Migotrade ist laut Angaben auf der Website ein Anbieter aus der Finanzbranche, der den Handel mit verschiedenen CFDs und Forex Trading (Devisenhandel) anbietet. Die Website liegt ausschließlich auf Englisch vor und kann unter der URL https://www.migotrade.com/ aufgerufen werden.

Auf seiner Homepage verspricht Migotrade, dass Anleger von der Erfahrung, dem Know-how und der Plattform des Unternehmens profitieren könnten. Zudem könne man bei Migotrade lernen zu handeln wie ein professioneller Anleger. Eigenen Angaben zufolge habe Migotrade weltweit mehr als 250.000 Investoren unterstützt.

Die britische Regulierungsbehörde und Anwälte warnen hingegen vor möglicherweise problematischen Investments bei Migotrade ohne vorherige Beratung. Irritierte Mandaten, die von Anlageberatern des Brokers Migotrade unaufgefordert kontaktiert wurden, sind mit der Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner Rechtsanwälte in Kontakt getreten.

Anlegern wird nicht geraten, sich auf Geschäfte mit dem Unternehmen Migotrade ohne weitere Rechtsberatung einzulassen.

Migotrade – Rechtsberater unterstützen

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner Rechtsanwälte, mit Sitz in Hamburg, Frankfurt am Main und München, sind Kontaktpersonen für Investoren, die Anlegerschutz suchen. Die Rechtsanwaltskanzlei wird zudem im Aktienrecht, im Bankrecht, im Kapitalmarktrecht oder im Markenrecht tätig.

Möchten Sie sich über Ihre rechtlichen Möglichkeiten in Verbindung mit Migotrade informieren? Dann können Sie sich an einen Anwalt wenden und Ihr Anliegen persönlich besprechen. Hier kommen Sie in unseren Kontaktbereich.

Migotrade – Vorliegende Hinweise

Unseren Anwälten liegen folgende, in Teilen auf Angaben der FCA basierende, Informationen zum Dienstleister Migotrade vor:

Homepage: www.migotrade.com
E-Mail-Adresse: cs[a]migotrade.email
Postalische Anschrift: First Floor, First St Vincent Bank Ltd Building, Kingstown, St Vincent und die Grenadinen
Tel.-Nr.: 0041 615100607
Name des Unternehmens: Smart iSolution LLC (Betreiberin von Migotrade)

Behördliche Warnung in Verbindung mit Migotrade

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA warnte bereits am 24. September 2020 zum Thema Migotrade. In der Mitteilung ist davon die Rede, dass der Anbieter von Migotrade ohne Erlaubnis Finanzprodukte oder Finanzdienstleistungen angeboten haben könnte. Hierbei handele es sich um regulierte Aktivitäten, allerdings sei der Anbieter von Migotrade nicht von der Behörde autorisiert.

Staatliche Regulation und Lizenz von Migotrade

Angaben zu einer Zulassung und Überwachung von Migotrade durch eine staatliche europäische Kontrollinstanz sind auf der Webpräsenz des Unternehmens nicht vorhanden. Es sollte daher nicht ohne Vorbehalte angenommen werden, dass das Unternehmen hinter Migotrade über die für seine Geschäftstätigkeit benötigten Erlaubnisse verfügt.

Worauf Anbieter wie Migotrade abzielen

Investoren wissen in der momentanen Niedrigzinsphase oft nicht, wie sie ihr Vermögen möglichst gewinnbringend und zugleich sicher anlegen können.

Privatanleger recherchieren dementsprechend nach lukrativen Optionen und stoßen in diesem Zusammenhang häufig auf mutmaßlich sichere Investments mit sagenhaften Renditen. Blendet man in solchen Situationen die Vernunft aus, kann es dazu kommen, dass der Traum vom schnellen Geld zerplatzt und der Betroffene auf den Boden der Realität zurückgeholt wird.

Migotrade ist ein Unternehmen aus dem Ausland – was heißt das für den Anleger?

Durch die Liberalisierung des Welthandels und die anhaltende Digitalisierung ist es inzwischen möglich, Dienstleistungen auf der ganzen Welt und unabhängig vom Standort anzubieten. Entsprechend wenden sich zahlreiche Anbieter verstärkt an europäische Investoren. Oft stehen gerade Deutschland, Österreich und die Schweiz hierbei im Blickpunkt.

Kommt es zu Schwierigkeiten, stehen Geldgeber bei Finanzanbietern vor der Aufgabe, diese mit dem Händler zu klären. Denn wenn ein Unternehmen wie Migotrade im entfernten Ausland residiert, erschwert dies meist den direkten Dialog, hinzu kommen Sprachbarrieren.

Wie sich Gefahren erkennen und meiden lassen

Die WWW-Seiten der Broker, welche die Finanzanlage anbieten, geben zusätzliche Hinweise zu den Offerten der Firma. Hier könnten Investoren infolge eines qualifiziert und kompetent wirkenden Aussehens tatsächlich den Eindruck gewinnen, dass es sich um einen tadellosen Anbieter handelt.

Doch verfügen solide Unternehmen im Regelfall über die für Finanzdienstleistungen erforderlichen Berechtigungen. Warnungen von Aufsichtsbehörden bedeuten zwar nicht sofort, dass das Angebot mit Gewissheit auf Abzocke basiert. Denn dies ließe sich erst nach einer Gerichtsentscheidung aufklären.

Dennoch sollten Investoren solche Hinweise stets berücksichtigen und sorgfältig abwägen, ob sie dennoch bei solchen Firmen investieren wollen – und wie sie zum Beispiel Migotrade einschätzen.

Einige Firmen locken mit Gewinnversprechen, die mit der Realität wohl wenig zu tun haben. Die Chancen seien immens, Risiken jedoch werden selten oder überhaupt nicht thematisiert. Wenn Sie diese Tipps unserer Rechtsberater einhalten, schränken Sie Ihr persönliches Risiko spürbar ein.

Kunden sollten sich einer wichtigen Grundregel klar sein – hohe Profitversprechen sind in aller Regel auch mit hohen Risiken verbunden. Besonnenheit ist auch zu empfehlen, wenn der Dienstleister in einem „exotischen“ Land niedergelassen ist. Mit einem Anruf beginnt häufig die Kontaktanbahnung.

Was für Risiken spricht

  • Es werden überdurchschnittlich hohe Renditen in Aussicht gestellt oder sogar zugesagt.
  • Die Anbieter sitzen im Ausland und besitzen keine Zulassung.
  • Es gibt keine Geschäftsstelle in Deutschland oder in der Europäischen Union.
  • Es wird keine direkte Beratung vor Ort angeboten.

Mitunter soll Ihnen der prompte Abschluss der Anlage durch bestimmte Vorzüge versüßt werden. Vorgebliche Vorzugspreise oder das Erlangen steuerlicher Vorteile sind übliche Argumente. Dadurch will man Investoren die Chance nehmen, sich ihre Geldanlage noch einmal in aller Ruhe zu überdenken.

Auch ein Vergleich mit weiteren Angeboten oder gar eine Recherche zu der gegenständlichen Anlagechance soll derart unterbunden werden. Investoren sollen lediglich möglichst schnell ihr Geld einzahlen. Oftmals haben die Unternehmen damit bereits ihr Ziel erreicht.

Handlungstipps für Privatanleger, die Schwierigkeiten mit Migotrade haben

Falls Sie bei einem Investment Verluste erleiden mussten, sollten Sie augenblicklich handeln. Zuerst sollten Sie auf zusätzliche Ein- bzw. Nachzahlungen verzichten. Außerdem ist es angeraten, beim Anbieter die Gründe für die Einbußen nachzufragen und zu eruieren, welche Optionen es gibt, die Investition wiederzubekommen.

Allerdings gibt es einige Anbieter, die sich bei Herausforderungen wenig hilfsbereit zeigen. In derartigen Fällen kann es ratsam sein, einen Rechtsanwalt zu informieren, der Ihre Belange vertritt.

Unterstützung bei Auseinandersetzungen

Die Rechtsanwälte unserer Rechtsanwaltskanzlei betreuen Mandanten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern, die durch Investitionen im Ausland teilweise hohe Verluste erlitten haben. Wollen Sie sich über Ihre juristischen Handlungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Migotrade informieren? Dann kommen Sie hier zur Kontaktaufnahme.