierenden Investmentfonds bei der Securities and Exchange Commission (SEC) registriert.
  6. 100 Chief Financial Officers (CFOs) globaler Hedge-Fonds wurden vom Fondsmanager Intertrust befragt, und sie sagten voraus, dass Kryptowährungen in fünf Jahren durchschnittlich 7,2 % ihres Vermögens ausmachen werden. Laut Intertrust könnte der Gesamtbetrag der Kryptowährungs-Assets im Hedge-Fonds-Geschäft bis zu 312 Milliarden Dollar betragen, wenn man diese Zahl auf die gesamte Branche anwendet.

Zahlungsmittel Kryptowährung

Transaktionen mit Kryptowährungen sind dezentraler Natur. Dies bedeutet, dass sie nicht von einer zentralen Behörde verbreitet oder unterstützt werden, sondern über ein Computernetzwerk verwaltet werden. Kryptowährungen können jedoch über Börsen gekauft und verkauft und in digitalen Brieftaschen (sog. Wallets) aufbewahrt werden.

Es gibt immer noch viele Probleme bei der Verwendung von Kryptowährung als herkömmliches Zahlungssystem, da es keinen festen Wechselkurs gibt und der Wechselkurs stark schwankt.

In dieser Hinsicht ist beispielsweise die Akzeptanz der Kryptowährung durch Einzelhändler häufig riskant. Immer mehr Online-Shops bieten jedoch an, unbezahlte Rechnungsbeträge in digitaler bargeldloser Währung zu begleichen.

MasterCard zum Beispiel plant, die Kryptowährung durch die Eröffnung seines globalen Netzwerks im Laufe dieses Jahres (2021) zu unterstützen. Der Schritt soll Käufern und Händlern mehr Möglichkeiten eröffnen, Zahlungen auf völlig neue Weise zu leisten.

Blockchain Technologie – einfach erklärt

Die Blockchain besteht aus Datenblöcken, von denen jeder auf den Block vor ihm zurückverweist und so eine Kette bildet. Jeder Informationsbrocken erzeugt eine neue Seite in der gemeinsamen Buchführung.

Jeder, der möchte, kann einen neuen Block zur Buchhaltung hinzufügen, und diese Transaktion aus dem Nirgendwo auf sein eigenes Konto wird der Liste der bestätigten Transaktionen hinzugefügt. Infolgedessen hat er Anspruch auf einen Teil der mit diesem Block verbundenen Neuemission, wie es das Regelwerk vorsieht.

Aus diesem Grund sind viele Nutzer bestrebt, neue Blöcke zu erstellen und hochzuladen.

Bitcoin Mining – wie funktioniert es?

Bitcoin Mining – ein weiterhin hochaktuelles Thema. Der Bitcoin Boom lockt weltweit zahlreiche Menschen an, die sich als sogenannte Miner eine goldene Nase verdienen möchten. Doch wie funktioniert Bitcoin Mining eigentlich, welche technische Ausstattung benötigen Miner und wie rentabel ist Bitcoin Mining aktuell noch?

Es gäbe kein Bitcoin-Netzwerk ohne Bitcoin-Miner, die mit Hightech-Computern nach Bitcoins schürfen und jeden Tag Tausende von Transaktionen überprüfen. Sie sorgen auch dafür, dass das Netzwerk vor Hackern sicher ist und können den Handel nachverfolgen, während sie gleichzeitig die (einzige) Quelle für neue Bitcoins (BTC) sind.

Das Bitcoin Mining hat sich in den letzten zehn Jahren von einem Nebenprojekt, in das jeder einsteigen konnte, zu einem hochautomatisierten, energiereichen Sektor entwickelt.
Obwohl die Bitcoin-Blockchain für ihren Wert bekannt ist, wissen viele Menschen nicht, wie sie funktioniert, da sie nicht von einer einzigen Person oder Institution kontrolliert wird.

High-End-Ausrüstung für Bitcoin Mining

Einer der Haupteinwände gegen das Mining als Einnahmequelle ist die Hardware. Man braucht eine Menge Ausrüstung, um überhaupt Geld zu verdienen.

Außerdem hat man es mit Unternehmen zu tun, die sich auf das Bitcoin Mining spezialisiert haben und ihre Geschäfte von riesigen Lagerhäusern aus betreiben.

Der Mining-Prozess selbst ist recht variabel. Es müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, wie z. B. die Stromkosten, der Preis der erforderlichen Ausrüstung und andere:

  1. Je mehr Bitcoin-Miner in einem Netzwerk arbeiten, desto schwieriger ist es, Bitcoins zu generieren.
  2. Bitcoin Mining verbraucht eine Menge Strom. Wenn der Strom teuer ist, lohnt sich das Mining möglicherweise nicht.
  3. Um Bitcoin zu schürfen, müssen Sie dafür bezahlen, einem Mining-Pool beizutreten.
  4. Für das Mining benötigen Sie eine spezielle Ausrüstung, einen sogenannten ASIC-Miner. In den meisten Fällen reicht ein Desktop-PC nicht aus, da die für ein effizientes Mining erforderlichen Stromkosten zu hoch sind.
  5. Die Hash-Rate“ eines Geräts sollte bei der Anschaffung in Betracht gezogen werden. Diese gibt an, wie viele Hashes in einer Sekunde erzeugt werden können.
  6. Auch die Effizienz Ihres ASIC-Miners ist ein wichtiger Faktor: Wenn er zu viel Strom verbraucht, könnten Sie ein schlechtes Geschäft machen.

Was Sie für Bitcoin Mining benötigen

Der Mining-Job wird zunehmend von Unternehmen übernommen, die es sich leisten können, mit ihrer teuren High-Tech-Ausrüstung lagerhausgroße Rechenzentren zu belegen. Die Gewinne der Bitcoin-Miner stehen in direktem Zusammenhang mit der Menge an Rechenleistung, die sie dem Netzwerk zur Verfügung stellen.

Obwohl die „Bitcoin-Milliardäre“, die für die Kryptowährung sprechen, von diesen frühen Anwendern abstammen, wurden sie von größeren, energieintensiveren Akteuren aus dem Markt gedrängt.

Die steigenden Kosten für das Mining sind eine direkte Folge der Notwendigkeit der Branche, auf dem neuesten Stand der Technik zu sein. Darüber hinaus benötigen diese Aktivitäten mit zunehmender Größe und Leistung immer mehr Strom.

Extrainformationen zur Funktion von Bitcoin Mining

Der Großteil des modernen Bitcoin Minings findet auf „Rigs“ statt. Dies sind leistungsstarke Computer, die für diesen Zweck entwickelt wurden und auf denen die entsprechende Software 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche läuft.

Um frische Bitcoins schürfen zu können, sind alle Rigs genau gleich aufgebaut. Um dies zu tun, müssen sie bei der Pflege des öffentlichen Hauptbuchs helfen und die Arbeit anderer Miner überprüfen.

Bis ein Miner beschließt, ihn zu verkaufen, befindet sich jeder Bitcoin auf der Welt im Besitz eines der Miner, die ihn ermöglicht haben.

Damit eine Bitcoin-Transaktion bestätigt werden kann, müssen die Miner zunächst den Inhalt jeder ausstehenden oder unbestätigten Transaktion, die im Netzwerk eingegangen ist, überprüfen.

Dazu gehören die Wallet-Adressen beider Parteien sowie zusätzliche optionale Daten wie Transaktionscodes, Referenznummern oder Nachrichten, die in der Transaktion enthalten sein können.

Was ist ein Mining-Knoten?

Die Daten werden dann automatisch von Minern (manchmal auch als Mining-Knoten bezeichnet) organisiert. Sie erstellen zunächst einen „Hash“.

Ein Hash ist eine alphanumerische Zeichenfolge (String) aus 64 Zeichen, die alle Transaktionsinformationen enthält.

Da der Hash verschlüsselt ist, werden die darin enthaltenen Informationen nicht nur komprimiert, sondern auch vor neugierigen Blicken geschützt. Das bedeutet, dass Sie, nachdem Sie einen Hash erstellt haben, die zugrundeliegenden Informationen nicht mehr ändern können, ohne den Hash neu zu schreiben und die anderen Miner zu alarmieren.

Die Blockchain greift daher automatisch auf die jüngste Transaktion zurück, bevor es zu den nachfolgenden Transaktionen übergeht. Dabei beginnt es mit der jüngsten Transaktion und arbeitet von dort aus rückwärts.

Danach werden die Informationen einer Transaktion mit denen einer anderen zusammengeführt, um einen neuen Hash zu erzeugen. Ein Block wird gebildet, wenn eine Reihe von Transaktionen zusammengeführt und zu einem einzigen Hashwert zusammengefasst werden.

Um die Kette der Transaktionen zu erweitern, werden diese Blöcke miteinander verknüpft – daher der Begriff „Blockchain“.

Die Funktion von Nonces

Miner konkurrieren darum, den Block so schnell wie möglich zu versiegeln, damit er mit dem Rest der Kette verknüpft werden kann. Nur der Miner, der den Block erfolgreich versiegelt, wird mit neuen Bitcoins belohnt.

Der Versuch, ganze Blöcke zu versiegeln, ist dagegen eher ein Risiko als ein Talent. Das Bitcoin-System sucht nach einem zufälligen Block-Hash, und die Miner beeilen sich, diesen zu finden, indem sie schnell eine Vielzahl von Schätzungen (Nonces genannt) abgeben.

Der Zufallscharakter dieses Verfahrens macht es den Minern unmöglich, Trends zu erkennen oder vorherzusagen, welcher Hash benötigt wird, um einen Block zu versiegeln und so neue Bitcoins zu erhalten. Alles hängt vom Zufall ab.

Die beste Möglichkeit für einen Miner ist es, seine Rechenleistung zu erhöhen, damit er fundiertere Vermutungen anstellen kann. Wie bei einer Lotterie können Sie Ihre Gewinnchancen erhöhen, indem Sie mehr Vermutungen anstellen, aber es gibt keine Garantie, dass Sie gewinnen, egal wie oft Sie spielen.

Neue Blöcke werden der Kette nach und nach hinzugefügt, nachdem der vorhergehende Block versiegelt wurde, wodurch der neue Block mathematisch mit den vorherigen Blöcken verbunden wird, die bereits bestätigt und validiert wurden.

Die Miner überprüfen den Hash eines Blocks, um sicherzustellen, dass er gültig ist, und bilden dann einen Konsens darüber, ob es sich um einen rechtmäßigen Block handelt oder nicht.

Beim konsensbasierten Ansatz können Betrüger keine Bitcoins verändern oder ausgeben, die sie nicht mehr besitzen, da die Blockchain feststellt, ob eine neue Transaktion bereits ausgegebene Bitcoins enthält.

In diesem Fall fungieren die Miner gegenseitig als Prüfer, um sicherzustellen, dass sich alle an die Regeln halten.

Bitcoin Mining & Rentabilität

Das bedeutet, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, ob der Prozess des Bitcoin Minings generell lukrativ ist oder nicht.

Es gibt zu viele Variablen: Wenn ein Miner nicht mit einer ständig wachsenden Zahl anderer Miner mithalten kann, wird er nicht die gleiche Auszahlung erhalten.

Ähnlich wie bei der Entdeckung eines Goldnuggets, wenn mehr Leute in demselben Gebiet schürfen, wird das Schürfen von Bitcoins und Transaktionsgebühren weniger profitabel, wenn mehr Personen in den Markt eintreten.

Das bedeutet, dass alle Miner um den gleichen Bitcoin-Vorrat konkurrieren müssen oder ohne ihn auskommen müssen.

Unabhängig davon, ob das Bitcoin Mining jetzt lukrativ ist oder nicht, ist Folgendes sicher: Die Mehrheit der Bitcoin-Miner hat in den Anfangsjahren der Kryptowährung Geld verdient. Es muss auch einen finanziellen Anreiz für die Miner geben, weiterzumachen, sonst hätten sie keine Motivation, dies zu tun.

Das Bitcoin Mining ist nicht mehr so profitabel wie früher, und der Wettbewerb ist härter denn je. Trotzdem verdienen einige Miner immer noch Geld damit.

Mining-Pool: Der Ort des Geschehens

Das Schürfen von Bitcoins erfolgt in Gruppen, die als „Mining-Pools“ bekannt sind und in die jeder Nutzer einen Teil seiner Rechenleistung einbringt. Mit jedem Bitcoin-Block, der erzeugt wird, erhalten alle Nutzer einen Teil des Geldes.

Um einem Mining-Pool beizutreten, müssen Sie zunächst ein Konto registrieren.

Mining-Client als Voraussetzung für Bitcoin Mining

Es reicht allerdings nicht aus, ein Mining-Pool-Konto zu haben, um Bitcoin schürfen zu können. Normalerweise ist dafür zusätzlich ein Mining-Client erforderlich. Mit diesem Client verbinden Sie sich mit Ihrem Mining-Pool-Konto.

Der Mining-Client verwahrt unter anderem Ihre Bitcoins sicher in einer Bitcoin-Wallet.

Was ist der Zweck von Bitcoin Mining?

Sobald der Proof-of-Work-Prozess abgeschlossen ist, erhält der Miner, der über einen bestimmten Zeitraum eine Reihe von Transaktionen verifiziert hat, sowohl die neuen Bitcoin, die das Protokoll erzeugt, als auch die damit verbundenen Transaktionsgebühren.

Da er sie nicht kaufen muss, kann er Bitcoins anhäufen.

Die Geschwindigkeit und Menge der neuen Bitcoins, die auf den Markt kommen, wird vom Bitcoin-Protokoll bestimmt. Alle 10 Minuten erhält ein erfolgreicher Miner einen neuen Bitcoin, wobei der Regelalgorithmus nicht zeitabhängig ist.

Weil die Menge neuer Bitcoins in diesem Rhythmus gehalten werden muss, wird die Schwierigkeit der Miner entsprechend angepasst. Dies bedeutet, dass die Rate, mit der neue Bitcoins produziert werden, unabhängig von der Anzahl der Miner oder der Menge der eingesetzten Rechenleistung ist.

Unabhängig davon, wie viel Rechenleistung eingesetzt wird, bleibt die Belohnung gleich, und die Menge an neuen Bitcoins, die zugänglich ist, bleibt gleich. Die Chance eines einzelnen Miners, den Preis zu gewinnen, schwankt lediglich.

Es kann nur 21 Millionen Bitcoins geben, und die meisten sind bereits generiert worden – im April 2018 erreichte die Währung 17 Millionen Bitcoins. Um das Jahr 2140 dürfte der letzte Bitcoin geschürft werden, da das Bitcoin-Angebot kontinuierlich sinkt.

Außerdem werden die Miner mit Transaktionsgebühren entschädigt. Bitcoin und andere Kryptowährungen werden oft als Notwendigkeit angepriesen, weil Zahlungsunternehmen und Banken enorme Summen aus den Milliarden von Transaktionen, die wir jeden Tag durchführen, einnehmen.

Transaktionsgebühren sind für Miner optional. Lange Zeit wurden diese Transaktionsgebühren nur für bestimmte Arten von Transaktionen erhoben, z. B. für ungewöhnlich große oder kleine Transaktionen. Mit zunehmenden Einnahmen wird sich dies jedoch auch auf den Gewinn der Miner auswirken.

Wie wird sich Bitcoin Mining zukünftig entwickeln?

Der öffentliche Datensatz von Bitcoin, die Blockchain, wird durch die Produktion von Belohnungen gepflegt und aktualisiert. Sobald sich die Bitcoin-Produktion verlangsamt, wird sich das Anreizsystem auf ein System verlagern, bei dem die Miner durch winzige Transaktionsgebühren bezahlt werden, die auf jede Transaktion erhoben werden.

Die Anzahl neuer Bitcoins wird auch in Zukunft generiert werden. Aber ihr prozentualer Anteil an den Gesamteinnahmen wird mit der Zeit abnehmen, sodass sich der Schwerpunkt auf die Transaktionsgebühren verlagert, die die Miner erhalten.

Es wird heftig darüber diskutiert, was dies für das Bitcoin Mining bedeutet. Das ist ein durchaus kritisches Thema, weil die Blockchain ohne die Miner nicht funktionieren kann.

Einem Argument zufolge würde eine Verringerung des Angebots an neuen Bitcoins die Währung unattraktiver machen und dazu führen, dass weniger Miner das System aufrechterhalten. Dies könnte zum Untergang dieser Kryptowährung führen.

Um die Blockchain am Laufen zu halten, müssen die Transaktionsgebühren steigen. Vielleicht bis zu dem Punkt, an dem Bitcoin teurer ist als das derzeitige Zahlungssystem.
Große Mining-Farmen und Rechenzentren, die sich ausschließlich dem Bitcoin Mining und der Pflege des Hauptbuchs widmen, könnten nach Ansicht einiger Experten zu einer Konzentration der Rechenleistung führen.

Da weniger neue Bitcoins auf den Markt kommen, glauben einige, dass der Preis von Bitcoins steigen wird, um die geringere Anzahl von Bitcoin-Transaktionen auszugleichen. Selbst wenn die Miner die größtmögliche Rechenleistung einsetzen, werden sie immer noch ein wenig Glück brauchen, um erfolgreich zu sein.

Bitcoin – der Klimasünder?

Bitcoin steht nun seit geraumer Zeit in den Negativschlagzeilen. Sein Konzept basiert auf dem äußerst rechenintensiven Proof-of-Work-Verfahren.

Der Energieverbrauch durch Bitcoin ist immens.

Unsere Bitcoin Anwälte haben Ihnen einige Fakten zum Thema zusammengestellt.

Authentifizierung

Da binäre Informationen praktisch nach Belieben kopiert werden können, ist es wichtig, die im Umlauf befindliche Menge im Auge zu behalten, um sicherzustellen, dass sie nicht außer Kontrolle gerät.

Das bedeutet, dass die Summe der Eingänge (Konten, von denen Geld entnommen wird) gleich der Summe der Ausgänge sein muss, damit eine Transaktion rechtmäßig ist (Konten, denen ein Betrag hinzugefügt wird). Neue Themen sind die einzigen, die sich nicht an vorgegebene Standards halten müssen, die jeder versteht, um das erforderliche Vertrauen aufzubauen.

Bei regulären bargeldlosen Zahlungen muss der Teilnehmer darauf vertrauen, dass die operative Organisation (z. B. eine Bank oder ein Kreditkartenunternehmen) die Einhaltung der Vorschriften überwacht und durchsetzt. Diese Aufgabe wird an die Kryptowährungsgemeinschaft delegiert, zu der alle Nutzer gehören.

Nur mit der Zustimmung der Mehrheit der Nutzer können Systemkorrekturen vorgenommen werden.

Im Fall von Bitcoin wurde beispielsweise am 15. August 2010 eine Transaktion, die nicht den Regeln entsprach, aufgrund eines Softwarefehlers automatisch von der Mehrheit genehmigt.

Gesteigerter Schwierigkeitsgrad

Um dieser Auswirkung, der steigenden Anzahl von Spielern und dem Mooreschen Gesetz zu begegnen, enthalten Kryptowährungen veränderbare Schwierigkeitsgrade (engl. difficulty) in den gestellten Rechenaufgaben. Es gibt keine zugelassenen Lösungen, es sei denn, sie erfüllen eine vorher festgelegte und regelmäßig aktualisierte Schwierigkeitsgradanforderung.

Die Emissionsraten können konstant gehalten werden, während der für eine Manipulation erforderliche Aufwand steigt.

Es ist möglich, die Ideen von Proof-of-Work mit Aktienbesitz zu kombinieren. Lösungen können mit weniger Aufwand bei Peercoin eingereicht werden, wenn man über einen bedeutenden, vorzugsweise alten, Kontostand verfügt.

Die erhöhte Wahrscheinlichkeit, neue Ausgaben oder Transaktionsgebühren zu erhalten, ist für die Entwickler der Kryptowährung von großem Interesse.

Welche Arten von Wallets gibt es?

Bisher wurde die virtuelle Währung hauptsächlich in „Geldbörsen“, d. h. digitalen Geldbörsen, gespeichert und durch private Schlüssel in Form von digitalen Codes gesichert.

Auf die Brieftasche und den Wert der darin enthaltenen Kryptowährung kann nur mit dem Schlüssel zugegriffen werden. Wenn der Besitzer den digitalen Code verliert, kann er seine Brieftasche nicht mehr eingeben.

Es gibt 5 Arten von Kryptowährung-Wallets:

  1. Brieftaschen für Desktop
  2. Online
  3. Mobile
  4. Hardware
  5. Papier

Wenn Sie beim Handel mit Kryptowährung über ein CFD-Handelskonto nur Kryptowährung kaufen, benötigen Sie keine Brieftasche. Brieftaschen werden zum Speichern von Kryptowährungen verwendet, um diese zu senden und zu empfangen.

Peer-to-Peer-Netzwerk

Es gibt buchstäblich Hunderte von verschiedenen Spezifikationen dafür, wie Kryptowährungen umgesetzt werden sollen. Einige von ihnen basieren auf denselben Konzepten wie Bitcoin und haben eine vergleichbare Struktur wie diese digitale Währung.

Ein Peer-to-Peer-Netzwerk verbindet alle Mitglieder miteinander. Jegliche Kommunikation, die von einem Teilnehmer an dieses Netzwerk gesendet wird, wird im Rahmen des Prozesses für alle anderen verfügbar. Sie wird jedoch nicht als Broadcast zugestellt, sondern, wie in P2P-Netzwerken üblich, einzeln weitergereicht.

Daher ist das Senden einer Nachricht an dieses Netzwerk dasselbe wie das Veröffentlichen einer Nachricht an das gesamte Netzwerk.

Zu Beginn erstellt jedes neue Mitglied ein asymmetrisches Kryptosystem-Schlüsselpaar. P2P-Netzwerke und vielleicht auch andere Stellen stellen den öffentlichen Schlüssel zur Verfügung. Der Teilnehmer kann nun mit seinem privaten Schlüssel, der geheim gehalten wird, Anweisungen für Transaktionen kryptografisch signieren.

Mit dieser Methode kann jeder Nutzer sein eigenes Konto einrichten. Auf dem Konto befindet sich kein Geld, da es brandneu ist. Die Kontoadresse wird als öffentlicher Schlüssel bezeichnet, der im Grunde die Kontonummer darstellt. Der private Schlüssel schützt die Verfügungsgewalt über das Konto.

Eine Brieftasche ist eine digitale Datei, die alle von den Teilnehmern generierten privaten Schlüsselpaare enthält.

Überweisung über das Peer-to-Peer-System

Möchte ein Dritter eine Überweisung auf das neu eingerichtete Konto vornehmen, schreibt er einen Überweisungsauftrag mit dem Betrag und dem öffentlichen Schlüssel des Zielkontos und signiert ihn mit seinem geheimen Schlüssel. Dieser Kauf wird über das Peer-to-Peer-Netzwerk bekannt gemacht. Nun muss die Transaktion im gemeinsamen Hauptbuch verifiziert und validiert und archiviert werden.

Der öffentliche Schlüssel kann von jedem Teilnehmer verwendet werden, um zu überprüfen, ob der Überweisungsauftrag tatsächlich von dem echten Absender stammt. Dies macht es schwierig, Geld von den Kreditkarten anderer Leute zu stehlen. Danach können Sie die zuvor archivierten Konten verwenden, um zu sehen, ob das Empfängerkonto ebenfalls das erforderliche Guthaben aufweist.

Dadurch wird verhindert, dass Sie Ihr Kreditlimit überschreiten oder Ihre Kreditkarte zweimal benutzen. Erst wenn der Überweisungsauftrag als vorschriftsmäßig erkannt wurde, wird ein Teilnehmer versuchen, ihn in das Buchhaltungssystem einzugeben.

Gebühren für Transaktionen

Transaktionsgebühren werden erhoben, um nutzlose Überweisungen von Kleinstbeträgen zu verhindern, nicht zuletzt um Angriffe auf den Betrieb einer Kryptowährung aufgrund von Überlastung (Denial-of-Service-Attacken) abzuwehren. Diese Transaktionsgebühren werden erhoben, indem der Blockersteller die Möglichkeit erhält, einen Transfer des vereinbarten Betrags auf sein eigenes Konto in den neuen Block aufzunehmen.

Selbst wenn keine neuen, profitableren Herausforderungen auftauchen, haben sie einen wirtschaftlichen Anreiz, sich zu engagieren.

Aufgrund der Beschränkung der Blockgröße müssen Transaktionen möglicherweise länger auf die Aufnahme in einen neuen Block warten. Überweisungsaufträge können beschleunigt werden, indem eine höhere Transaktionsgebühr auf die zu überweisenden Transaktionen erhoben wird.

Die anderen Teilnehmer werden diese Transaktion dann bevorzugt in ihre neuen Blöcke aufnehmen, um die höheren Transaktionskosten für sich zu verbuchen.

Selbstbestimmung auf Grundlage von Informationen

Ein öffentliches Hauptbuch wird von fast allen Kryptowährungen verwendet. Seit den Anfängen der Währung hat jeder vollen Zugang zu allen Transaktionen. Da es keine Bank gibt, gibt es auch kein Bankgeheimnis. Ohne eine Bank kann ein Teilnehmer aber auch nicht als Person registriert werden.

Es ist für jeden möglich, ein Schlüsselpaar zu erzeugen und mit zwei verschiedenen öffentlichen Schlüsseln am Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Das Pseudonym des Teilnehmers wird durch diesen öffentlichen Schlüssel repräsentiert. Daher sind Kryptowährungen in der hier vorgestellten Form bereits pseudonymisiert. 13 Abs. 6 des Telemediengesetzes schreibt vor, dass Diensteanbieter in Deutschland „die Inanspruchnahme von Telemedien und deren Bezahlung anonym oder unter einem Pseudonym ermöglichen.“

Dieses Kriterium erfüllt eine Kryptowährung bereits aufgrund der ihr innewohnenden Architektur.

Pseudonyme hingegen verhindern nicht, dass jemand anderes sein Pseudonym mit einem anderen in Verbindung bringt. Zahlungstransaktionen erfordern die Übermittlung zusätzlicher Informationen wie eine Lieferadresse, eine E-Mail-Adresse oder andere Identifikatoren.

Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, eine beliebige Anzahl von Schlüsselpaaren und damit Pseudonymen zu konstruieren, um zu vermeiden, dass in einer solchen Situation die gesamte Buchungshistorie dieser Person offengelegt wird. Was in anderen Netzwerkdiensten unerwünscht ist und manchmal sogar bewusst gesucht und abgestraft wird, ist bei Kryptowährungen das zu erwartende übliche Szenario.

Damit ist es jedoch unmöglich, anonym zu bleiben.

Anonymisierung statt Rückverfolgung

Konten werden als Dienst zur Verfügung gestellt, um die Rückverfolgbarkeit von Zahlungen zu vermeiden. Somit können Transaktionen auf eine Weise abgewickelt werden, die es erschwert, eine Verbindung zwischen eingehenden und ausgehenden Transaktionen herzustellen.

Viele Teilnehmer können dasselbe Konto verwenden, um Zahlungsanforderungen zu erfüllen, wobei nur der Betreiber die Verbindung zwischen eingehenden und ausgehenden Transaktionen kennt. So wird es gemacht: Der Nutzer des Dienstes kann zusätzliche Schritte vorschreiben, um Korrelationen auf ein Minimum zu beschränken.

So können Zahlungen beispielsweise verzögert, in zwei Hälften aufgeteilt oder auf mehrere Empfängerkonten verteilt werden (die wiederum derselben Person gehören können). Diese Dienste werden im Zusammenhang mit Geldwäsche als „Mischdienste“ oder „Wäschedienste“ bezeichnet.

Der Hauptnachteil besteht darin, dass die Nutzer den Dienstleistern sowohl in Bezug auf die Anonymität als auch auf die eigentliche Zahlungsabwicklung Vertrauen entgegenbringen müssen. Wie bei einer Bank gibt es einen zentralen Dienst, dem man vertrauen muss.

Dies steht im Widerspruch zu allem, wofür eine Kryptowährung stehen soll.

Geldwäsche mit Kryptotransaktionen

Die Gemeinschaft der Mitglieder einer Kryptowährung kann potenziell Geldwäsche als dezentrale Dienstleistung anbieten. Commitment-Prozesse, kryptografische Akkumulatoren und Zero-Knowledge-Proofs können genutzt werden, um ein digitales Schwarzes Brett zu konstruieren, auf dem Geld anonym eingezahlt und wieder abgeholt werden kann.

Einzahlungsbeträge müssen selbstorganisiert sein, genau wie die Bitcoin-Buchhaltung, um zu verhindern, dass sie vom Schwarzen Brett gelöscht werden. Schwarze Bretter können als eine anonyme Form der ursprünglichen Kryptowährung betrachtet werden und sind nun Teil des Buchhaltungssystems.

Angesichts der Geheimhaltung und der Gefahr der Geldwäsche, die Kryptowährungen bieten, hat die FATF empfohlen, die Travel Rule einzuführen, um Bitcoin-Transaktionen besser verfolgen zu können.

Kryptowährungen: Steuern auf Gewinne

Bitcoin Steuer – Wer sich auf die Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten begibt, kommt heutzutage an den verschiedenen Kryptowährungen nur schwerlich vorbei. Doch was ist beim Handel mit den digitalen Münzen zu bedenken?

In jedem Fall sollte bei Litecoin, Etherum, Ripple und der wohl bekanntesten Kryptowährung Bitcoin das Steuer-Thema nicht außer Acht gelassen werden.

Ein ganz wichtiger Faktor: Da Bitcoins und Co. in Deutschland kein offizielles Zahlungsmittel oder eine Kapitalanlage im eigentlichen Sinn darstellen, werden sie steuerlich als Wirtschaftsgüter geführt und unterliegen damit nicht der Abgeltungssteuer. Je nach Haltedauer und Gewinnspanne kann der Handel mit der virtuellen Währung steuerfrei sein.

Gewinne und Verluste aus Kryptowährungen können weiterhin mit Steuerrückerstattungen verbunden sein.

Wenn beispielsweise der Bitcoin innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft wird, handelt es sich um spekulative Gewinne, die zum normalen Einkommensteuersatz verbucht werden.

Aus Sicht des Finanzamtes spielt es keine Rolle, ob diese Kapitalgewinne durch Handel, Kauf oder Börsen erzielt werden.

Daher sollte jeder, der in virtuelle Währungen investiert, den Akquisitionsprozess dokumentieren. Denn um die zu zahlende Steuer zu bestimmen, müssen die Kosten bekannt sein.

Gewinne können Verluste aus anderen spekulativen Geschäften im selben Jahr ausgleichen. Die Kosten der Transaktion verringern den Gewinn oder erhöhen die Verluste.

Keine gute Idee dürfte es indes sein, die Krypto-Transaktionen beim Krypto Trading und daraus resultierende Gewinne vor dem Finanzamt zu verschweigen. Denn die Blockchain zeichnet alle Transaktionen auf und ist damit für Finanzbeamte im Zweifel ein „offenes Buch“.

Lässt sich beim Thema Bitcoin die Steuer umgehen?

Der Kauf und Verkauf von Bitcoins und Co. wird als privates Veräußerungsgeschäft, auch als Spekulationsgeschäft bekannt, bewertet. Das bedeutet, dass beim Handel mit der Kryptowährung ähnlich verfahren wird wie beispielsweise beim Handel mit Kunstwerken.

Es sind zwei wesentliche Faktoren zu erfüllen, ob beim Bitcoin-Verkauf eine Steuer-Zahlung verpflichtend ist oder nicht. Diese werden wir Ihnen im folgenden Textabschnitt erläutern.

Steuer auf Bitcoin? Es kommt darauf an

Für Privatanleger besteht die große Chance, mit dem Handel von Kryptowährungen große Gewinne einzufahren. Ob jedoch beim Bitcoin-Verkauf eine Steuer-Belastung das Ergebnis beeinflusst, hängt von

  1. der Höhe des Ertrags
  2. sowie von der Haltedauer

ab.

Wie man also in puncto Bitcoin die Steuerumgehen kann, ist beispielsweise davon abhängig, ob die 600-Euro-Freigrenze überschritten wird. Bleibt der Gewinn unterhalb der 600-Euro-Marke, findet keine Besteuerung statt.

Dies bezieht sich übrigens nicht nur auf den Handel mit Kryptowährungen, sondern gilt für alle privaten Veräußerungsgeschäfte. Bereits ab einer Gewinnsumme von 601 Euro fallen Steuern aus dem Bitcoin-Handel sowie beim Verkauf von vielen anderen Wertgegenständen an.

Wie wird der Ertrag beim Bitcoin-Handel ermittelt?

Wie berichtet, hängt der Ertrag davon ab, ob der Bitcoin-Verkauf das Entrichten einer Steuer nach sich zieht. Der Ertrag wird wie folgt ermittelt:

Verkaufspreis – Anschaffungskosten – Verkaufswerbungskosten = Gewinn

Die Erträge müssen nicht immer positiver Natur, sondern können auch Verluste sein. Werden bei weiteren Bitcoin-Verkäufen im gleichen Jahr Gewinne eingefahren, können die Verluste mit den Gewinnen verrechnet und die Steuerlast minimiert werden.

Gut zu wissen: Verluste können zudem auf die kommenden Jahre „verteilt“ und mit den jeweiligen Gewinnspannen gegengerechnet werden.

Bitcoin und Steuer – Haltedauer entscheidet mit

Dass der Bitcoin-Handel nicht automatisch mit dem Abführen einer Steuer einhergeht, hängt auch mit der Haltedauer von Kryptowährungen zusammen. Wer die virtuelle Währung mehr als ein Jahr lang sein Eigen nennt, muss unabhängig vom Gewinn keine Steuern an den Fiskus entrichten.

Das Finanzamt bewertet ein solches Vorgehen gemäß Paragraph 23 Abs. 1 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) als Spekulations- respektive privates Veräußerungsgeschäft.

Ob beim Bitcoin-Verkauf eine Steuer-Abgabe anfällt, hängt also von der Höhe des Gewinns und der Haltedauer ab. Wenn jedoch Kapitalanleger dabei sind, die einen regen Handel mit Bitcoins betreiben, lässt sich das Kaufdatum der jeweiligen Kryptowährung nicht immer präzise bestimmen.

Wie verfährt man also, ob beim Bitcoin-Verkauf die Steuer greift und ob die Gewinne aus dem Krypto-Verkauf in der Steuererklärung erfasst werden können? Indem unter anderem die FIFO-Methode (First-in-First-out) angewendet wird.

Steuer auf Bitcoin mithilfe der FIFO-Methode ermitteln

Bei der FIFO-Methode geht man davon aus, dass zunächst die Bitcoins verkauft werden, die sich am längsten im Portfolio befinden. Was also vom aktuellen Bestand als erstes gekauft wurde, wird auch als erstes veräußert.

Befinden sich diese virtuellen Münzen außerhalb der Jahresfrist und fällt der Gewinn unter die besagte 600-Euro-Grenze, ist der Verkauf dieses Spekulationsobjekts steuerfrei.

Es empfiehlt sich als Anleger jeden Kauf und Verkauf von Kryptowährungen schriftlich zu fixieren. Die FIFO-Methode hilft jedenfalls dabei, wenn das Kaufdatum nicht ganz eindeutig ist und eine Lösung gefunden werden muss, um die Gewinne in der Steuererklärung aufführen zu können. Es ist also möglich, einen Bitcoin-Gewinn ohne Steuer-Abgabe einzufahren.

Bitcoin und Steuer – LIFO-Methode als Alternativlösung

In der Regel findet die FIFO-Methode zur Berechnung möglicher Steuern Anwendung. Es gibt aber auch eine Alternative hierzu – und zwar die LIFO-Methode. Beim LIFO-Verfahren (Last-in-First-out) wird genau entgegengesetzt gehandelt.

Ein Bitcoin, das zuletzt gekauft und als erstes verkauft wird, wird für die Steuer-Berechnung herangezogen. Welches Modell zum jeweiligen Anleger passt, sollte im Vorfeld eingehend geprüft werden.

Eine solche Entscheidung muss wohl durchdacht sein, da das ständige Switchen der Berechnungsmethoden nicht möglich ist.

Fällt die Wahl nach Abwägung steuerlicher Vor- und Nachteile entweder auf die FIFO- oder auf die LIFO-Methode, muss man beim jeweiligen Verfahren künftig bleiben.

Wann ist der Bitcoin-Verkauf steuerpflichtig?

Werden Bitcoins und andere Kryptowährungen innerhalb eines Jahres nach dem Erwerb wieder veräußert, und zwar mit einem Gewinn über der 600-Euro-Freigrenze, wird eine Steuerzahlung fällig. Wer sich jetzt fragt, wie sich der Bitcoin-Verkauf in puncto Steuer auswirkt, dem sei gesagt, dass es hierbei vom persönlichen Einkommensteuersatz abhängig ist.

Daher ist das Benennen einer pauschalen Prozentzahl nicht möglich. Da es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft handelt, kommen zu dieser „Bitcoin-Steuer“ der Solidaritätszuschlag sowie gegebenenfalls die Kirchensteuer hinzu.

Bitcoins verleihen und Zinsen kassieren

Eine weitere Möglichkeit, um am Krypto-Hype partizipieren sowie von einem attraktiven Steuermodell profitieren zu können, ist das Verleihen von Bitcoins und anderen Kryptowährungen.

Eine solche Vorgehensweise, die als Krypto Lending oder Coinlend bezeichnet wird, funktioniert folgendermaßen: Gekaufte Bitcoins werden auf einer digitalen Börsenplattform zum Verleih angeboten. Der Bitcoin-Verleiher erhält entweder wöchentlich oder monatlich drei bis acht Prozent Zinsen, die jedoch versteuert werden müssen.

Dieses Modell ist mit der Vergabe eines Privatdarlehens vergleichbar.

Umstritten ist allerdings noch, wie sich Krypto Lending auf die Haltefrist für den steuerfreien Verkauf von Bitcoin auswirkt. Sollte es sich bei Bitcoin um ein sog. Wirtschaftsgut handeln und bei den Zinsen aus dem Verleih um Einkünfte aus diesem Wirtschaftsgut, dann könnte sich die Haltefrist für den steuerfreien Verkauf auf 10 Jahre verlängern.

Eine endgültige Einordnung ist hier aber noch nicht erfolgt. Anleger sollten dennoch bedenken, dass ein Bitcoinverkauf nach erfolgtem Krypto Lending ggf. noch sehr lange steuerpflichtig sein kann.

Bitcoin-Steuer in Deutschland

Letztlich ist es wie bei jedem Anlageobjekt, Investments in Kryptowährungen bedürfen einer klaren Strategie. Wer nicht gut vorbereitet in eine solche Anlage mit womöglich stark variierenden Kursschwankungen geht, kann mitunter viel Geld verlieren.

Um beim Bitcoin-Handel nicht in die Steuer-Falle zu tapsen, sollte sich im Vorfeld das nötige Know-how in der Steuer-Problematik aneignen. Bestenfalls kontaktiert man hier einen Bitcoin-Händler, der in sämtlichen Steuer- und anderen Berechnungsverfahren Auskunft erteilt.

Fazit: Wird eine Bitcoin-Transaktion durchgeführt, ist die Steuer-Höhe nicht pauschal festgelegt. Hier orientiert man sich an den persönlichen Einkommensverhältnissen pro Jahr. Der maximale Einkommenssteuersatz beträgt 45 Prozent.

Kritik am System Kryptowährung

So wie alle softwarebasierten Systeme anfällig für Softwarefehler sind, sind auch Blockchain Systeme fehleranfällig. Dank der Software-Updates und des guten Willens aller Beteiligten gab es bisher keine größeren Probleme mit Bitcoin. Das bedeutet jedoch nicht, dass dies in Zukunft bei allen Kryptowährungen der Fall sein wird.

In diesem Zusammenhang relativiert sich auch die anfängliche Behauptung, dass es keine einzige Schwachstelle gibt. Mit nur einer Quellcode-Implementierung gibt es nur eine einzige Schwachstelle in der Funktionsweise einer Kryptowährung. Dieser Quellcode ist der einzige, auf den man sich verlassen kann.

Handel mit Kryptowährungen: Datenverlust = Kapitalverlust

Da der einzige Weg, über ein Bitcoin-Guthaben zu verfügen, über die geheimen privaten Schlüssel führt, haben frühere Datenverluste die Guthaben unbrauchbar gemacht. Eine Erstattung auf anderem Wege ist in der Regel schwierig, da verlorenes Guthaben prinzipiell nicht von geparktem und aktuell genutztem Vermögen unterschieden werden kann.

Dies bedeutet auch, dass nur der maximale Geldbetrag, der gehandelt werden kann, bekannt ist, nicht aber der tatsächliche Betrag. Computerdiebe sind sehr daran interessiert, die privaten Schlüssel zum Verfügungsrahmen eines Kreditkartenkontos zu stehlen.

2020 gab es schätzungsweise 400.000 erfolgreich durchgeführte Krypto-Betrugsfälle. Bis Ende 2021 werden diese Zahlen voraussichtlich noch steigen.

Aufgrund der weit verbreiteten Verwendung von Pseudonymen scheint die Verfolgung solcher Diebstähle digitaler Vermögenswerte aussichtslos. Infolgedessen bieten Unternehmen bereits Dienstleistungen zur Aufbewahrung von Krypto-Vermögenswerten an.

Scam Coins

Einige wenige Kryptowährungen sind so aufgebaut, dass die Schöpfer bereits erhebliche Beiträge zu künftigen Anliegen geleistet haben (englisch pre-mined). Den Teilnehmern der Start-up-Phase, die oft als „Early Adopters“ bezeichnet werden, werden häufig besondere Privilegien im Rahmen der Vorschriften gewährt.

Scam Coins sind Kryptowährungen, deren Gründer im Verdacht stehen, ein eigennütziges Motiv zu haben. Ein weiterer weithin bekannt gewordener Aspekt der Idee ist das Pre-Mining.

Preisveränderungen und Preismanipulation

Aufgrund ihrer extremen Volatilität können Kryptowährungen gefährliche Investitionen darstellen und sind ein bevorzugtes Ziel für Pump-and-Dump-Programme.

Der bekannte Softwareentwickler John McAfee zum Beispiel verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in einem spanischen Gefängnis, nachdem er sich wegen ähnlicher Verbrechen schuldig bekannt hatte.

Elon Musk, der im Jahr 2021 bereits mehrere Tweets veröffentlicht hat, die Bitcoin und Dogecoin direkt betreffen, steht ebenfalls unter Beschuss. Musks Tweets über Bitcoin waren uneinheitlich und führten zu Anschuldigungen wegen Pump-and-Dump, aber seine Tweets über Dogecoin waren durchweg positiv und trieben den Preis der Münze in bisher unbekannte Höhen.

Denn, ob absichtlich oder nicht, der Bitcoin-Kurs schwankte im Jahr 2021 nach jedem Musk-Bitcoin-Tweet um einige Prozent. Als der Bitcoin-Kurs fiel, fielen auch die Kurse fast aller anderen Kryptowährungen und umgekehrt.

Musks lässige Einstellung zur Marktdominanz hat ihm nun auch eine Warnung von Anonymous eingebracht.

Ransomware und Erpressung

Anfang 2019 wurde Ransomware, die Kryptowährung verwendet, weltweit bereits „häufiger“ entdeckt. Eine davon wurde am 9. Januar 2019 in Norwegen enttarnt, wobei das digitale Geld Monero verwendet wurde. Als Folge von Ransomware-Angriffen werden Unternehmen und Regierungsorganisationen manchmal mit Ransomware-Forderungen in Kryptowährung konfrontiert.

Im Mai 2021 sorgte ein Cyberangriff auf das Unternehmen Colonial Pipeline für Aufregung und führte zu Treibstoffengpässen in mehreren Regionen der Vereinigten Staaten.

Die zuvor blockierte Pipeline wurde freigegeben, nachdem 75 Bitcoin gezahlt worden waren. Einige Wochen später konnte das FBI 63,7 Prozent der erpressten Bitcoin zurückerhalten, aber die Behauptungen der Medien, das FBI habe Bitcoin „gehackt“, erwiesen sich als unwahr.

Kryptowährungen & Blockchain: andere Gefahren

Blockchain-basierte Münzen sind in kryptographischer Hinsicht sehr sicher. Kommerzielle Quantencomputer hingegen würden eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit von Kryptowährungen darstellen, wenn sie entwickelt und auf den Markt gebracht würden.

Damit Kryptowährungen und andere Blockchains vor solchen Quantenangriffen sicher sind, müssen neue Protokolle eingeführt werden.

Regierungsbehörden: Entscheidungen über Kryptowährungen

Die Kontrolle der Herkunft und der laufenden Transaktionsströme von Kryptowährungen ist in der Realität eine Herausforderung, da die Nutzer aus Gründen des Datenschutzes (oder sogar der Geldwäsche) eine Vielzahl von technologischen Diensten nutzen könnten, um ihre Transaktionsströme zu verschleiern.

  1. Seit 2020 sind alle Krypto-Depot-Transaktionen in Deutschland den Überwachungs- und Genehmigungsanforderungen der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) unterworfen.
  2. In Buenos Aires haben die Staats- und Regierungschefs der G20 im Jahr 2018 beschlossen, Kryptowährungen zu regulieren, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Einklang mit den FATF-Standards zu verhindern und gegebenenfalls weitere Schritte zu prüfen.
  3. Die türkische Zentralbank hat Kryptowährungstransfers verboten.

Maßnahme gegen Geldwäsche: die Krypto Verordnung in Deutschland

im Rahmen einer Kryptowertetransfer-Verordnung will die Bundesregierung gegen Geldwäsche vorgehen. Denn das Bundesfinanzministerium beabsichtige, im Verordnungsweg anzuordnen, dass die bei der Übertragung von Kryptowerten Beteiligten Informationen über Auftraggeber und Begünstigten übermittelten.

Entsprechend solle es möglich sein, die Transaktionen auch in Bezug auf die Berechtigten genau wie bei Geldüberweisungen nachzuverfolgen, um den Missbrauch für Zwecke der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung zu verhindern.

Überdies würde durch die Datenübermittlung neben der Rückverfolgbarkeit der Transaktionsbeteiligten auch die Überprüfung auf von Sanktionen betroffene Personen und eine stärker risikoorientierte Vorgehensweise der beteiligten Dienstleister ermöglicht.

Krypto-Verordnung – es begann mit dem Bitcoin

Der Bitcoin wurde vor etwas mehr als einem Jahrzehnt eingeführt. Damals versprach die Cyberwährung seinen Nutzern Freiheit und die Unabhängigkeit von staatlicher Regulierung. Jedoch haben die Finanzbeamten und Gesetzgeber heute andere Vorstellungen. Denn sie versuchen nun, den Umgang mit dem Cyber-Cash in bestehende Gesetze einzubinden.

Mit einer neuen Verordnung will die Bundesregierung härter gegen die Verwendung von Kryptowährungen bei illegalen Transaktionen vorgehen. Dabei gehe es konkret um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.

Entsprechend sollen Handelsplattformen wie Kryptowährungsbörsen künftig dazu verpflichtet werden, Informationen von Absendern und Empfängern zu sammeln. Dazu gehörten Daten wie Namen, Adressen und Kontonummern.

Die sogenannte Kryptowertetransfer-Verordnung sei laut Bundesfinanzministerium erforderlich, um die Überprüfung von Zahlungsströmen durch Kryptowährungstransfers in gleicher Weise wie bei Geldtransfers zu ermöglichen. Damit stellen die Pläne der Bundesregierung den Anspruch von Kryptowährungen auf Anonymität infrage.

Bislang weigert sich das SPD-geführte Finanzministerium von Olaf Scholz, bekannt zu geben, wann die Verordnung in Kraft treten soll. Jedoch sei ein Entwurf der Verordnung derzeit in Abstimmung mit den Ministerien, um dann in die Diskussion mit den Ländern und Verbänden zu gehen, heißt es. Entsprechend würde die Verordnung dann „nach einer kurzen Übergangszeit“ in Kraft treten.

Mit der Verordnung hält sich Deutschland an die Richtlinien der Financial Action Task Force (FATF). Dies ist das weltweit wichtigste Gremium zur Geldwäscheprävention. Außerdem gelte das Geldwäschegesetz künftig auch für Krypto-Assets. Somit müssten Transaktionen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen ab einem Wert von 1000 Euro offengelegt werden.

Außerdem könne mit einer fünfjährigen Haftstrafe bestraft werden, wer sich der Geldwäsche schuldig macht. Tatsächlich nutzen Kriminelle vor allem Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether, um ihre Geschäfte abzuwickeln. Das bekannteste Beispiel dafür ist „Silk Road“.

Dabei handelte es sich um einen illegalen virtuellen Markt, auf dem nur in Bitcoin bezahlt werden konnte und der später geschlossen wurde.

Milliardensumme für kriminelle Handlungen?

Eine Krypto-Analysefirma kam kürzlich zu dem Schluss, dass Bitcoins im Wert von 3,5 Milliarden Dollar an Adressen transferiert worden seien, die mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung stünden. Dabei handle es sich insgesamt um ein Prozent aller Coins der bekanntesten Kryptowährung.

Überdies zeigten die Bewegungen des Bitcoin-Kurses Mitte April 2021, wie abhängig die Schattenwelt von der digitalen Währung sei. Denn der Bitcoin verlor 15 % seines Wertes, nachdem Gerüchte aufgetaucht waren, dass das US-Justizministerium plane, die Verwendung von Kryptowährungen zur Geldwäsche zu untersuchen.

Allerdings glauben Experten, dass sich für die meisten Krypto-Nutzer mit der Krypto Verordnung nur wenig ändern werde. Deshalb sollten diejenigen, die sich nicht im kriminellen Bereich bewegten,  unbesorgt sein. Dafür spricht auch, dass lizenzierte Crypto Trading-Anbieter wie Kraken und Bison von der Börse Stuttgart bereits entsprechende Verfahren entwickelt hätten.

Denn wer dort mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen handeln wolle, müsse sich zunächst einen Account anlegen. Dabei müssten Nutzer auf vielen Plattformen zum Beispiel eine Video-Identifikation durchlaufen.

Jedoch könnte eine Krypto Verordnung laut Blockchain-Spezialisten den Kryptowährungen helfen, aus dem Schatten der Finanzwelt herauszutreten und ihnen vielleicht einen Vertrauensvorschuss zu verschaffen.

Allerdings bezweifelten Steuerexperten, dass die Regulierung des Transfers von Krypto-Vermögenswerten wirksam sein werde, um Geldwäsche im großen Stil zu verhindern.

Denn sobald man Krypto-Handelsplätze dazu verpflichte, persönliche Daten zu erfassen, entstehe ein Zwei-Klassen-Markt. Dabei seien diejenigen, die auf dem illegalen Markt mit digitaler Währung handelten, davon nicht betroffen.

Stattdessen würde es zu einer Verschiebung kommen. Denn während die legalen und lizenzierten Plattformen Daten sammelten, würde das Darknet mit betrügerischen Angeboten laut Expertenmeinung stark zulegen. Damit entzögen sich die Handelsbereiche auch weiterhin dem kontrollierbaren Raum.

Weltbank und IWF: der Learning Coin

Der Learning Coin wurde von den beiden Sonderorganisationen der Vereinten Nationen zum ersten Mal nicht als Zahlungsmittel, sondern für interne Lern- und Forschungszwecke geschaffen. Der Vorstoß zeigt andererseits, dass auch konventionelle politische und gesellschaftliche Akteure in digitalen Währungen ein großes Potenzial sehen.

Kryptowährungen als staatliches Tauschmittel

Das Parlament von El Salvador verabschiedete am 8. Juni 2021 ein Gesetz, das Bitcoin zu einer offiziellen nationalen Währung macht. Der Zentralbank und der Finanzmarktaufsicht wurde eine Frist von 90 Tagen eingeräumt, um die Änderung vorzunehmen.

Das Land plant auch, geothermische Wärme von Vulkanen zu nutzen, um seine eigenen Bitcoins mit sauberer, erneuerbarer Energie zu schürfen.

Auch andere Länder debattieren über die Einführung eigener nationaler Währungen. Dazu gehören die Vereinigten Staaten mit dem FedCoin, Russland, die Türkei und das technikbegeisterte Estland, das hart an der Anpassung arbeitet.

Russland erwog die Verwendung einer Kryptowährung, um Sanktionen zu vermeiden, aber die russische Zentralbank hielt dies für zu gefährlich für die langfristige Überlebensfähigkeit des Rubels. Russland hingegen drängte Venezuela, den Staatsstreich fortzusetzen, da es nichts zu verlieren hatte.

Kryptowährungen als Gegenstand von Initial Coin Offerings (ICOs)

Fintechs, Bitcoin-Händler, Investoren, Börsen und Mining-Pools sehen sich alle mit demselben rechtlichen Umfeld konfrontiert.

Die Blockchain kann in einer Vielzahl unterschiedlicher Branchen eingesetzt werden. Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether, über die in den Medien berichtet wird, sind jedoch nur ein Bruchteil dessen, was mit dieser neuen Technologie möglich ist.

Die Zahl der Projekte, die dezentralisierte Netzwerktechnologien nutzen, wächst ständig. Inzwischen werden von VC-Fonds Milliarden von Dollar in die neuesten Blockchain-Initiativen investiert.

Regulierte Initial Coin Offerings (ICOs)

Mit der zunehmenden kommerziellen Akzeptanz von Bitcoin ist eine neue Art der Unternehmensfinanzierung für Unternehmen entstanden, die auf einer Kryptowährung basieren: das sogenannte Initial Coin Offering oder ICO. Im Jahr 2017 haben kapitalbedürftige Unternehmen 3 Milliarden Dollar in Form von digitalen Börsengängen aufgebracht.

Auch wenn der Begriff noch sehr unscharf ist und viele unterschiedliche Bedingungen beschreibt, weist die Unternehmensfinanzierung über ein ICO in einigen Fällen Elemente der Finanzierung über Crowdsourcing und herkömmliche Börsengänge auf. So ist der ICO dem englischen Wort für einen typischen Börsengang, dem Initial Public Offering – IPO, nachempfunden.

Während bei einer AG die Aktien ausgegeben und an der regulären Börse an Investoren verkauft werden, werden bei einem ICO die sogenannten Coins Token ausgegeben.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Token zu nutzen, um die Rechte der Kunden zu sichern. Ein Kryptowährungs-Asset wird konzeptionell immer durch sie repräsentiert. Token können Anlegern Vermögensrechte und zahlreiche Verwaltungsrechte, wie z. B. Stimmrechte, in ähnlicher Weise wie bei herkömmlichen Aktien gewähren.

Nach der Ausgabe können die Token in Fiat-Währung oder andere Kryptowährungen umgetauscht werden, falls gewünscht.

Finanzierung von ICOs

Wenn es um die Finanzierung eines ICO geht, sieht der Ansatz der Investorenfinanzierung in etwa so aus: Token werden an Investoren als Gegenleistung für ihre Investition in ein Geschäftsmodell ausgegeben, in der Hoffnung, dass der Wert der Token bei wachsendem Erfolg des Unternehmens deutlich über den Ausgabepreis steigt.

Token, die an Wert gewonnen haben, können in Zukunft mit Gewinn verkauft oder gehandelt werden. Ein ICO kann andererseits dazu genutzt werden, ein Bezugsrecht für die Dienstleistung oder das Produkt eines Startups über ein Token zu schaffen. So können beispielsweise Anbieter von Cloud-Speicherlösungen den Anlegern im Austausch für ihre Abonnement-Token Speicherplatz zur Verfügung stellen.

Die Modelle reichen von Utility-Token über Revenue-Sharing-Token bis hin zu belohnungsorientierten Token, bei denen der Token ein Recht auf das Produkt nach erfolgreicher Projektdurchführung darstellt, d. h. es handelt sich nicht um eine echte Investition, sondern um zukünftigen Konsum.

Klassische Börsengänge (IPOs) sind im Gegensatz zu ICOs nur in bestimmten Ländern mit bestimmten Firmen möglich. In Deutschland können Börsengänge (IPOs) nur als AG oder SE durchgeführt werden.

Um börsennotiert zu werden, müssen das börsennotierte Unternehmen (Fachjargon: Emittent) und sein Management umfangreiche Berichtspflichten (u.a. besondere Publizität, Director’s Deals, Meldung von Stimmrechtserwerben, laufende Finanzberichterstattung) und strenge Verhaltenspflichten (u.a. Verbot von Insiderhandel, Führen von Insiderlisten, besondere Verschwiegenheitspflichten) nach WpHG, BörsG und HGB einhalten.

Nutzen-Kosten-Faktor

Verstöße können sowohl zivilrechtliche Schadensersatzansprüche als auch eine strafrechtliche Haftung des Unternehmens nach sich ziehen. Der strenge regulatorische Rahmen, der mit einer Börsennotierung verbunden ist, ist auf Dauer mit hohen Kosten verbunden.

Mit einem ICO versuchen Startups, die strengen Regeln der regulären Finanzmärkte zu umgehen. Bei jedem ICO gibt es aufsichtsrechtliche und regulatorische Bedenken, selbst wenn das weitreichende Kapitalmarktsystem des organisierten Marktes ignoriert wird. Es hängt viel davon ab, wie ein ICO gestaltet ist und welche Token verteilt werden, ob Finanzvorschriften gelten.

Aus diesem Grund planen und gestalten viele Unternehmen ihre Initial Coin Offerings (ICOs) sorgfältig, um keine Genehmigungspflicht auszulösen, die sie finanziell erheblich belasten würde. Unsere Spezialisten für Gesellschaftsrecht haben jedoch festgestellt, dass viele ICOs in der Praxis einen Prospekt vorlegen müssen.

Der ICO muss prospektrechtlich begleitet werden, wenn die Token herkömmlichen Vermögensanlagen ähneln.

Blockchain: Anwendungsfälle und Rechtslage

Mit ihrem rasanten Wachstum wird die Blockchain-Technologie für die Entwicklung neuer Initiativen in einer Vielzahl von Lebens- und Wirtschaftsbereichen genutzt. Bestehende Geschäftsparadigmen werden zunehmend durch neue Technologien in Frage gestellt. Die disruptiven Auswirkungen von Blockchain, insbesondere im Finanzdienstleistungs- und Bankensektor, werden immer deutlicher.

Erst vor wenigen Jahren hat die Kryptowährung Bitcoin die Aufmerksamkeit der Medien auf sich gezogen. Neben E-Government und Finanzdienstleistungen wird die Blockchain-Technologie auch in anderen Bereichen wie dem Handel mit Kunstgegenständen (Non-Fungible Token) und Lebensmitteln eingesetzt.

Intelligente VerträgeSmart Contracts – sind ein wachsendes Betätigungsfeld für verschiedene Berufsgruppen und Branchen (Vertragsbedingungen und Verfahrensabläufe werden über den Quellcode definiert).

Mit der wachsenden Zahl von Blockchain-Initiativen steigt auch die Nachfrage nach rechtlicher Klarheit. Die Legalisierung von Blockchain-basierten Geschäftsmodellen wird Zeit brauchen, wie bei so vielen anderen bahnbrechenden neuen Technologien auch. Offene Rechtsfragen werden von spezialisierten Anwälten bearbeitet, um Blockchain-Unternehmen mehr Rechtssicherheit zu geben.

Wichtige Rechtspositionen können zunehmend im Regulierungs- und Steuerrecht geklärt werden, häufig im Dialog mit der BaFin, der Bundesbank und den Finanzbehörden.

Zum Schutz von Verbrauchern und Anlegern bei Finanzprodukten und -dienstleistungen sind zeitnah europäische und deutsche gesetzgeberische Maßnahmen und regulatorische Aktionen zu erwarten.

Bitcoin: Sicherheit vs. Missbrauch

Die Teilnehmer des Blockchain-Abrechnungssystems verwalten das Zahlungssystem, das dezentralisiert ist. Das Peer-to-Peer-Netzwerk verifiziert mit Hilfe kryptografischer Rechenleistung die Gültigkeit jeder Bitcoin-Transaktion (daher der Name Kryptowährung). Bitcoin-Transaktionen sind unumkehrbar, da sie dauerhaft in der Blockchain aufgezeichnet werden, ohne dass eine Revision möglich ist.

Ein Beispiel hierfür wäre eine Übertragung von Bitcoin vom Käufer zum Verkäufer. Dezentrale Kontrolle bedeutet, dass nur ein echter Bitcoin-Besitzer seine Position an einen Dritten übertragen kann.

Ein Missbrauch dürfte aufgrund der einzigartigen Kryptografiemethode der Entwickler und der reibungslosen dezentralen Kontrolle nahezu unmöglich sein.

Pseudonymität und Offenheit

Die Transparenz des Bitcoin-Zahlungsmechanismus gewährleistet die Sicherheit des Systems. Alle Teilnehmer können jede Bitcoin-Überweisung nachvollziehen. Die Wallet dient als Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit eines Teilnehmers (digitale Brieftasche).

Es ist für alle Teilnehmer möglich, die zentral geführten und regelmäßig aktualisierten Buchhaltungsinformationen einzusehen. Trotzdem ist die Anonymität der Teilnehmer geschützt, da sie unter Pseudonymen auftreten. Es ist nicht möglich, die Personen zu identifizieren, die daran teilgenommen haben.

Die ursprünglichen Ziele von Bitcoin wurden nicht erreicht. Heute wird er wegen eines zu trägen Auslösemechanismus angegriffen. Bitcoin muss noch zu einem Zahlungssystem heranreifen, auf das man sich regelmäßig verlassen kann. Infolgedessen ist er heute mehr als digitales Spekulationsgeld wert als alles andere.

In Europa und Deutschland wurden aufgrund der Pseudonymität des Dokumentationssystems Fragen des Datenschutzes aufgeworfen. Es ist jedoch wichtig zu bedenken, dass die Funktionsweise der Kryptowährung dynamisch ist und sich ständig ändert.

Kryptowährung Bitcoin – Risiken aus Sicht eines Anwalts

Die Hauptwährung der Kryptowelt, Bitcoin, ist inzwischen gut bekannt. Nach den verheerenden Auswirkungen des Konkurses von Lehman Brothers und der darauf folgenden Banken- und Finanzkrise im Jahr 2009 entstand Bitcoin. Der erklärte Zweck der Münze war es, private Kreditinstitute und Zentralbanken unwirksam zu machen.

Trotz des erklärten Angriffs auf die wichtigsten Institutionen unseres Wirtschaftssystems ist der Besitz von Bitcoins in Deutschland nach wie vor legal. Der bloße Besitz von Bitcoin unterliegt keinen strafrechtlichen oder gesetzlichen Einschränkungen oder Verboten.

In Deutschland ist der rechtliche Status von Bitcoin noch nicht abschließend geklärt. Einige kritische rechtliche Fragen wurden in ersten Gerichtsurteilen und Regierungskommentaren angesprochen. Andere rechtliche Bedenken müssen noch geklärt werden.

Bitcoin wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Rechnungseinheit und Finanzinstrument nach dem Kreditwesengesetz (KWG) eingestuft. Als nicht-staatliche Alternativwährung unterscheidet er sich von Zentralbank- und Geschäftsbanken-„Buchgeld“ dadurch, dass er nicht durch den Staat gedeckt ist.

Wie bei konventionellem Geld wird es auch bei Bitcoins ein begrenztes Angebot geben. Es stimmt, dass die ersten Bitcoins in einer sehr geringen Anzahl produziert wurden. Es war eine Mengenbeschränkung einprogrammiert. Aktuellen Hochrechnungen zufolge werden bis 2030 oder 2040 21 Millionen Bitcoins im Umlauf sein.

Es bleibt abzuwarten, ob das damit verbundene Versprechen der Wertstabilität eingehalten werden kann.

Kryptowährungen & das Bürgerliche Gesetzbuch

In der juristischen Literatur wird die Software von Bitcoin häufig als unvereinbar mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) bezeichnet. Da das deutsche Zivilrecht die Möglichkeit verlangt, eine Transaktion rückgängig zu machen oder sogar rückwirkend als nicht erfolgt auszugeben.

Deutsche Anwälte argumentieren, dass die dokumentierten Transaktionen des Blockchain-Protokolls im Widerspruch zum Zivilrecht stehen, da sie nicht rückwirkend korrigiert oder geändert werden können.

Für den Fall, dass ein Bitcoin von einem Käufer auf einen Verkäufer übertragen wird und die Transaktion für nichtig erklärt wird, hat die Dokumentation in einem Verzeichnis keinen Einfluss auf die Nichtigkeit des materiellen Rechtsgeschäfts (Blockchain-Protokoll). Dies gilt nicht nur für Bitcoin-Dokumente, sondern auch für bereits existierende Aufzeichnungen im deutschen Rechtsverkehr (z.B. Handelsregister).

Die schuldrechtlichen Risiko- und Haftungszusammenhänge sind für die Betroffenen bei fehlerhaftem Bitcoin-Handel heute zugegebenermaßen rechtlich schwer zu durchschauen. Zudem gibt es noch ungelöste Probleme bei der Rechtsdurchsetzung, insbesondere bei der Umsetzung von Gerichtsurteilen oder Vereinbarungen.

Rechtstreitigkeiten über Transaktionen mit Blockchain

In dem Maße, in dem die Zahl der Blockchain-basierten Geschäftsmodelle wächst, werden sich jedoch auch die Schlichtungsverfahren ausweiten, die sich die neue Technologie zunutze machen. Streitigkeiten über Blockchain-Transaktionen werden in diesen meist automatisierten Schiedsverfahren nach allgemein gültigen Verfahrensregeln öffentlich ausgetragen und entschieden.

Effektiv wird es sein, wenn diese Online-Schiedsverfahren unter Einhaltung der nationalen Gesetze entwickelt werden.

Mit dem Aufkommen neuer Technologien ist zu erwarten, dass bestehende Regelungen flexibler werden, ebenso wie die damit einhergehenden Sicherheitsanforderungen. Hervorzuheben sind die gesetzgeberischen Bemühungen in der EU und in Deutschland im Hinblick auf das jüngste Wachstum des elektronischen Handels. Damit Blockchain- und Cryptocurrency-Initiativen erfolgreich sein können, wird es zu vergleichbaren Veränderungen kommen.

Viele Zusammenhänge im Datenschutzrecht sind noch ungelöst. Trotz der Tatsache, dass die an einer Bitcoin-Transaktion beteiligten Personen Pseudonyme verwenden, werden deutsche und EU-Datenschutzgesetze als anwendbar angesehen. Sowohl das deutsche BDSG als auch die europäische GDPR besagen, dass personenbezogene Daten nur dann als personenbezogene Daten gelten, wenn sie sich auf bestimmte oder bestimmbare Personen beziehen.

Dynamische IP-Adressen wurden kürzlich vom Europäischen Gerichtshof als personenbezogene Daten eingestuft, da die Daten mit zusätzlichen Informationen versehen werden können. Legale Handelsplattformen werden allein aus regulatorischen Gründen (Finanzdienstleistungssektor, Geldwäscheschutz) personenbezogene Daten benötigen.

Altcoins: rechtliche Bewertung

Die technischen Eigenschaften und rechtlichen Bewertungen von Bitcoin gelten nicht einheitlich für die verschiedenen Altcoins, die es mittlerweile gibt. Der ursprüngliche Bitcoin hat mit den alternativen Kryptowährungen eines gemeinsam: Weder Bitcoin noch die anderen Kryptowährungen unterstehen der Rechtsprechung einer zentralen Behörde. Außerdem gibt es erhebliche und kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen virtuellen Währungen.

Altcoins wie Ripple, NEM, Stellar, Dash, Ether, Cardano und Litecoin müssen nach ihren eigenen Vorzügen beurteilt werden. Da virtuelle Währungen um die Aufmerksamkeit der Nutzer konkurrieren, werden neue Zahlungs-, Handels- und Währungssysteme entstehen, die den Bedürfnissen der verschiedenen Akteure gerecht werden.

Einige Altcoins haben bereits bewiesen, dass sie bestimmte Lücken auf dem Kryptowährungsmarkt füllen können. Im Finanzsektor wird zum Beispiel Ripple als Coin angesehen.

Behördliche Auflagen im Bereich Kryptowährungen

Das Thema öffentlich-rechtliche Erlaubnisse und die Einbindung der BaFin stellt sich auch beim gewerblichen Kryptowährungshandel, dem sogenannten Cryptocurrency Mining, und dem Betrieb einer Bitcoin-Börse, wie bei anderen Finanzgeschäften (Cryptocurrency Exchange).

Finanztechnologie (FinTech)-Unternehmen, die Bitcoin-Geschäftsmodelle nutzen, dürften angesichts eines Kryptowährungsmarktwerts von über 600 Milliarden US-Dollar (Stand: Januar 2018) in Zukunft verstärkt in den Fokus der BaFin geraten.

Es ist zu bedenken, dass Aktivitäten im Finanzsektor, die gegen die gesetzlichen Erlaubnis- und Prospektvorschriften verstoßen, sogar zu einer persönlichen Verantwortung der Betreiber führen können und eine strafrechtliche Verantwortlichkeit der Verwaltung in Betracht gezogen werden sollte.

Daher müssen die Spielregeln des Banken- und Finanzdienstleistungsrechts gut verstanden und beachtet werden. In der Regel lassen sich die größten Risiken durch geeignete Abklärungen und allenfalls eine Änderung der Geschäftsstrategie vermeiden.

In Bezug auf virtuelle Währungen wie Bitcoin hat die BaFin jüngst betont, dass es sich weder um Bargeld noch um Bankbuchgeld im gesetzlichen Sinne handelt. Bitcoins sind damit einer Fremdwährung gleichzusetzen.

Kryptowährungs-Mining-Pools, -Händler und -Börsen müssen die Prospekt- und Regulierungsanforderungen mehrerer Aufsichtsgesetze erfüllen.

So gibt es beispielsweise das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), das Kreditwesengesetz (KWG), das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das Geldwäschegesetz, das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) und das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) (GewO).

Unsere Anwälte müssen häufig entscheiden, ob die Geschäftsmodelle von FinTechs als erlaubnispflichtiges Einlagengeschäft, Finanzkommissionsgeschäft, Finanzportfolioverwaltung, Anlagevermittlung oder Anlageberatung oder Eigenhandel zu bewerten sind und damit eine BaFin-Erlaubnis benötigen.

Die Prospektpflicht kann durch entsprechende Finanzaktionen ausgelöst werden. Sowohl das KWG als sogenanntes multilaterales Handelssystem als auch das ZAG als Zahlungsdienstleister können für Börsen gelten, die den Devisentausch gegen Entgelt koordinieren. Die Prospektvorschriften können auch für FinTechs gelten, die Mining oder Bitcoin-Handel betreiben und öffentlich nach Kreditgebern oder Investoren suchen.

Letztlich ist die Einhaltung von Regulierungsstandards auch eine Frage der Professionalität, die im Umgang mit Verbrauchern und Anlegern entscheidend ist. Andererseits ist die Einhaltung des Rechtsrahmens nicht nur eine Steuerpflicht.

Kryptowährungen Risiken & Betrugsfälle

Insbesondere beim Handel mit Kryptowährungen besteht immer das Risiko eines vollständigen Verlusts, da der Marktwert der Kryptowährung vollständig von der Nachfrage abhängt und jederzeit in eine bodenlose Grube fallen kann.

Jeder, der in Kryptowährung investiert, sollte sich der großen Gefahren bewusst sein, die von diesem noch neuen, nicht regulierten Markt ausgehen. Bisher kann niemand mit Sicherheit vorhersagen, wie sich virtuelle Währungen entwickeln werden. Zudem gibt es eine große Anzahl von bekannt gewordenen Betrugsfällen.

Kursschwankungen

Im Wesentlichen basiert der Wert von Kryptowährungen auf Vertrauen und Akzeptanz. Im Gegensatz zu etablierten Währungen wie dem Euro und dem US-Dollar werden diese Währungen jedoch von Zentralbanken und Regierungen weder kontrolliert noch geschützt.

Hinter der Kryptowährung steckt lediglich ein technisches System, an dem jeder teilnehmen kann. Die Stabilität der Währung hat damit nichts zu tun.

Kryptowährungen sind sehr volatil und die Preise können sich dramatisch ändern. Wenn Sie also wirklich mit Kryptowährungen handeln wollen, müssen Sie nicht nur Kapital, sondern auch viel Zeit und Aufmerksamkeit investieren.

Zwischen Januar und April 2018 haben alle Kryptowährungen zusammen etwa 70 % ihres Marktwertes verloren. Die zunehmenden Regulierungsversuche in verschiedenen Ländern wie Südkorea und der Türkei sorgen für Unbehagen bei den Investoren, die Milliarden von Dollar aus dem brennenden Kryptowährungsmarkt abziehen.

Infolgedessen sind die Preise verschiedener Währungen gleichzeitig schnell gefallen und gestiegen.

Manipulationen und Straftaten

Da Kryptowährungen Anonymität garantieren, ist es nicht immer möglich zu wissen, wem sie gehören. Dies macht sie zur perfekten Beute für Cyber-Angriffe.

Menschen, die eine große Anzahl von „Anteilen“ in einer Währung besitzen, können damit den Preis zu ihrem Vorteil manipulieren. Wenn es um Kryptowährung geht, gibt es kein gesetzliches Verbot oder eine Regulierungsbehörde, die diese Praxis verhindert.

Schutz von Investoren?

Die Tatsache, dass die Kryptowährung selbst nicht von der Regierung reguliert wird, bedeutet auch, dass es keinen Anlegerschutz gibt. Sie sollten immer beachten, dass niemand Sie über die Risiken des Handels in Kenntnis setzen wird. Daher sollten Sie sich immer selbst und im Detail informieren.

Umtausch und Störungen im System

Kryptowährungen können nicht einfach in Euro oder US-Dollar umgetauscht werden, da es keinen stabilen Wechselkurs gibt. Meistens ist es notwendig, in eine der größeren Kryptowährungen wie Bitcoin umzurechnen, um den Euro später zu verkaufen. Insbesondere bei den jungen Währungen einer der vielen Neuemissionen kann dies zu einem Problem werden.

Manchmal dauern Transaktionen ziemlich lange, da die Blockchain überlastet ist. Während Sie auf die Überweisung warten, können die Zinssätze aufgrund der hohen Volatilität fallen und Sie verlieren Geld.

Zudem haben Sie keine andere Wahl, als sich auf den vom Händler angegebenen Wechselkurs zu verlassen. Allerdings stehen auch diese nicht unter Kontrolle.

Bisher gab es zwei Vorfälle, die den Bitcoin in dieser Hinsicht betroffen haben. Es ist immer noch unvorhersehbar, ob sich diese Situation in Zukunft wiederholen oder sogar schwerwiegende Fehler verursachen wird.

Bitcoin Zertifikate

Das XBT-Provider Bitcoin-Zertifikat ist eines der Dokumente, mit denen Anleger auf das Wachstum von Bitcoin spekulieren können. Es hat jährliche Kosten von 2,5 %. Hinzu kommt der Spread, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs.

Die Schweizer Bank Vontobel bietet ebenfalls Zertifikate an, mit denen Anleger vom Anstieg und Fall des Bitcoin-Kurses profitieren können.

Zertifikate haben den Vorteil, dass sie handelbar sind, d.h. jeder, der ein Depot hat, kann sie börsenüblich erwerben. Der Nachteil ist, dass es sich bei Zertifikaten um Schuldverschreibungen handelt und man daher nicht abgesichert ist, wenn der Emittent in Konkurs geht.

Auch die Art und Weise, wie Zertifikateanbieter die Wertentwicklung von Kryptowährungen abbilden, kann variieren. Es gibt keinen offiziellen Bitcoin-Kurs.

ETCs funktionieren auf ähnliche Weise wie Zertifikate

Auch das britische Unternehmen HANetf bietet mit dem HANetf BTC etc. ein Beteiligungszertifikat auf die börsengehandelte Kryptowährung Bitcoin an. Die Kryptowährung wird mit Hilfe von Anlegern aufgebaut.

Rechtlich gesehen handelt es sich jedoch nicht um einen einzigartigen Vermögensfonds.

Statt eines börsengehandelten Fonds (ETF) handelt es sich bei einem ETC um einen Schuldtitel mit ähnlichen Eigenschaften und Gefahren wie bei Zertifikaten. Das Wertpapier ist nach Angaben des Anbieters durch den Einsatz von Bitcoin weitestgehend abgesichert. Die TER (Total Expense Ratio) liegt bei 2% jährlich.

Bitcoin-basierte Fonds

Aufgrund der Diversifikationsvorschriften des Landes dürfen Fonds nicht hauptsächlich in einen einzigen Vermögenswert investieren. Sie können jedoch einen Teil der Anlegergelder zum Spekulieren auf Bitcoin verwenden, etwa in Form von Bitcoin-Zertifikaten oder ETCs.

Dies hat zum Beispiel der Mischfonds Acatis Datini Valueflex getan. Ein Bitcoin-Zertifikat ist die zweitgrößte Position des Fonds. Auch andere Manager von Mischfonds überlegen, in Bitcoin-Zertifikate zu investieren.

Virtuelle Währungen: Ausblick und Rechtsberatung

Die Blockchain als Basis für Kryptowährungen befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium. Projekte wie Ethereum, das intelligente Vertragsfunktionen bereitstellt, oder IOTA, das eine automatische Kommunikation zwischen Maschinen anstrebt, sind noch lange nicht für den täglichen Gebrauch bereit. Das Potenzial ist jedoch enorm.

Die Blockchain mit Ihren Sicherheits- und Leistungsvorteilen wird das Geschäftsmodell vieler Unternehmen grundlegend ändern. Dies hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und viele andere Bereiche. Vorreiter sind Unternehmen wie Tesla und PayPal.

In naher Zukunft wird die Blockchain zum Eckpfeiler der digitalen Gesellschaft und täglich genutzt.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner beraten Privatpersonen und Firmen zu allen Fragestellungen rund um das Thema Kryptowährungen.

Unsere Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner beantworten jederzeit und bundesweit Ihre rechtlichen Fragen zu Kryptowährungen. Kontaktieren Sie uns per Telefon oder E-Mail an einem unserer Standorte in Hamburg, München oder Frankfurt am Main.

Erfahrungen & Bewertungen zu Herfurtner Rechtsanwälte

Arthur Wilms
Rechtsanwalt / Associate

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