MS HS Bizet insolvent

MS HS Bizet insolvent

MS HS Bizet Insolvenz – Über die Gesellschaft des Containerschiffs MS HS Bizet wurde am 9.11.2016 am Amtsgericht Lüneburg das vorläufige Insolvenzverfahren unter dem Aktenzeichen 47 IN 87/16 eröffnet. Damit sind beide Schiffe der Schiffsbeteiligung HT-Twinfonds, die von der Hansa Treuhand aufgelegt wurden, in der Insolvenz.

Die Summe der Mindestbeteiligung für Anleger lag bei EURO 20.000,00. Anleger haben 41 Millionen EURO über den HT Twinfonds investiert. Neben der MS HS Bizet wurde auch über die Gesellschaft des Containerschiffes MS HS Bach bereits Mitte des Jahres das Insolvenzverfahren erföffnet.

Die Hansa Treuhand mit Sitz in Hamburg hat in der Vergangenheit über 100 geschlossene Fonds im Markt platziert. Neben Schiffsfonds bot das Unternehmen auch Flugzeugbeteiligungen und Private-Equity-Investments an.

Die Krise bei Schiffsbeteiligungen hat auch die Hansa Treuhand hart getroffen. Nachdem im Jahr 2016 mindestens 7 Schiffe von einer Insolvenz betroffen waren, wird die Hamburger Reederei keine neuen Beteiligungsfonds auflegen. Die Größe der Charterflotte von derzeit 45 Schiffen soll auf etwa die Hälfte verkleinert werden. Die Pläne zum Personalabbau betreffen ca. 25% der 130 Mitarbeiter am Firmensitz in Hamburg.

MS HS Bizet insolvent – Schadensersatzansprüche für Anleger

Anleger der MS HS Bizet müssen nun bei beiden Schiffsbeteiligungen mit einem Totalverlust rechnen. Von vielen Anlegern wird erwartet, dass sie bereits erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen. In vielen Fällen ist ein Anspruch auf Rückzahlung der Ausschüttungen nicht gegeben.

Investoren sollten daher alle Möglichkeiten prüfen lassen, welche die hohen finanziellen Verluste begrenzen können. Da Schiffsbeteiligungen in der Regel keine sicheren Anlageformen sind, müssen Anlageberater über die Risiken bis hin zum Totalverlust aufklären.

Falschberatung – Rechtsanwalt berät

Oft haben Vermittler Anlegern Schiffsbeteiligungen als sichere Anlage dargestellt, die sich gar zur Altersvorsorge eignen sollte. Anlegern war meist nicht klar, dass Sie mit ihrer Beteiligung ein enormes unternehmerisches Risiko eingehen. Auch haben es viele Berater versäumt, offenzulegen, dass sie für die Vermittlung der jeweiligen Schiffsbeteiligung hohe Provisionen erhalten. Diese Tatsache hätte Anlegern aber bereits vor Zeichnung ihrer Beteiligung mitgeteilt werden müssen. Denn nur so kann eine mögliche Eigenmotivation des Beraters zu erkennen werden. Eine Falschberatung durch Berater führt regelmäßig zu einem Schadensersatzanspruch.

Die Anwaltskanzlei Herfurtner berät Mandanten in den Bereichen Bank- und Kapitalmarktrecht, Schiffsfonds, Anlegerschutz, Gesellschaftsrecht und Immobilienrecht bundesweit. Unsere Anwälte stehen Ihnen für eine erste kostenfreie Beratung zur Beteiligung an der MS HS Bizet gerne zur Verfügung.

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