Vermögensverwalter GAM

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Vermögensverwalter GAM

Vermögensverwalter GAM suspendiert Investment Director Tim Haywood aufgrund interner Untersuchungen.

Als Folge stieg das Volumen der Anteilsrückgaben. Der Vermögensverwalter GAM setzte den Handel von Fonds der Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz aus. Ein Volumen von 7,3 Milliarden Franken ist betroffen.

Vermögensverwalter GAM

Vermögensverwalter GAM mit Sitz in der Schweiz verwaltet per 30.06.2018 ein Volumen von CHF 163,8 Milliarden für Institutionen, Anlageberater und Privatanleger. Am 31. Juli 2018 wurde Investment Director Tim Haywood in Folge interner Untersuchungen suspendiert.

Die Untersuchungen gegen Tim Haywood von GAM betreffen nach Medienmitteilung des Vermögensverwalters GAM sein Risikomanagementverfahren und seine Dokumentationspflichten.

Der Vermögensverwalter GAM lässt mitteilen, dass keine Bedenken die Ehrlichkeit von Tim Haywood betreffend bestünden. Tim Haywood war beim Vermögensverwalter GAM verantwortlicher Geschäftsbereichsleiter für die Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz „ARBF“.

Die Suspendierung des Fondsmanagers versetzte sämtliche Anleger in Sorge. Die Aktie stürzte nach dem Bekanntwerden der Suspendierung des Fondsmanagers ab.

Die Talfahrt der Aktie setzt sich seit dem 31. Juli 2018 fort. Als Folge dessen wollen viele Fondsinhaber des Vermögensverwalters GAM ihre Anteile zurückgeben.

Der Unternehmen reagierte auf das hohe Volumen der Rücknahmeanträge mit einer Aussetzung des Handels von Fonds der Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz. Zeichnungen und Rücknahmen sind aktuell nicht möglich.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht – FINMA – steht angeblich in einem engem Kontakt mit dem Vermögensverwalter GAM.

Schieflage bei Vermögensverwalter GAM – Nachteile für Anleger?

Fraglich ist, ob sich der Negativ-Trend bei dem Vermögensverwalter GAM weiter fortsetzen wird und ob daraus womöglich negative Folgen für die Anleger resultieren können.

Nach der Medienmitteilung des Vermögensverwalters GAM vom 31. Juli 2018 konnten angeblich bisher keine negativen Auswirkungen für Kunden festgestellt werden. Allerdings würde die Überprüfung noch weiter andauern.

Denkbare Nachteile für Anleger sind demnach zwar laut Vermögensverwalter GAM noch nicht festzustellen, allerdings sind die Untersuchungen hierzu auch noch nicht abgeschlossen.

Damit bleibt offen, welche Nachteile sich gegebenenfalls für die Anleger des Vermögensverwalters GAM ergeben können. In der Medienmitteilung des Vermögensverwalters vom 02. August 2018 heißt es:

„Obwohl die Fonds über die notwendige Liquidität verfügen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, würden solche Massnahmen zu einer unverhältnismässigen Verschiebung ihrer Portfoliozusammensetzung führen, was sich nachteilig für die Interessen der verbleibenden Investoren auswirken könnte.“

Die Verunsicherung der Anleger hinsichtlich der künftigen Entwicklungen des Vermögensverwalters GAM ist groß.

Der Vermögensverwalter GAM prüft aktuell die künftigen Schritte. Die Schieflage betrifft ein verwaltetes Fondsvermögen von CHF 7,3 Milliarden per 31. Juli 2018. Sogar eine Liquidation der Fonds wird nach Vermögensverwalter GAM nicht ausgeschlossen.

Welche Ansprüche bestehen gegen Vermögensverwalter GAM?

Vor diesem Hintergrund drängt sich den Anlegern die Frage auf, ob und welche Ansprüche Anleger gegen den Vermögensverwalter haben und wie die Rechtslage aus Sicht eines Rechtsanwaltes zu beurteilen ist.

Grundsätzlich kann ein Fehlverhalten eines Vermögensverwalters Schadensersatzansprüche nach sich ziehen. Der Vermögensverwalter hat eine Reihe von aufsichtsrechtlichen und gesetzlichen Vorgaben zu beachten, wie Aufklärungs-, Beratungs- und Handlungspflichten.

Sollte der Vermögensverwalter eine ihm aus dem Vermögensverwaltervertrag obliegende Pflicht gegenüber dem Anleger schuldhaft verletzt haben so bestehen Schadensersatzansprüche, wenn die Pflichtverletzung kausal für den Schadenseintritt war.

Vermögensverwalter GAM – mögliche Pflichtverletzung?

Pflichtverletzungen können sich vor Abschluss des Vermögensverwaltungsvertrages aus §§ 311 Abs. 2, 280 BGB nach Abschluss eines Vermögensverwaltervertrages aus §§ 675,611,280 BGB, aber auch bei strafrechtliche relevantem Verhalten des Vermögensverwalters aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit der entsprechenden Norm des Strafgesetzbuches ergeben.

Der betroffene Anleger tut gut daran seinen Einzelfall zeitnah von einem Rechtsanwalt auf mögliche Schadensersatzansprüche hin überprüfen zu lassen.

Die Anwälte der Kanzlei Herfurtner an den Standorten München und Hamburg stehen Ihnen deutschlandweit, sowie in Österreich und in der Schweiz bei Fragen zu möglichen Ansprüchen gegen Vermögensverwalter GAM zur Verfügung.

Unsere Rechtsanwälte beraten Sie gern individuell und persönlich. Ebenso stehen Ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner bei weiteren Fragen rund um das Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung.

von |2018-08-08T10:12:30+00:0007/08/2018|Kategorien: Kapitalanlagerecht|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. günter stix 10. August 2018 um 21:37 Uhr - Antworten

    seit einigen Tagen höre ich von meinem Finanzberater Hr. Daniel o Nil von GCG24 nichts mehr! und mein Konto finde ich auch nicht mehr! ich habe11.500,00 EUR investiert und hatte auch schon einen Gewinn von ca. 11.000,00 EUR gemacht! Vor kurzem, als ich mein Konto noch gefunden hatte, habe ich bemerkt, das ca. 11.000,00 EUR an Verlust gemacht wurde! obwohl ich nicht davon informiert wurde daß getradet wurde! ich werde Die ganze Zeit nur betrogen! sei es von Option 888 mit EUR 94.000,00 oder von FXG Trade mit EUR 58.000,00 oder 24 Option mit EUR 17000 und CFD-Global mitEUR 3.000,00! überall hatteich Berater zur Seite, aber da ging soviel ins negative, das ich ohne Berater nie gemacht hätte! was soll ich jetzt tun? ich bin total Pleite!

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