Primebrokerz – Betrug mit binären Optionen?

///Primebrokerz – Betrug mit binären Optionen?

Primebrokerz – Betrug mit binären Optionen?

Primebrokerz wurde im Jahr 2015 mit Sitz auf den Marshall-Inseln gegründet und handelt mit binären Optionen. Auf der Webseite wirbt man mit innovativen Trading-Technologien, persönlicher Betreuung, einer leistungsfähigen Handels-Plattform, hohen Renditen und schnellen Auszahlungen. Trotz all dieser Versprechungen sollten Anleger vorsichtig sein: Primebrokerz scheint von keiner Aufsichtsbehörde reguliert oder lizenziert zu sein, bereits zwei Aufsichtsbehörden haben vor Geschäften mit dem Anbieter gewarnt.

Primebrokerz: Scam oder seriöser Anbieter?

Die Webseite von Primebrokerz wird von der Danesi Global Ltd. Mit Sitz auf den Marshall-Inseln betrieben. Weiterhin wurde dort angegeben, dass die ELLA Solutions EOOD mit Sitz in Bulgarien als Dienstleister für Zahlungsmodalitäten fungiert. Diese Angaben aus dem April 2016 sind auf der aktuellen Webseite jedoch nicht mehr zu finden – der Eigentümer soll gemäß der dortigen Informationen die Capital Planet LTD sein. Andere Beiträge aus dem Jahr 2016 berichteten, dass der Eigentümer der Webseite die ELLA Solutions Ltd. war, mit Sitz in Düsseldorf. Die Angaben auf der Webseite von Primebrokerz scheinen sich demnach regelmäßig zu ändern.

Primebrokerz: Aufsichtsbehörden warnen vor möglichen Risiken

Am 20. Oktober 2016 veröffentlichte die British Columbia Securities Commission (BCSC) eine Warnmeldung bezüglich der Aktivitäten von PrimeBrokerz und der Danesi Global Ltd. Die BCSC ist eine Aufsichtsbehörde für die Kapitalmärkte der kanadischen Provinz British Columbia und pflegt eine Liste mit Einzelpersonen sowie Unternehmen, deren Aktivitäten ein potenzielles Risiko für Investoren darstellen. Die BCSC hatte Kenntnis davon erlangt, dass die Einwohner von British Columbia einen Trading-Account bei PrimeBrokerz eröffnen können, eine erforderliche Lizenz oder Genehmigungen für Handel und Beratung lägen jedoch nicht vor. Die Behörde riet deshalb Anlegern bei Handelsgeschäften mit diesen Parteien zur Vorsicht.

Die zypriotische staatliche Finanzaufsichtsbehörde (CySEC) informierte am 13. Dezember 2016, dass die Webseite von Primebrokerz von keinem zugelassenen zypriotischen Investment-Unternehmen betrieben oder besessen wird. Primebrokerz sei somit nicht von der CySEC für Handelsgeschäfte autorisiert.

Binäre Optionen: die Risiken für Anleger

Der Handel mit Binary Options erlebte in den letzten Jahren einen regelrechten Boom. Trader von binären Optionen setzen dabei auf steigende oder fallende Kurse von kurz laufenden Optionen – wenn die Wette aufgeht, werden Gewinne von bis zu 85% des eingesetzten Kapitals versprochen. Diese scheinbar einfach aufgebauten Finanzprodukte sind jedoch häufig mit enormen Risiken verbunden, die hohe finanzielle Verluste bis zum Ausfall des gesamten Kapitals bedeuten können. Ein weiterer negativer Einflussfaktor sind dubiose Geschäftspraktiken vieler Anbieter, deren Auftritt sich für Einsteiger auf den ersten Blick kaum von seriösen Trading-Plattformen unterscheiden lässt. Oftmals kursieren im Internet positive Reviews, die aber von den Anbietern selbst veröffentlicht werden und somit irreführend sind.

Die unlauteren Praktiken (auch Scam genannt) von Online-Anbietern binärer Optionen sind überaus vielfältig und reichen von irreführenden Klauseln über falsche Kursangaben bis hin zu Manipulationen und ausbleibenden Auszahlungen. Bei einigen schwarzen Schafen muss das Startkapital erst vervielfältigt werden, damit es überhaupt zu einer Auszahlung kommen kann – Anleger müssen dann ihre Investition unter Umständen 50-fach vervielfältigen, um an ihre Gewinne zu gelangen. Ob es dazu überhaupt kommt, ist mehr als fraglich.

Primebrokerz und binäre Optionen: Möglichkeiten für geschädigte Anleger

Geschädigte Anleger können sich durchaus gegen Abzocke und Scam beim Handel mit Binary Options zur Wehr setzen. Am Anfang steht dabei stets die rechtliche Beratung durch einen Anwalt, der in Bereichen wie Anlagebetrug, Kapitalmarktrecht und Anlegerschutz versiert ist. Als rechtliche Grundlage dienen unter anderem Auszahlungsansprüche gemäß § 305c BGB oder die Herausgabe der geleisteten Einzahlungen nach § 812 BGB. Welche rechtlichen Schritte Anwendung finden können, kann jedoch erst nach eingehender Betrachtung des Einzelfalles durch eine Kanzlei entschieden werden.

Rechtliche Beratung durch Anwälte

Die Kanzlei Herfurtner betreut Anleger, die beim Handel mit binären Optionen finanzielle Verluste erlitten haben. Unsere Rechtsanwälte setzen sich für Mandanten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Die Tätigkeitsfelder der Rechtsberatung umfassen neben binären Optionen auch die Bereiche Anlegerschutz, Bankrecht, Kapitalmarktrecht, Gesellschaftsrecht und Immobilienrecht.

Einen Kommentar schreiben

Bewerten Sie unsere Seite:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Laden...