Wussten Sie, dass viele potenzielle Kläger ihre berechtigten Forderungen nicht geltend machen, nur weil sie die finanziellen Ressourcen für einen Rechtsstreit nicht aufbringen können? Hier kommt das „Prozessfinanzierungsrecht“ ins Spiel. Beamtenherbe auf der Suche nach einer Lösung für die Finanzierung Ihrer Rechtsstreitigkeiten? Unsere erfahrene und kompetente Anwaltskanzlei bietet umfassende Unterstützung an und macht den Unterschied!

Die Bedeutung des Prozessfinanzierungsrechts

In der heutigen komplexen und oft teuren rechtlichen Landschaft wird das Prozessfinanzierungsrecht immer bedeutender. Es bietet eine Möglichkeit für Kläger, Gerichtsverfahren zu finanzieren, ohne das eigene Vermögen aufs Spiel zu setzen. Für viele ist dies ein Tor zur Gerechtigkeit, das sonst verschlossen bleiben würde. Aber was genau ist Prozessfinanzierung? Lassen Sie uns das genauer untersuchen.

Was ist Prozessfinanzierung?

Prozessfinanzierung ist ein Arrangement, bei dem ein Dritter – in der Regel eine spezialisierte Prozessfinanzierungsgesellschaft – die Kosten eines Rechtsstreits übernimmt. Diese Kosten können Gerichtskosten, Anwaltsgebühren und andere Ausgaben im Zusammenhang mit dem Prozess umfassen. Die Prozessfinanzierungsgesellschaft erhält im Gegenzug einen Anteil an einem erfolgreichen Urteil oder Vergleich. Wenn der Rechtsstreit verloren geht, muss der Kläger die Kosten nicht zurückzahlen. Dies reduziert das finanzielle Risiko für die Kläger erheblich.

Vorteile der Prozessfinanzierung

  • Kein finanzielles Risiko: Der größte Vorteil ist, dass der Kläger kein eigenes Geld investieren muss und somit keine finanziellen Risiken eingeht.
  • Zugang zur Gerechtigkeit: Personen, die sich ein Gerichtsverfahren sonst nicht leisten könnten, haben die Möglichkeit, ihre Ansprüche vor Gericht zu bringen.
  • Erhöhte Erfolgschancen: Prozessfinanzierungsgesellschaften wählen Fälle sorgfältig aus und finanzieren nur solche, die eine hohe Erfolgsaussicht haben. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines positiven Prozessverlaufes für den Kläger.
  • Erfahrene Unterstützung: Prozessfinanzierer bringen oft wertvolles Wissen und strategische Expertise ein, die dem Kläger zugutekommen können.

Anwendungsbereiche der Prozessfinanzierung

Der Einsatz von Prozessfinanzierung ist breit gefächert und kann in verschiedenen rechtlichen Kontexten zur Anwendung kommen. Sie ist nützlich in:

  • Zivilrechtlichen Streitigkeiten: Dazu zählen beispielsweise Schadensersatzklagen, Vertragsstreitigkeiten und sonstige private Rechtsstreitigkeiten.
  • Wirtschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen: In Geschäfts- und Handelskonflikten, wie etwa bei Streitigkeiten zwischen Unternehmen oder bei Kartellrechtsverfahren.
  • Insolvenzverfahren: Sie hilft Insolvenzverwaltern, Forderungen durchzusetzen, die sonst mangels Masse nicht verfolgt werden könnten.
  • Schadenersatzverfahren: Beispielsweise bei Produkthaftung, Medizinproduktehaftung und Umweltschäden.
  • Arbitrage-Verfahren: Auch in internationalen Schiedsverfahren findet Prozessfinanzierung Anwendung.

Typische Abläufe und Bedingungen der Prozessfinanzierung

Die Inanspruchnahme einer Prozessfinanzierung erfolgt in mehreren Schritten:

  • Einreichung des Falls: Der Kläger reicht seine Unterlagen bei der Prozessfinanzierungsgesellschaft ein.
  • Prüfung: Die Gesellschaft prüft die Erfolgsaussichten und möglichen Ertrag des Falls.
  • Abschluss einer Vereinbarung: Bei positiver Bewertung erfolgt der Abschluss eines Finanzierungsvertrages.
  • Begleitung des Prozesses: Die Gesellschaft finanziert und begleitet das Verfahren.

In der Regel beträgt der Gewinnanteil des Prozessfinanzierers zwischen 20% und 40% des erstrittenen Betrages.

Gesetzliche Grundlagen und Regulierungen

In Deutschland ist die Prozessfinanzierung gesetzlich zulässig und wird durch diverse Regelungen und Urteile gestützt:

  • Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG): Das RDG erlaubt die Erbringung außergerichtlicher Rechtsdienstleistungen, zu denen auch die Prozessfinanzierung zählt.
  • Zivilprozessordnung (ZPO): Die ZPO enthält Vorschriften über die Kostenerstattung und ermöglicht Prozessfinanzierungsgesellschaften, die Prozesskosten zu tragen.
  • BGH-Urteile: Verschiedene Urteile des Bundesgerichtshofs haben die Zulässigkeit und Anforderungen an die Prozessfinanzierung konkretisiert, z. B. das Urteil vom 24. Januar 2007 (Az. IV ZR 175/05).

Erfolgreiche Mandantengeschichten aus unserer Kanzlei

Wir möchten Ihnen einige anonymisierte Erfolgsgeschichten aus unserer Kanzlei präsentieren, die die Wirksamkeit und den Nutzen der Prozessfinanzierung unterstreichen:

Fallbeispiel 1: Vertragsstreit zwischen Unternehmen

Ein kleines mittelständisches Unternehmen hatte einen großen Vertragspartner aufgrund von Vertragsverletzungen verklagt. Die finanziellen Mittel des kleinen Unternehmens reichten jedoch nicht für einen langen Rechtsstreit. Durch die Einschaltung eines Prozessfinanzierers konnten die nötigen Mittel bereitgestellt werden. Nach einem zweijährigen Verfahren wurde das Unternehmen mit einem sechsstelligen Schadensersatzbetrag entschädigt.

Fallbeispiel 2: Schadensersatzklage im Medizinbereich

Ein Patient erlitt aufgrund eines fehlerhaften Medizinprodukts schwerwiegende Gesundheitsschäden. Die Klage gegen den Hersteller zog sich aufgrund der komplexen Sachlage über mehrere Jahre hin. Dank der Unterstützung durch eine Prozessfinanzierungsgesellschaft konnten die hohen Prozesskosten gedeckt werden, und der Patient erhielt am Ende eine angemessene Entschädigung in Millionenhöhe.

Checkliste für den Erfolg mit Prozessfinanzierung

Wenn Sie in Erwägung ziehen, eine Prozessfinanzierung in Anspruch zu nehmen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Fallprüfung: Lassen Sie den Fall vorab von einem Anwalt prüfen, um die Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen.
  • Konditionen und Gebühren: Informieren Sie sich über die Konditionen und den Anteil, den der Prozessfinanzierer beansprucht.
  • Vergleichsangebote: Holen Sie Vergleichsangebote von mehreren Prozessfinanzierungsgesellschaften ein.
  • Vertragsinhalte: Achten Sie auf transparente Vertragsbedingungen und klären Sie alle Fragen vor Vertragsunterzeichnung.
  • Langfristige Planung: Seien Sie sich bewusst, dass kurz- und langfristige rechtliche und finanziellen Auswirkungen auftreten können und planen Sie entsprechend.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Prozessfinanzierung:

Wer kann eine Prozessfinanzierung in Anspruch nehmen?

Grundsätzlich kann jede Partei, die in einen rechtlichen Streit verwickelt ist und eine angemessene Aussicht auf Erfolg hat, eine Prozessfinanzierung in Anspruch nehmen. Dazu zählen Privatpersonen, Unternehmen und Insolvenzverwalter.

Wie lange dauert es, bis ich eine Zusage für eine Prozessfinanzierung erhalte?

Die Dauer des Entscheidungsprozesses variiert je nach Komplexität des Falles. In der Regel dauert die Prüfung und Entscheidung mehrere Wochen, kann jedoch auch länger dauern, wenn umfangreiche Unterlagen eingereicht werden müssen.

Muss ich im Falle einer Niederlage die Kosten zurückzahlen?

Nein, einer der Hauptvorteile der Prozessfinanzierung ist, dass der Kläger im Falle einer Niederlage keine finanziellen Rückzahlungen leisten muss. Der Prozessfinanzierer trägt das Risiko.

Können auch laufende Verfahren finanziert werden?

Ja, es ist möglich, dass auch bereits laufende Verfahren durch Prozessfinanzierungsgesellschaften übernommen werden. Eine vorherige Prüfung der Erfolgsaussichten ist jedoch auch hier erforderlich.

Was passiert bei einem Vergleich?

Kommt es zu einem Vergleich, erhält der Prozessfinanzierer den vereinbarten prozentualen Anteil am Vergleichsbetrag. Die genauen Regelungen hierzu werden im Finanzierungsvertrag festgehalten.

Wie kann unsere Kanzlei Sie unterstützen?

Unsere erfahrene und kompetente Anwaltskanzlei bietet Ihnen umfassende Beratung und Unterstützung bei der Inanspruchnahme einer Prozessfinanzierung. Wir begleiten Sie von der ersten Fallprüfung über die Auswahl und Verhandlung mit einer geeigneten Prozessfinanzierungsgesellschaft bis hin zur abschließenden Durchführung des Rechtsstreits. Unsere Dienstleistungen umfassen:

  • Detaillierte Fallprüfung: Wir analysieren Ihre Ausgangslage und bewerten die Erfolgsaussichten Ihrer Klage.
  • Strategische Beratung: Wir entwickeln gemeinsam eine Strategie, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
  • Verhandlung und Vertragsabschluss: Wir stehen Ihnen bei der Verhandlung der Vertragsbedingungen mit der Prozessfinanzierungsgesellschaft zur Seite.
  • Kompetente Prozessvertretung: Unsere erfahrenen Anwälte vertreten Sie kompetent vor Gericht und sorgen für eine fundierte Prozessführung.

Warum wir die richtige Wahl sind

Unsere Kanzlei hat langjährige Erfahrung in der Begleitung von Klagen mit Prozessfinanzierung. Wir verfügen über ein ausgezeichnetes Netzwerk an vertrauenswürdigen Prozessfinanzierungsgesellschaften und sind bekannt für unsere sorgfältige und professionelle Mandantenbetreuung. Mit uns an Ihrer Seite sind Sie bestens gerüstet, um Ihren Rechtsstreit erfolgreich zu führen und Ihre Interessen durchzusetzen.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, um Ihre Sache unverbindlich zu besprechen und herauszufinden, wie wir Ihnen helfen können. Der Zugang zur Gerechtigkeit sollte nicht von finanziellen Hindernissen blockiert werden – lassen Sie uns gemeinsam den Weg dorthin ebnen!

Unsere Rechtsanwälte stehen Ihnen bundesweit und im deutschsprachigen Ausland zur Verfügung.

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