Magellan Maritime Services – wichtige Informationen

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Magellan Maritime Services – wichtige Informationen

Magellan Maritime Services (MMS) – Über 9000 Anleger sind von der Insolvenz des Containerfonds betroffen. Insgesamt rund 350 Millionen Euro sind bei Magellan angelegt, wie Manager Magazin berichtet. Es geht um insgesamt ca. 160.000 Container, die an verschiedene Reedereien vermietet sind. Magellan selbst besitzt weitere 27.000 Container.

Für die betroffenen Anleger stellt sich jetzt die Frage was sie unternehmen können. Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner sehen verschiedene Möglichkeiten das Investment zu retten und raten daher zu einer zeitnahen Überprüfung der Vorgehensmöglichkeiten durch einen Anwalt.

Magellan – Schadensersatz für die Anleger?

Magellan Maritime Services – In vielen Fällen kommen Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater wegen einer Falschberatung in Betracht. Dies ist insbesondere dann denkbar, wenn die Anlageberater die Anleger nicht hinreichend oder überhaupt nicht über die mit Investitionen bei Magellan verbundenen Risiken aufgeklärt haben. Anleger müssen immer anleger- und objektgerecht beraten werden. Sie müssen auch auf das Totalverlustrisiko hingewiesen werden. Bei derartigen Geldanlagen auf dem sogenannten Grauen Kapitalmarkt gibt es viele Fälle von Falschberatung. Anlageberater locken potentielle Anleger oft mit hohen Renditeversprechen und verschweigen dabei die erheblichen Risiken. In vielen Fällen ist die Empfehlung von Anlagen auf dem grauen Kapitalmarkt nicht angemessen und somit fehlerhaft. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn konservative und sicherheitsorientierte Anleger gegenüber ihren Anlageberatern unmissverständlich zum Ausdruck bringen, dass sie ausschließlich an eine sichere Geldanlage interessiert sind.

Außerdem muss unter Umständen über Rückvergütungen, sog. Kick-Backs, aufgeklärt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) kommt eine Aufklärungspflicht über erhaltene Provisionen in Betracht. Dadurch sollen potentielle Anleger besser die Interessenlage auf Seiten der Anlageberater verstehen und beurteilen können, ob ihnen eine Anlage womöglich nur wegen dem finanziellen Interesse des Beraters empfohlen wird. Bei Verletzung dieser Aufklärungspflicht kommen ebenso Ansprüche auf Schadensersatz in Betracht.

Neben den Ansprüchen gegen die Anlageberater kommen auch Schadensersatzansprüche gegen Magellan selbst in Betracht. Diese Ansprüche sind etwa dann gegeben, wenn die Anleger wirksam Eigentum an den Containern erworben haben. Der Schaden besteht in dem Unterschied zwischen den vertraglich vereinbarten und den tatsächlich erzielten Mieten. Dieser Schadensersatzanspruch stellt eine Insolvenzforderung dar, die im Rahmen des Insolvenzverfahrens nach der Insolvenzquote zu befriedigen wäre.

Magellan – Widerruf der Verträge

Außerdem können in vielen Fällen die Verträge mit Magellan widerrufen werden. Dies ist etwa dann möglich, wenn die Verträge über das Internet abgeschlossen sind und die Widerrufsbelehrung fehlerhaft war oder vollständig gefehlt hat. Üben die Anleger ihr Widerrufsrecht aus, wird der ganze Vertrag rückabgewickelt.

Betroffene Anleger sollten sich rechtzeitig an einen Rechtsanwalt wenden, der die Widerrufsmöglichkeiten überprüfen kann.

Magellan – Vermietung der Container

Der vorläufige Insolvenzverwalter von Magellan, Peter-Alexander Borchardt, will Mieten in Höhe von monatlich etwa drei Millionen US-Dollar, die Reedereien für die Container zahlen, nicht an die betroffenen Anleger weitergeben. Hintergrund ist ein Gutachten der Kanzlei CMS Hasche Sigle aus Hamburg, wonach die Mieten für die Container Magellan und nicht den Anlegern zustehen sollten.

Problematisch sind die Eigentumsverhältnisse hinsichtlich der Container. Um Eigentum an den Containern zu erwerben reichen die abgeschlossenen schulrechtlichen Verträge nicht aus. Vielmehr muss auch ein sachenrechtlicher Eigentumsübergang stattfinden. Ob ein derartiger sachenrechtlicher Eigentumsübergang der Magellan Container stattgefunden hat, wird demnächst noch verbindlich geklärt werden.

Teilweise wird die Rechtsansicht vertreten, dass Magellan die Mietforderungen aus der Vermietung der Container nicht wirksam an die Anleger abgetreten hat und somit selbst Inhaber der Forderungen geblieben ist.

Viele Experten halten dennoch die Anleger für die wahren Eigentümer der Container und raten ihnen von Magellan die Aussonderung ihrer Mieten zu fordern. Durch eine Aussonderung kann unter Umständen ein besseres Ergebnis für die Anleger erreicht werden.

Magellan – Herausgabe der Container

Es sprechen gute Gründe dafür die Anleger von Magellan als die wahren Eigentümer der Container zu betrachten. Als Eigentümer können sie vom Insolvenzverwalter verlangen, dass er ihnen ihre Container herausgibt. Dann wäre etwa ein Verkauf oder eine anderweitige Vermietung der Container an andere Investoren möglich. Dabei dürfte es allerdings gewisse Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung geben. Außerdem ist zu bedenken, dass die Container weltweit unterwegs sind und eine schnelle Herausgabe in vielen Fällen praktisch unmöglich ist.

Magellan – Ansprüche im Insolvenzverfahren anmelden

Anleger können außerdem ihren Massenanspruch gegen Magellan Maritime im Insolvenzverfahren anmelden. Dann wird dieser Anspruch quotal aus der Insolvenzmasse befriedigt. Der Insolvenzverwalter hat die Anleger schriftlich über die Möglichkeiten der Anmeldung ihrer Ansprüche informiert. In den Schreiben sind die Forderungen auch beziffert. Es handelt sich jedoch nicht um eine verbindliche Berechnung bzw. Festsetzung der Forderungen, so dass es unter Umständen erhebliche Abweichungen geben könnte. Es empfiehlt sich daher die Unterlagen und die Höhe der tatsächlich bestehenden Forderungen von einem Rechtsanwalt überprüfen und anmelden zu lassen.

Schneeballsystem?

Mehrere Recherchen und Gutachten sollen darauf hindeuten, dass das ganze Geschäftsmodell möglicherweise auf einem Schneeballsystem beruhen könnte. Die mit den Reedereien vereinbarten Mietzahlungen seien nämlich von vornherein nicht ausreichend, um die versprochenen Renditen an die Anleger auszahlen zu können. Vielmehr müssten systematisch Auszahlungen auch aus von den Investoren eingezahlten Geldern erfolgt sein, wie Manager Magazin berichtet.

Auswirkungen der Eigentumsverhältnisse auf die Ansprüche der Anleger

Sollten die Anleger nicht wirksam Eigentum an den Containern erworben haben, hätten sie jedenfalls einen schuldrechtlichen Anspruch gegen Magellan. Dann würden die eingehenden Mietzinsen und sonstigen Vermögenswerte zu einem Großteil an sie verteilt werden.

Auswirkungen der Eigentumsverhältnisse auf die von den Anlegern zu zahlenden Verfahrenskosten

Die betroffenen Anleger stellen sich oft die Frage, inwieweit sich die Eigentumsverhältnisse auf die Höhe ihrer anteilig zu tragenden Verfahrenskosten auswirken. Laut Auskunft des Insolvenzverwalters dürften die Eigentumsverhältnisse keinen signifikanten Unterschied bei den Verfahrenskosten begründen. Der Insolvenzverwalter schätzt den Unterschied auf weniger als 0,5 Prozent ein.

Magellan Maritime Services Insolvenzmasse

Der Insolvenzverwalter hat einen Wert des Anlage- und Umlaufvermögens zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Höhe von ca. 138 Millionen Euro berechnet. Das freie Anlage- und Umlaufvermögen

Magellan – Kosten des Insolvenzverfahrens

Viele Magellan-Investoren befürchten, dass erhebliche Kosten des Insolvenzverfahrens die Insolvenzmasse schmälern würden. Die genauen Gesamtkosten lassen sich derzeit noch nicht berechnen. Laut Berechnungen des Insolvenzverwalters ist mit einem mittleren einstelligen Millionenbereich zu rechnen. Davon wären sowohl die Vergütung des Insolvenzverwalters als auch die Gerichtskosten gedeckt.

Magellan – Geschäftsmodell

Bei den Investitionen in Magellan handelt es sich um sogenannte „Direktinvestments“. Das heißt, dass die Anleger alleinige Eigentümer der Container werden sollten und nicht etwa Beteiligungen an einem Fonds erworben haben. Dann wurden die Container von Magellan für 5 Jahre zu einem garantierten Mietpreis gemietet. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit war geplant, dass Magellan die Container zu einem Rückkaufswert von ca. 67 % zurückkauft. Es wurden Renditen von ca. 6 % in Aussicht gestellt. Durch diese Vertragsgestaltung war es den Initiatoren von Magellan möglich die Investments zu vermarkten, ohne gesetzlich vorgeschriebene ausführliche Verkaufsprospekte bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einreichen zu müssen.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner helfen betroffenen Anlegern und finden für sie die beste Möglichkeit ihre Ansprüche schnell und effizient durchzusetzen. Die Vertretung erfolgt deutschlandweit.

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