Die Welt des Arbeitsrechts kann oft komplex und verwirrend sein, besonders wenn es um Fragen der Vergütung geht. Gemäß der des Arbeitsgesetzes können Arbeitgeber sowohl Tariflohn als auch übertarifliche Zulagen bezahlen. Während der Tariflohn durch das jeweilige Arbeitsrecht festgelegt wird, ermöglicht die übertarifliche Zulage es Arbeitgebern, ihren Arbeitnehmern zusätzliche Vergütungen zu gewähren. Dieser Artikel zielt darauf ab, die Funktionsweise der überzähligen Zulagen im Detail zu erörtern, hinzu ihre Nachteile und Vorteile durchzudrücken und die Möglichkeiten zur Berufung zu betrachten.

Definition der Übertariflichen Zulagen

Die übertariflichen Zulagen sind in der Regel Geldbeträge, die dem Arbeitnehmer zusätzlich zum normalen Tariflohn gezahlt werden. Sie bieten den Arbeitgebern die Möglichkeit, ihre Arbeitnehmern für spezielle Fähigkeiten, übermäßige Arbeitsleistung oder andere spezielle Umstände zu entschädigen. Diese Zulagen sind nicht tariflich festgelegt und können daher von den allgemeinen Bestimmungen des Arbeitsrechts abweichen.

Voraussetzungen für Übertarifliche Zulagen

Die Voraussetzungen für übertarifliche Zulagen variieren, je nachdem was genau in dem Arbeitsvertrag und der entsprechenden Unternehmenspolitik festgelegt ist. Im Allgemeinen können folgende Punkte als Voraussetzungen gelten:

  • Es existiert ein gültiger und rechtswirksamer Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
  • Der Arbeitnehmer erfüllt eine Arbeit, die über die üblichen Pflichten und Anforderungen hinausgeht.
  • Der Arbeitnehmer hat spezielle Qualifikationen und Fähigkeiten, die für den Erfolg des Unternehmens wesentlich sind.
  • Die Zulage ist keineswegs eine Umgehung bestehender tariflicher Bestimmungen.

Vorteile von Übertariflichen Zulagen

Übertarifliche Zulagen bieten sowohl dem Arbeitgeber als auch dem Arbeitnehmer Vorteile. Hier sind einige davon:

  • Wettbewerbsfähigkeit: Arbeitgeber können ihre Mitarbeiter besser entlohnen und so ihre Position auf dem Arbeitsmarkt stärken.
  • Motivation und Leistungsanreiz: Solche Zulagen können zur Motivation der Mitarbeiter beitragen und einen Leistungsanreiz bieten.
  • Flexibilität: Übertarifliche Zulagen bieten mehr Raum für individuelle Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, was sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit auswirken kann.

Nachteile von Übertariflichen Zulagen

Trotz der Vorteile gibt es auch Herausforderungen und Risiken im Zusammenhang mit übertariflichen Zulagen. Einige der Nachteile sind:

  • Verwaltungsaufwand: Die Verwaltung von Zulagen kann für Unternehmen einen erheblichen Aufwand bedeuten.
  • Mögliche Ungleichbehandlung: Ohne klare Richtlinien kann es zu Diskriminierungen und Ungleichbehandlungen unter den Mitarbeitern kommen.
  • Gefahr der Umgehung tariflicher Bestimmungen: Übertarifliche Zulagen dürfen nicht als Mittel zur Umgehung bestehender tariflicher Bestimmungen genutzt werden.

Konflikte und ihre Lösungen

Konflikte können entstehen, wenn Mitarbeiter der Ansicht sind, dass sie Anspruch auf übertarifliche Zulagen haben, diese aber nicht erhalten. In solchen Fällen können folgende Schritte unternommen werden:

  • Klärung mit dem Arbeitgeber: Der erste Schritt sollte immer die klare Kommunikation mit dem Arbeitgeber sein, um Fehlinformationen oder Missverständnisse zu klären.
  • Einschaltung des Betriebsrats: Konnten die Differenzen auf diese Weise nicht gelöst werden, kann der Betriebsrat als Mittler fungieren.
  • Einlegen einer Klage: Sollten beide vorgenannten Schritte scheitern, bleibt als letztes Mittel der Gang zur Arbeitsgericht.

Frequently Asked Questions (FAQs)

Was fällt unter übertarifliche Zulagen?

Unter übertarifliche Zulagen fallen Lohn- oder Gehaltsbestandteile, die über den im Tarifvertrag festgelegten Betrag hinausgehen. Hierzu können z.B. Gefahrenzulagen, Leistungsprämien oder Zulagen für besondere Kenntnisse gehören.

Gelten Übertarifliche Zulagen auch für tarifungebundene Arbeitgeber?

In der Regel schon, sofern eine übertarifliche Zulage im einzelnen Arbeitsvertrag vorgesehen und beschrieben ist.

Müssen Übertarifliche Zulagen bei jeder Lohnerhöhung mit angehoben werden?

Nicht unbedingt. Ob übertarifliche Zulagen bei jeder Tariferhöhung mit angehoben werden müssen, hängt von der Gestaltung des Arbeitsvertrages ab.

Schlusswort

Übertarifliche Zulagen können sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer ein gutes Instrument sein, um die Entlohnung flexibler und individueller zu gestalten. Sie können die Arbeitsmotivation fördern und die Bindung an das Unternehmen stärken. Gleichzeitig besteht jedoch auch ein Risiko der Ungleichbehandlung und des Missbrauchs. Daher ist es wichtig, bei der Vereinbarung übertariflicher Zulagen sorgfältig vorzugehen und sich im Zweifelsfall rechtlich beraten zu lassen.

Die rechtlichen Aspekte übertariflicher Zulagen sind komplex und bedürfen einer sorgfältigen Abwägung. Unser Team von erfahrenen Anwälten steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Sie bei der Einschätzung Ihrer Situation zu unterstützen und Sie bei Bedarf vor Gericht zu vertreten.

Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben oder eine individuelle Beratung wünschen, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren. Unsere Anwaltskanzlei setzt sich dafür ein, dass Ihre Rechte gewahrt bleiben und Sie erhalten, was Ihnen zusteht.

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