Bei Trades mit den hier genannten Unternehmen drohen große Verluste, warnen Anlegerschutz-Anwälte. Die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner rechnen damit, dass die Geschäftsmodelle auf Täuschung gründen könnten.

  • B.M.O. Ltd.
  • Baker Hamlin
  • Bali Limited
  • Baltic Concert LLP
  • Banque Eni
  • Bark Capital Partners
  • Baumann and Kraus Enterprises Ltd.
  • BCiiC AG
  • Becfd Limited
  • Beltra Solutions (Europe) S.A.

Anleger werden immer öfter Opfer von Betrügern. Dies liegt unter anderem auch daran, dass Kunden aufgrund der geringen Zinsen verzweifelt nach renditestarken Produkten suchen. Doch anstatt mit lukrativen Renditen enden solche Investitionen immer wieder mit dem vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

Wie seriös sind diese Anbieter?

B.M.O. Ltd., Baker Hamlin, Bali Limited, Baltic Concert LLP, Banque Eni, Bark Capital Partners, Baumann and Kraus Enterprises Ltd., BCiiC AG, Becfd Limited, Beltra Solutions (Europe) S.A.

Viele dergelisteten Firmen besitzen eine sehr gut gestaltete Webpräsenz, die selbst bei erfahrenen Anlegern und Geschäftsleuten professionell und vertrauenswürdig wirkt. Auch die verwendeten Verträge und AGBs deuten vordergründig auf eine seriöse Firma hin.

Doch wie die Rechtsanwälte der Kanzlei Herfurtner in München bereits in vielen vergleichbaren Fällen gesehen haben, steckt der Teufel meist im Detail. Ein solcher professioneller Internet-Auftritt ist auch in Fällen von Anlagebetrug sehr wohl verbreitet.

Vermeintlicher Telfonbetrug?

In der Regel startet alles mit einem Telefongespräch von einer unbekannten Person, die interessante Trades mit Aktien und anderen Investitionsmöglichkeiten anbietet. Die Mitarbeiter klingen kompetent und professionell und schaffen es innerhalb kürzester Zeit das Vertrauen der Geldgeber zu gewinnen.

Diese Form von Anlagebetrug wird auch Boiler Room Scam (engl. „boiler room“: Heizkessel-Raum) genannt. Der Name kommt dadurch, dass die Anrufer unter Hochdruck versuchen, Aktien und sonstige Geldanlagen zu verkaufen. Auch Mitarbeiter melden sich zunächst telefonisch.

Eine „todsichere Kapitalanlage“ oder „die unglaubliche Chance, die sich nur einmal im Leben auftut“: mit derartigen Garantien verlocken zwielichtige Unternehmen wie und können Kunden zur Investition hoher Summen bewegen.

In manchen Fällen handelt es sich bei den angebotenen Produkten auch um Aktien namhafter Unternehmen. Für die Betroffenen eines Telefonbetrugs endet der weitere Verlauf allerdings immer gleich, nämlich mit dem Verlust der investierten Beträge. Die Kontaktpersonen sind nicht mehr erreichbar, die Initiatoren anonym und der Sitz des Brokers befindet sich fernab in Asien.

Unlautere Methoden?

Am Beginn werden die Privatanleger über ihre großen Gewinne unterrichtet. Sie werden weiterhin sehr aktiv von den vermeintlichen Beratern angerufen, die ihnen raten ihr Investment aufstocken, damit sie weitere Vorteile nutzen können. Um die Privatanleger zu weiteren Investitionen zu veranlassen, nutzen die Anlagebetrüger gefälschte Dokumente wie Kontoauszüge, Zertifikate und Urkunden. Sobald die Privatanleger keine zusätzlichen Zahlungen ins Auge fassen wollen, drohen die Gauner mit dem Verlust des Investments.

Wollen die Investoren ihre Profite überwiesen bekommen, kommt oft die Aussage, dass eine Auszahlung nur gegen eine vorab zu zahlende Gebühr geschehen kann. Doch die Ausschüttung erfolgt auch nicht nach der Zahlung der verlangten Gelder. Stattdessen erfinden die Schwindler weitere Stories aus welchem Grund weitere Zahlungen erfolgen müssen. Weigert man sich weitere Einzahlungen zu leisten sind die freundlichen Berater plötzlich weg und reagieren weder auf Anrufe noch auf Emails.

Liste: Beltra Solutions (Europe) S.A., Bark Capital Partners, Baker Hamlin, Baltic Concert LLP, Baumann and Kraus Enterprises Ltd., Bali Limited, Banque Eni, B.M.O. Ltd., B.M.O. Ltd. und BCiiC AG

Vorsicht vor Anbietern

Investoren sollten stets klären, ob der Investment-Anbieter einer Finanzaufsicht unterliegt, z.B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Vorsichtig sollte man unbedingt dann werden, wenn die Berater besonders hohe Renditen in Aussicht stellen. Bei ausländischen Firmen ist in der Regel auch eine bestimmte Vorsicht erforderlich. Hat man Zweifel hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit der Berater sollte man schnell einen spezialisierten Rechtsanwalt anrufen.

Die weite Entfernung der Gerichtsbarkeit hält Betroffene manchmal davon ab, rechtliche Schritte in die Wege zu leiten, wenngleich die Chancen auf Schadensersatz, Rückzahlungen oder Vergleichszahlungen oft unterschätzt werden.

In vielen Fällen, in denen Anlagebetrug vermutet wird, benutzen Firmen Namen, die nahezu identisch mit Namen bereits existierender anderer Firmen sind. Deshalb besteht erhöhte Verwechslungsgefahr.

In der Regel melden sich angebliche Broker oder Aktienhändler telefonisch bei Privatpersonen und Firmen und versuchen sie von besonders interessanten Aktien und anderen Kapitalanlagen zu überzeugen. Immer wieder werden die Privatanleger psychisch unter Druck gesetzt schnell zu kaufen, da die in Aussicht gestellten Geschäfte nur für kurze Zeit verfügbar seien.

Es werden überdurchschnittlich hohe Gewinne zugesagt. Die angebotenen Finanzprodukte und Anlagen sind in der Regel allerdings ohne Wert oder gar nicht vorhanden. Auch bei Geschäften mit den gelisteten Firmen sollte man Vorsicht walten lassen.

Wie kann Anlagebetrug vermieden werden?

Vor diesem Hintergrund sollten Sie einfache Regeln befolgen, um zumindest gewisse Risiken zu vermeiden:

  • Lassen Sie sich nicht von hohen Renditeversprechen blenden! Wer Zinsen über dem Marktniveau erzielen möchte, muss dafür meist auf riskante Anlageformen zurückgreifen.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Anlageberater über dessen Vergütung aufklären! Hierzu sind Broker in der Regel ohnehin von sich aus verpflichtet. Ist die Provision hoch, bedenken Sie, dass der Berater ein Eigeninteresse daran hat, dass Sie bestimmte Anlagen abschließen.
  • Lassen Sie sich Zeit! Unterzeichnen Sie Verträge erst, nachdem Sie ausgiebig zu der Anlage recherchiert haben. Vergleichen Sie das Angebot auch mit anderen Anlageprodukten. Treffen Sie Ihre Entscheidung erst, wenn Sie alle Bedenken selbst (und nicht Ihr Vermittler!) ausgeräumt haben.
  • Bestehen Sie auf eine persönliche Beratung vor Ort! Vertrauen Sie Ihr Geld nicht jemandem an, dem Sie noch nie in die Augen geschaut haben. Seriöse Vermittler werden Sie in ihrer Filiale beraten oder auch gerne einen Termin bei Ihnen zuhause vereinbaren.
  • Bevorzugen Sie Unternehmen mit Sitz im Inland! Ihre Ansprüche können Sie so im Streitfall viel einfacher durchsetzen.

Die Beratung erfolgt daher nicht unbedingt objektiv. Manche Anlageberater werden also versuchen, Sie von einer Anlage zu überzeugen, die nicht auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Es droht hier die Gefahr, dass Ihnen Risiken verschwiegen werden und die Erfolgsaussichten des Investments zu positiv dargestellt werden.

Was können Anleger unternehmen

Die Rechtsanwaltskanzlei Herfurtner vertritt von Anlagebetrügern geschädigte Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Unsere Anwälte prüfen für Sie, ob Sie Ansprüche gegen Ihren Vermittler oder Dritte geltend machen können.