Monacoins ist eine Trading Plattform, welche sich selbst als Die weltweit größte und fortschrittlichste Kryptowährungs-Handelsplattform bezeichnet. Die Firma Monacoins ist unter www.monacoins.co aufzufinden und leitet ihren Namen dabei von der japanischen Kryptowährung Monacoin ab.

Eine direkte Verbindung zwischen der Handelsplattform Monacoins und der gleichnamigen Kryptowährung scheint allerdings nicht zu bestehen. Monacoins bietet Handel mit verschiedenen Kryptowährungen an – darunter auch Bitcoin.

Monacoins

Auf der Website von Monacoins finden sich keine Kontaktadressen des Unternehmens. Lediglich Telefonnummern in der Schweiz und in England sind dort angegeben. In E-Mails der Firma gibt diese Ihren angeblichen Sitz unter folgender Adresse an: 20-22 Wenlock Road, London N1 7GU, Vereinigtes Königreich.

Monacoins – Geschäftsmodell intransparent

Die Plattform Monacoins wirbt damit, Kapitalrenditen von bis zu 85% in weniger als einer Stunde generieren zu können. Verluste sollen durch nur einen Klick verhindert werden können. Dabei findet sich auf der Website von Monacoins keine Erklärung, auf welche Weise diese Renditen erwirtschaftet werden sollen.

Durch den einfachen Kauf und Verkauf von Kryptowährungen ist ein solches Renditeversprechen nicht zu verwirklichen. Ob Monacoins diese Renditen durch Optionshandel (CFD und Forex) erzielen möchte, wird nicht erläutert.

Anleger wissen also nicht, was mit ihrem investierten Geld passiert.

Monacoins – Werbung mit unerlaubten Bonuszahlungen?

Monacoins bietet vier verschiedene Kontotypen für Anleger an:

  • Beginner (Mindesteinzahlung USD 250,00)
  • Intermediate (Mindesteinzahlung USD 5.000,00)
  • PRO (Mindesteinzahlung USD 50.000,00)
  • Expert (Mindesteinzahlung USD 150.000,00)

Jeder Kontotyp bietet unterschiedliche Vorteile. Je höher die Investition der Anleger ist, desto größer ist dabei der sog. Bonus, den Monacoins seinen Kunden gewährt. Bei dem Bonus handelt es sich um eine Zuzahlung der Plattform zur Einzahlung der Anleger. Die Zuzahlung beträgt zwischen 20% und 100% der Einzahlung.

Die Europäische Finanzmarktaufsicht ESMA hat die Gewährung derartiger Bonuszahlungen an private Anleger für den Optionshandel jedoch bereits im Jahr 2018 verboten.

Monacoins – Anleger berichten von Problemen

Die Herfurtner Rechtsanwälte werden immer häufiger von Anlegern der Plattform Monacoins kontaktiert. Die Anleger berichten von Problemen bei Auszahlungen und dem Totalverlust ihrer Einzahlungen. Dabei wurde den Anlegern stets versprochen, dass das Handeln risikofrei sei und Auszahlungen jederzeit möglich seien.

Auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Monacoins bestätigen, dass eine Auszahlung höchstens 21 Tage benötigt, bis das Geld dem Bankkonto des Kunden gutgeschrieben ist.

Auf die vermeintliche Sicherheit beim Handel wird ebenfalls an diversen Stellen auf der Website von Monacoins hingewiesen.

Mandanten berichten auch von Problemen beim Kontakt zu den persönlichen Brokern und Account Managern sobald Auszahlungen beantragt werden oder Verluste angefallen sind.

Anleger hatten hierbei u.a. Kontakt zu folgenden Ansprechpartner:

  • Richard Schmidt
  • Nicole Brown
  • Peter Schmitz

Oftmals werden Mandanten auch von angeblichen Banken oder Kryptobörsen kontaktiert und sollen Steuern oder Gebühren zahlen, bevor eine Auszahlung des Handelskontos erfolgen kann.

Behörden warnen vor Monacoins

Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA warnt mit ihrer Meldung vom 08.10.2020 vor Monacoins:

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) kann ua gemäß § 4 Abs 7 BWG die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Bankgeschäfte (§ 1 Abs 1 BWG ) nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. Mit Bekanntmachung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung vom 08.10.2020 teilt die FMA daher mit, dass

MonaCoins.co

Mit angeblichen Sitz in

20-22 Wenlock Road, London N1 7GU, Vereinigtes Königreich

Web: www.monacoins.co/

E-Mail: kundenservice@MonaCoins.co

support@MonaCoins.co

erik.h@monacoins.co

nicht berechtigt ist, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegennahme fremder Gelder zur Verwaltung (§ 1 Abs 1 Z 1 BWG erster Fall) nicht gestattet.

Anleger sollten genau prüfen

Der Handel mit Kryptowährungen und der Optionshandel ist mit großen Risiken verbunden. Umso mehr sollten Anleger darauf achten, mit seriösen und transparenten Brokern zu arbeiten. Folgende Umstände können im Einzelfall Hinweise auf einen unseriösen Geschäftspartner sein:

  • Ungefragte erstmalige Kontaktaufnahme durch die Handelsplattform (sog. Cold Calling)
  • Es werden überdurchschnittlich hohe Renditen bei geringem Risiko versprochen
  • Keine Kontaktadressen in Deutschland oder der EU
  • Kontodaten in anderen Ländern als dem Geschäftssitz der Plattform
  • Gewährung von unerlaubten Bonuszahlungen
  • Ständiges Nachfordern weiterer Einzahlungen
  • Intransparentes Geschäftsmodell
  • Probleme bei beantragten Auszahlungen
  • Die Plattform verfügt nicht über eine Lizenz für Finanzdienstleistungen

Herfurtner Rechtsanwälte beraten

Sollten Sie den Verdacht haben, dass auch Sie Geschädigter einer unseriösen Handelsplattform sind oder sollten Sie Probleme mit einem Broker haben, stehen die Herfurtner Rechtsanwälte Ihnen jederzeit für eine kostenfreie Erstberatung zur Verfügung.