Unternehmensbeteiligung: Vorteile, Nachteile, Beispiele

Eine Unternehmensbeteiligung bedeutet den Besitz von Kapitalanteilen an einem Unternehmen. Auf dieser Seite nennen wir Ihnen verschiedene Beispiele für Unternehmensbeteiligungen sowie die Vorteile, Nachteile und möglichen Risiken.

Sie wünschen eine Rechtsberatung zum Thema Unternehmensbeteiligung? Kontaktieren Sie unsere Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner. Wir stehen Ihnen bundesweit sowie an unseren Standorten München, Hamburg, Frankfurt am Main und Grünwald für rechtliche Fragen zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis

  1. Unternehmensbeteiligung – Funktion und Definition
  2. Beispiele für Unternehmensbeteiligungen
    2.1 Offene Unternehmensbeteiligung
    2.2 Stille Unternehmensbeteiligung
    2.3 Atypische stille Beteiligung
  3. Aufklärungspflichten Berater Unternehmensbeteiligung
  4. Unternehmensbeteiligung Anwalt – Leistungen Kanzlei Herfurtner

Unternehmensbeteiligung – Definition und Funktion

Die Unternehmensbeteiligung zählt zum Rechtsgebiet Gesellschaftsrecht. Personen erwerben durch die Beteiligung Anteile an einem Unternehmen. Die Anteilseigner werden damit auch am Profit beteiligt. In bestimmten Fällen erhalten sie die Möglichkeit auf die Führung des Unternehmens durch die Beteiligung Einfluss zu nehmen.

Aktionäre besitzen eine Kapitalbeteiligung an einer Aktiengesellschaft. Eigentümer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) werden als Gesellschafter oder Anteilseigner bezeichnet. Mitunternehmer halten Anteile an einer Personengesellschaft. In der Regel werden diese Beteiligungen durch Sacheinlagen oder Geldeinlagen erworben.

Beispiele für Unternehmensbeteiligungen

Es bestehen verschiedene Möglichkeiten für Unternehmensbeteiligungen. Im Folgenden nennen wir Ihnen Beispiele und erklären Ihnen diese.

Offene Unternehmensbeteiligung

Bei einer offenen oder echten Beteiligung erwerben natürliche oder juristische Personen Anteile an Unternehmen. Im Handelsregister wird dieser Erwerb veröffentlicht. Als Gesellschafter des Unternehmens verfügen über Mitsprache- und Informationsrechte und werden am Gewinn beteiligt. Für Verluste wird gehaftet.

Stille Unternehmensbeteiligung

Ein stiller Gesellschafter beteiligt sich an einem Unternehmen eines anderen mit einer Kaitaleinlage beteiligt. Gesellschafter kann eine natürliche oder juristische Person sein. Bei einer Unternehmensbeteiligung in Form einer stillen Gesellschaft tritt der Gesellschafter in aller Regeln nach außen nicht in Erscheinung.

Atypische stille Beteiligung

Bei einer atypischen stillen Unternehmensbeteiligung besitzt der stille Gesellschafter umfangreiche Kontroll- und Vermögensrechte. In diesen Fällen  wird er als Mitunternehmer bezeichnet.

Der atypische stille Gesellschafter kann am Gewinn und Verlust beteiligt werden. Eine Beteiligung am Vermögen der Gesellschaft (inkl. Anlagevermögen), den stillen Reserven und dem Geschäftswert ist ebenfalls möglich. Falls vertraglich vereinbart kann der stille Gesellschafter auch für Verluste haften.

Diese derartige Beteiligung kann, je nach Interessenlage der Parteien im Einzelfall sehr unterschiedlich ausgestaltet werden. Regelmäßig handelt es sich um bei einer atypischen stillen Gesellschaftsbeteiligung um eine Form der Anlage, bei denen der Anleger an die Beteiligungsgesellschaft eine monatliche Rate zu zahlen hat, bis ein bestimmter Zahlbetrag erreicht ist. Eine häufige Anlageform ist die Beteiligung an Kommanditgesellschaften.

Aufklärungspflichten des Beraters, Vermittlers, Finanzmaklers

Da Nachschuss- und Haftungspflichten und Rückvergütungen bestehen können, ist die rechtliche Struktur der Beteiligung meist komplex geregelt. Anleger werden von Initiatoren stiller Beteiligungen manchmal hinters Licht geführt, in dem diese die Tatsache verschleiern, dass die Investoren Mitgesellschafter werden. Damit haften diese mit dem vollen Betrag der Beteiligung und haben unter Umständen eine Verpflichtung weitere Mittel nachzuschießen.

Im schlimmsten Falle droht der Totalverlust des angelegten Geldes.

Atypisch stille Beteiligungen bringen also hohe Risiken für Anleger mit sich, die durch Berater, Vermittler oder Finanzmakler oft nicht ausreichend dargestellt werden. Bei Ratensparplänen mit einer Einmaleinlage erscheint die finanzielle Belastung zunächst als nicht all zu hoch. Der Gesamtschaden kann aber erheblich sein, da bei dieser Unternehmensbeteiligung  oft auch eine Nachschussverpflichtung vereinbart wurde.

Wenn Anleger zu Beginn nicht wissen, worin der Fonds im Detail investierst, bezeichnet man diesen als Blindpool. Da der Anleger hierbei keine Einflussmöglichkeiten auf die Investitionen hat, kann ein Verlust der gesamten Investition drohen.

Sollte die Unternehmensbeteiligung sogar über ein Darlehen in Gänze oder in Teilen finanziert worden sein, bleibt am Ende oft nur das böse Erwachen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das Darlehen aus den prognostizierten Gewinnen der Unternehmensbeteiligung getilgt werden soll, diese aber ausbleiben.

  • AKURA Unternehmensgruppe
  • ALAG Auto Mobil GmbH & Co. KG
  • AWD
  • Bema Investitions- und Beteiligungsgesellschaft
  • CSA Beteiligungsfonds
  • DCM
  • Deltoton GmbH
  • DEF Deutscher Erdgasfonds GmbH Co. KG
  • Deutscher Vermögensfonds
  • Dubai Sports City GmbH Co. KG
  • GENO Bioenergie Leasingfonds Erste GmbH Co. KG
  • München Fonds
  • System Protect Vermögensverwaltungs AG
  • Trend Capital AG

Unternehmensbeteiligung Anwalt – Leistungen Kanzlei Herfurtner

Sollten Sie als Anleger Zweifel an Ihrem Investment haben, bieten wir Ihnen die Prüfung der Wirksamkeit der geschlossenen Verträge an. Ein Ausstieg oder eine Rückabwicklung von atypischen stillen Unternehmensbeteiligungen kann für Sie die richtige Option sein.

Die Anwaltskanzlei Herfurtner setzt Ihre Ansprüche im außergerichtlichen und gerichtlichen Verfahren für Sie durch. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

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Markus Moser
Rechtsanwalt / Senior Associate

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